Regierungspräsidium Gießen warnt vor gefährlichem Pflanzenschädling.



citrusbockkaeferDer in Asien beheimatete Citrusbockkäfer hat jetzt erstmals seinen Weg nach Hessen gefunden, dies bestätigt das Pflanzenschutzdezernat des Gießener Regierungspräsidiums (RP). Der Anoplophora chinensis, so der Fachname, schlüpfte aus einem kleinen Fächerahorn (Acer palmatum) in Südhessen. Der Besitzer reagierte schnell, fing den auffälligen Schädling ein und informierte umgehend das hessenweit zuständige Pflanzenschutzdezernat. Besonders gefährlich ist der Käfer auch dadurch, dass er sich sehr schnell und stark verbreitet.

Der Citrusbockkäfer hat eine glänzend schwarze Grundfarbe mit hellen Flecken. Sein länglicher Körper kann fast bis zu 3,5 Zentimetern Größe erreichen – etwa so groß wie ein Maikäfer. Besonders auffällig sind auch seine schwarz-hellbläulich geringelten Fühler, die mindestens so lang sind wie sein Körper. Die Käferlarven fressen ein bis zwei Jahre versteckt im Holz der Bäume, bis sich die Käfer zwischen Juni und August aus dem Stamm herausbohren. „Der Citrusbockkäfer ist nicht zu unterschätzen. Treibt er einmal sein Unwesen, können gesunde heimische Bäume und Sträucher stark geschädigt werden oder gar absterben“, befürchtet RP-Pflanzenschutz-Experte Wolfgang Willig und weißt darauf hin, dass die eingeschleppte Käferart in Europa kaum natürliche Feinde hat. Der meldepflichtige Quarantäneschädling hat bereits in den Niederlanden und in Italien große Schäden an Bäumen verursacht. „Der Name ‚Citrusbockkäfer‘ irritiert, denn er kann auch viele Laub- und Obstbäume wie Ahorn, Birke, Buche, Pappel, Birn- und Apfelbäume oder sogar Rosenstöcke befallen“, ergänzt RP-Zoologin Sylvia Schütz.

Das Gießener Regierungspräsidium bittet daher nachdrücklich um die Mithilfe der Bevölkerung bei der Bekämpfung. „Es ist außerordentlich wichtig, dass das RP-Pflanzenschutzdezernat benachrichtigt wird, sobald ein Citrusbockkäfer oder Hinweise auf ihn gefunden werden“, betont die Expertin. Dabei sollten neu angeschaffte Pflanzen (insbesondere Fächer- und andere Ahornarten) regelmäßig auf unerklärliche Welke-Erscheinungen und Ausbohrlöcher – diese können bis zu 1,5 cm groß sein und liegen in der Regel in der Nähe der Stammansatzes – kontrolliert werden. Für Mensch und Tier ist der Käfer ungefährlich und sollte – wenn möglich – eingefangen und in einem Schraubglas oder einem ähnlichen Gefäß aufbewahrt werden. Das Pflanzenschutzdezernat ist unter der Telefonnummer 0641/303-5221 oder -5227 zu erreichen und wird eingefangene Käfer schnellstmöglich abholen, heißt es abschließend aus dem Regierungspräsidium.

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Holzi am 26. Jun. 2009 um 14:50 Uhr
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