Sieger des Wettbewerbs möbel marke tischler gekürt



22 Entwürfe für das nächste möbel marke tischler wurden bei den Fachverbänden des Tischlerhandwerks Niedersachsen/Bremen und Nordrhein-Westfalen eingereicht. Gewonnen haben den erstmals ausgerichteten Wettbewerb Jan Herdmann, Margit Pschorn und Jens Voß.
Die drei Studenten der Peter Behrens School of Architecture an der Fachhochschule Düsseldorf haben einen Ess-/Couchtisch mit Liegefunktion entwickelt. Dafür wurden sie auf der Mitgliederversammlung der Tischler NRW mit einem Scheck über 1.000 Euro belohnt. Die zweiten und dritten Sieger werden auf der Landestagung der tischlernord am 24./25. April geehrt. Stefan Schmidt und Jirka Wolff studieren beide Holzgestaltung an der Fachschule Holztechnik & Gestaltung in Hildesheim.

1. Preis: Platz!

Das Tischkonzept Platz! von Jan Herdmann, Margit Pschorn und Jens Voß, ist dem modernen Gedanken flexiblen Wohnens verpflichtet. In seiner Grundform ist der Tisch 75 cm hoch, also ein Esstisch mit vier außenliegenden Füßen. Ein diagonal eingesetztes Drehgelenk in den Fußstollen ermöglicht durch Wegklappen der Füße, die Höhe des Tisches zu halbieren, wodurch ein Couchtisch entsteht, an dem man auch auf Kissen ruhend in asiatischer Atmosphäre speisen kann. Nicht nur das Fußgestell, auch Platte und Zarge sind mehrteilig und mit einem Drehgelenk versehen. So faltet sich der Tisch in der Achse der Plattenfuge ein, und es entsteht eine Liege. Dieses ungewöhnliche und jugendlich unbekümmerte Konzept überzeugte die Jury aus Tischlern, Gestaltern und Fachjournalisten. „Der enthaltene Appell an den Spieltrieb des Benutzers ist angemessen. Er wird deutlich in der bildhaften Bezeichnung der drei Funktionen des Tisches: Fuß! – Sitz! – Platz!“

2. Preis: wok-wagong

Das fahrbare Möbel von Stefan Schmidt ist der authentischen Zubereitung asiatischer Gerichte auf professionellem Niveau gewidmet. Modulartig ist der wok-wagong um die Kochstelle für den Wok herum gebaut. Das Oberteil kann aufgeklappt werden und bietet so eine kleine Arbeitsfläche. Die Jury zeigte allerdings Bedenken gegenüber der Standfestigkeit des Schranks bei ausgeklappter Arbeitsfläche. Möglich sei auch, dass die Klappe aus zwei Hälften besteht, die jeweils mit halber Breite nach beiden Seiten klappen. Lob bekam Stefan Schmidt von der Jury für die Auswahl seines Materials. „Die Verwendung von Bambus als Möbelbauplatte entspricht dem Gedanken der Nachhaltigkeit und dem schonenden Umgang mit Ressourcen, darüber hinaus ist dies ein schöner, auch in geschlossenem Zustand ablesbarer erster Hinweis auf die enthaltene asiatische Esskultur.“

3. Platz: cycle

Aus der Beobachtung einer alltäglichen Situation im privaten Wohnen ist das Möbel von Jirka Wolff entstanden. Jeder trennt und sammelt zuhause Wertstoffe, um sie der Abfuhr oder dem Container zuzuführen. Wer im Küchenschrank keinen Platz hat, weicht auf Ecken und Nischen aus. Hier setzt das Flur- oder Küchenmöbel cycle an, das für das Recycling von Altpapier, Glas und Verpackungsabfall Stauraum bietet und gleichzeitig eine Sitzgelegenheit ist. Papier und Glas können in Korbeinsätzen gesammelt werden, die aus dem Möbelkasten gehoben und direkt zum Container mitgenommen werden können, beispielsweise auch auf dem Fahrrad. Für den Verpackungsabfall wird im Schrank ein „Gelber Sack“ vorgehalten. Die Jury vermisst an dieser Stelle einen zweiten innenliegenden und dichtschließenden Deckel, um eine Geruchsproblematik zu vermeiden. „Eine Erweiterung auf andere Themen des Flurbereichs ist möglich. Beispielsweise ein Möbel für Fahrradkleidung mit Helmen, Handschuhen, Batterielampen, etc.“

Zurzeit wird vom Siegermöbel Platz! ein Prototyp gebaut, um gegebenenfalls noch technische Modifikationen vornehmen zu können. Voraussichtlich wird das nächste möbel marke tischler auf dem treffpunkt tischler nrw, der am 28. und 29. August in Dortmund stattfindet, das erste Mal präsentiert.

Der Fachverband Tischler NRW hat die Kollektion möbel marke tischler vor sieben Jahren ins Leben gerufen, um der Öffentlichkeit die hohe Designkompetenz der Tischler vor Augen zu führen. Tischlerbetriebe können die möbel marke tischler ohne größeren Aufwand in der eigenen Werkstatt fertigen und sie für ihr Marketing nutzen.

Autor:
Holzi am 06. Apr. 2009 um 06:26 Uhr
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