Forum zur „Holzmobilisierung



Gegenwärtig startet im Freistaat Thüringen ein Pilotprojekt des mitteldeutschen Verbandes der Schnittholz- und Holzwarenindustrie und der Thüringer Landesforstverwaltung zur Holzmobilisierung. „Die Kooperation von Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung ergänzt als zusätzlicher Projektbaustein das bewährte System des Thüringer Gemeinschaftsforstamtes, um gemeinsam mit allen Marktpartnern neue Wege auszutesten. Ziel ist es, die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes in Thüringen zu fördern und Waldbesitzer zur nachhaltigen Bewirtschaftung ihres Waldes zu motivieren, die bisher ihren Wald noch nicht nutzten“, erklärte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, heute zum Forum in Creuzburg.

„Durch die nachhaltige Bewirtschaftung verbessert sich die Vitalität und Stabilität der Wälder und es werden Arbeit und Einkommen im ländlichen Raum geschaffen“, so der Minister weiter. „Ich halte das Engagement des Verbandes der Schnittholz- und Holzwarenindustrie Mitteldeutschland für richtig und weitsichtig“, sagte Dr. Sklenar. Privatwirtschaft und öffentliche Hand werden gemeinsam Personal für diese Aufgabe bereitstellen. Der Sitz des Kooperationsprojektes wird das Dienstgebäude der Landesforstverwaltung in Sondershausen sein. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und erfährt eine einjährige Pilotphase.

Mit nachhaltiger Forstwirtschaft erzielten die rund 180.000 Thüringer Waldbesitzer im letzten Jahr rund 100 Millionen Euro Einnahmen aus dem Rundholzverkauf. Durch die erfolgreiche Arbeit der Landesforstverwaltung konnte seit Anfang der 90er Jahre das Rundholzaufkommen in Thüringen bis heute schon mehr als verdoppelt werden. Holz ist der wichtigste nachwachsende Rohstoff im Freistaat. Thüringen ist Standort international wettbewerbsfähiger Unternehmen der Holzindustrie. Die Branchen Forst und Holz stellen rund 30.000 Vollzeitarbeitsplätze im Freistaat.

„Forstwirtschaft ist mehr als reine Holzernte. Es waren Forstleute, die die heute in aller Munde befindliche Nachhaltigkeit entwickelt haben. Und zwar fast 300 Jahre bevor der Begriff in der internationalen Umweltpolitik als ‚Nachhaltige Entwicklung’ neu gedacht wurde“, so Minister Dr. Volker Sklenar. Nachhaltigkeit entstand aus wirtschaftlicher Not. Es war der sich abzeichnende Rohstoffmangel an Holz für den Bergbau, der die Forstleute damals zu der Einsicht brachte, dass eine natürliche Ressource nur so stark genutzt werden darf, dass sie sich immer wieder dauerhaft selbst regenerieren kann. Dieses Prinzip wurde anschließend um die ökonomischen, sozialen und ökologischen Aspekte erweitert.

Die moderne Forstwirtschaft vereint heute diese verschiedenen Aspekte und gewährleistet den Einklang von Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes um dauerhaft Holz als nachwachsenden Rohstoff, sauberes Trinkwasser, Artenvielfalt, frische Luft und naturnahen Erholungsraum zu bieten.

Die ordnungsgemäße und nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes ist daher von Anfang an Bestandteil des Thüringer Waldgesetzes, dass festschreibt, dass die Erzeugung von Holz nach Menge und Güte durch eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung des Waldes dauerhaft zu sichern und zu steigern ist. In Thüringen ist damit die „Holzmobilisierung“ schon seit Jahren festgeschrieben.

„Die Schlussfolgerungen des Holzmobilisierungs-Projektes dienen zur weiteren Optimierung der guten Arbeit der Thüringer Landesforstverwaltung für die Waldbesitzer im Freistaat und ich bin zuversichtlich, dass wir hier einen positiven Beitrag für die weitere Entwicklung der Branchen Forst- und Holzwirtschaft im Freistaat Thüringen leisten können“, erklärte Dr. Sklenar abschließend.

Katrin Trommer-Huckauf
Pressesprecherin
Quelle: Thüringer Ministerium für Landwirtschaft

Autor:
Holzi am 07. Jun. 2006 um 14:21 Uhr
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