Holzzerstörende Pilze ab sofort schneller erkennbar



Für die Analyse von holzzerstörenden Pilzen in Gebäuden gibt es ab sofort ein neues Verfahren. Die Dresdener Biotype Diagnostic GmbH bietet ein Biochip-Testsystem an, das die Bestimmung der 27 wichtigsten Hausfäulepilze ermöglicht. Innerhalb weniger Stunden können in einem einzigen Ansatz selbst Mischproben von mehreren Pilzen analysiert werden.
„Für Hausbesitzer, Gutachter und den Denkmalschutz bietet die DNA-Chip-Technologie noch genauere Aussagen, ob Gebäudeteile von Hausfäulepilzen befallen sind oder nicht“, so Dr. Wilhelm Zörgiebel, Geschäftsführer der Biotype Diagnostic GmbH. „Bisher müssen Baugutachter mehrere Tage, in manchen Fällen sogar Wochen, auf einen Befund warten.“ Wird in der Probe nachweisbare Pilz-DNA gefunden, verkürzt sich diese Wartezeit mit dem „Mycotype® BasidioQS“ auf wenige Stunden.

Die Technologie des Mycotype® BasidioQS wurde zusammen mit dem Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH (IHD) entwickelt. Das mykologische Prüflabor setzt dieses nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditierte Verfahren bereits in der Routinediagnostik ein. Hierzu Dr. Wolfram Scheiding, Ressortleiter Biologie/Holzschutz am IHD: „Die starke Nachfrage nach Analysen mit dem Diagnostikchip Mycotype® BasidioQS zeigt, dass diese schnelle Bestimmungsmethode von den Gutachtern angenommen wird.“ Derzeit bietet das IHD weltweit als erstes Labor Pilzgutachten mit dem neuen Verfahren an. Weitere Untersuchungslabore werden folgen.

Mycotype® BasidioQS basiert auf der Vervielfältigung geringster Mengen an Pilz-DNA mit Hilfe der Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR). Die schnelle und sensitive Analytik der Schadpilze erfolgt anschließend pilzspezifisch auf einem Biochip durch die Detektion eines Fluoreszenzfarbstoffs.

Wer mehr dazu lesen möchte sollte sich das PDF unter http://www.biotype.de/fileadmin/user/Paper/Holztechnologie_2_2010.pdf herunterladen.

Autor:
Holzi am 30. Mär. 2010 um 09:47 Uhr
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Comments

Ich habe von dieser Art Tests schon gehört. Die Frage ist nur: Wie zuverlässig sind diese Eigentests. Ich denke als Selbsttest ganz okay, sollte dann aber ein positiver Befund erscheinen, wird es Zeit, einen Fachmann hinzuzuziehen.

Ralf um 06:33 Uhr

das ist zu Schnellerkennung, damit man die Sache mit den Pilzen schneller zuordnen kann und so ein teures Prüfverfahren für alle Pilze nicht mehr ganz so nötig ist. Weil so ein Prüfverfahren doch sehr Zeit und kosten Intensiv ist, das oben genannte Verfahren macht es einfacher mit der späteren genaueren Prüfung und ob etwas ohne besondere Vorkehrungen abgetragen werden kann oder ob man schwere Schutzausrüstung braucht und das ganze als Sondermüll entsorgen muß.

Holzi um 11:38 Uhr

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