Arbeitskreis „Faire Wettbewerbsbedingungen“ vom VDS



Der von dem VDS (Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie e.V.) zu Beginn des letzten Jahres gegründete neue Arbeitskreis „Faire Wettbewerbsbedingungen“ hat seine Arbeit aufgenommen und erste Zielsetzungen definiert. Der Arbeitskreis hat dazu beigetragen, einige drängende Themen auf die Agenda des wichtigsten Branchentreffs der Sägeindustrie in Europa zu setzen.

„Der internationale Sägewerkskongress 2010 ist für uns die Gelegenheit, die politischen Entscheidungsträger auf den Stellenwert der Holz - und Forstwirtschaft hinzuweisen und mögliche Fehlentwicklungen zu verhindern, gegebenenfalls auch zu überprüfen“, so der VDS - Vorsitzende R. Müller-Gei.
Hintergrund der Konstituierung des Arbeitskreises ist die zunehmende Problematik einer ausreichenden, nachhaltigen Rundholzversorgung für die Betriebe der Sägeindustrie. Hier will der Arbeitskreis ansetzen und Forderungen und Initiativen erarbeiten, die dieser Entwicklung entgegenwirken sollen.

Ein Schwerpunkt des Arbeitskreises befasst sich mit der Problematik weiterer Nutzungseinschränkungen und Flächenstilllegungen aus Gründen des Naturschutzes. „Die Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit weisen auf einen zunehmend segregativen Ansatz in der Naturschutzpolitik hin. „Seit Jahrzehnten jedoch werden unsere Wälder vorbildlich bewirtschaftet“, so der Vorsitzende des VDS, Reinhard Müller-Gei. Die Etablierung einseitiger Naturschutzinstrumente, wie sie von den Naturschutzverbänden befürwortet werden, verlieren jedoch die Bedeutung der Wertschöpfung von Holz und Holzprodukten aus dem Blick. Genau hier will der Arbeitskreis ansetzen und den Blickwinkel auf die Bedeutung der Nutzung von Holz lenken. „Waldnutzung stellt aktiv praktizierten Naturschutz dar, weil Holzprodukte jede Menge Co2 speichern“, führt Müller-Gei aus, mit dem Sägewerkskongress werde der VDS dieses Thema in die „Fachöffentlichkeit“ bringen, man werde als nächsten Schritt jedoch versuchen, weitere Bündnispartner zu finden, um eine breitere Resonanz zu erreichen.

Der Arbeitskreis hat darüber hinaus das Thema „Langfristverträge“ im Rundholzeinkauf behandelt. "Grundsätzlich werden wir uns nicht gegen derartige Bestrebungen stellen, aber es ist unser Aufgabe als maßgebliche Interessenvertretung der Sägeindustrie, auf rechtskonforme Gestaltung derartiger Verträge zu achten“ stellt Müller-Gei klar. Wenn allen Markteilnehmer der Zugang zu längerfristigen
Verträgen geboten werden und einzelne nicht benachteiligt würden, so sei dies marktwirtschaftlich nicht zu beanstanden. Es könne aber nicht akzeptiert werden, wenn einzelnen Abnehmern eine Vorrangstellung eingeräumt würde und der Rest in diskriminierender Weise verteilt würde. Der Arbeitskreisdes VDS fordert daher Transparenz von Verträgen, die über ein bestimmtes Liefervolumen hinausgehen. Der VDS sieht seine Forderungen als gerechtfertigt an, schließlich, so der Vorsitzende des VDS, gehe es bei Holzlieferverträgen zu einem überwiegenden Anteil um einen Rohstoff, der seitens der Staatsforsten „treuhänderisch“ für den Steuerzahler veräußert werde. Bei Auftragsvergaben durch die öffentliche Hand sei es selbstverständlich, dass Ausschreibungen erfolgen müssten, warum also keine Transparenz bei dem Verkauf des Holzes des Staates? fragt sich der VDS.

Der neue Arbeitskreis des VDS wird unter anderem diese beiden Themen als Schwerpunkte seiner Tätigkeit aufbereiten. Er wird sich aber auch mit dem Thema „RVR“ beschäftigen, dass, auch wenn nicht mehr alle Akteure an Bord seien, durchaus noch Bedeutung habe. „Wir stehen in Kontakt mit den Vertretern des DFWR und werden alles versuchen, eine praktikable Lösung zu finden, die zumindest von den Staatsforsten mitgetragen wird“, so der VDSVorsitzende. Der VDS erwartet, dass Gespräche über die RVR noch in den nächsten Wochen fortgeführt werden.

Autor:
Holzi am 23. Feb. 2010 um 09:16 Uhr
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