EU-Holzhandelsverordnung: Verzögerungen auf der Zielgeraden

Mo

22

Okt.

2012

Das Ziel ist in Sichtweite, die Interessen der Holzbranche geraten indes ein wenig aus dem Blickfeld. Ab dem 3. März 2013 wird die EU-Holzhandelsverordnung (EU Timber Regulation – EUTR) vollumfänglich angewendet. Entgegen des ursprünglichen Zeitplans wurden allerdings immer noch keine Organisationen von der EU-Kommission in Brüssel akkreditiert, die das für Importeure verpflichtende Sorgfaltspflichtsystem überwachen können.

In Deutschland wird die EU-Holzhandelsverordnung über die Neufassung des Holhandelssicherungsgesetzes (HolzSiG), das zeitgleich in Kraft treten soll, in nationales Recht umgesetzt. Danach ist das Inverkehrbringen von illegal geschlagenem Holz grundsätzlich verboten. Soweit es Importe von Holz und Holzprodukten aus Drittstaaten außerhalb der EU betrifft, sind Importeure dazu verpflichtet, dies über ein Sorgfaltspflichtsystem (Due Diligence System – DDS) sicherzustellen. Monitoring Organisationen überwachen diese Systeme und können als akkreditierte Dienstleister ein Sorgfaltspflichtsystem anbieten. .... weiter lesen >>>



Bundesgerichtshof zur Haftung des Waldbesitzers

Di

02

Okt.

2012

Als die Klägerin im Juli 2006 bei sehr warmem Wetter und leichtem Wind auf einem Forstwirtschaftsweg durch ein Waldgrundstück der Beklagten zu 1 ging, brach von einer circa 5 m neben dem Weg stehenden Eiche ein langer Ast ab und traf sie am Hinterkopf. Sie erlitt eine schwere Hirnschädigung. Der Beklagte zu 2 ist Diplom-Forstwirt und bei der Beklagten zu 1 für den Bereich des Waldgrundstücks zuständig.

Das Landgericht hat die Klage abgewiesen. Auf die Berufung der Klägerin hat das Oberlandesgericht den Schmerzensgeldanspruch dem Grunde nach für gerechtfertigt erklärt und dem Feststellungsantrag stattgegeben. Nach seiner Auffassung ist auch ein privater Waldbesitzer, der weiß, dass sein Wald von Erholungssuchenden frequentiert wird, zumindest eingeschränkt verkehrs-sicherungspflichtig. .... weiter lesen >>>



Holzhandelssicherungsgesetz: HDH: „Praktische Umsetzung in Kürze möglich"

Do

06

Sep.

2012

Das Ziel ist in Sichtweite: Im Frühjahr 2013 soll – zeitgleich zur vollen Anwendbarkeit der EU-Holzhandelsverordnung – das viel diskutierte Holzhandelssicherungsgesetz (HolzSiG) in aktualisierter Fassung in Kraft treten. Für die Branche bedeutet das die Kontrolle aller Marktteilnehmer, die Holz und Holzprodukte in den Verkehr bringen.

Durchgeführt werden diese Kontrollen – soweit es Importe von Holz und Holzwerkstoffen aus Drittstaaten betrifft – durch Unternehmen, die im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) tätig sind. Diese müssen von der Europäischen Union zugelassen und vom BLE kontrolliert werden. „Derzeit gibt es noch keine zugelassenen Unternehmen, gleichwohl bereits einige Zulassungsanträge gestellt wurden. Nähere Informationen zu erteilten Zulassungen oder über einen möglichen Zeitrahmen für erste Zulassungen erwarten wir allerdings für Mitte September“, so Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH). .... weiter lesen >>>



WWF kritisiert katastrophale Änderungen des brasilianischen Waldgesetzes

Do

26

Apr.

2012

Das brasilianische Unterhaus hat gestern die Reform des brasilianischen Waldgesetzes verabschiedet. „Die Entscheidung ist ein Tiefschlag gegen das größte Tropenwaldgebiet der Erde“, kritisiert Roberto Maldonado, Lateinamerika Referent beim WWF Deutschland. Insbesondere die Amnestie für illegale Abholzungen legalisiere Umweltverbrechen der Vergangenheit und sei quasi eine Aufforderung zu weiterem Kahlschlag. Der WWF fordert die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff auf, das Gesetz per Veto zu verhindern und den Albtraum am Amazonas Regenwald zu beenden. .... weiter lesen >>>



Regenwald bedroht: Brasilianischer Senat berät über neues Waldgesetz

Do

24

Nov.

2011

Todesurteil für Amazonas-Regenwald Bild:WWFDie Umweltkommission des brasilianischen Senats berät derzeit über die Neufassung des brasilianischen Waldgesetzes (Código Florestal). Die Umweltorganisation WWF befürchtet, dass die angestrebte Novellierung einem Todesurteil für weite Teile des brasilianischen Regenwaldes gleichkommt. Die Gesetzesinitiative habe das Ziel, die Rodungsauflagen für Grundbesitzer zu lockern und verspreche eine Amnestie für zurückliegende illegale Abholzungen. „Die Politik knickt vor den Interessen der Agrarlobby ein. Mit dem neuen Waldgesetz droht der Amazonasregion ein gigantischer Kahlschlag. Das hätte auch gravierende Auswirkungen auf das Weltklima“, warnt Roberto Maldonado, WWF-Tropenwaldreferent. Der Senat müsste sich vor der Verabschiedung des Gesetzes von unabhängigen Wissenschaftlern über die möglichen Auswirkungen beraten lassen und diese bei der Entscheidungsfindung entsprechend berücksichtigen, so die Forderung. .... weiter lesen >>>



Weltbeste Waldgesetze ausgezeichnet

Do

29

Sep.

2011

Ruandas nationales Waldprogramm gewinnt in New York den „Future Policy Award“ 2011. Die Hamburger Stiftung World Future Council zeichnet mit diesem Preis die weltweit besten Gesetze und Aktionsprogramme zu einem bestimmten Thema aus. Dieses Jahr wurden Gesetze geehrt, die am besten zur Erhaltung und nachhaltigen Entwicklung von Wäldern beitragen. Das afrikanische Gambia erhält für sein kommunales Waldprogramm eine silberne Auszeichnung, ebenso die USA für ihren „Lacey Act“, der den Handel mit Tropenholz regelt. .... weiter lesen >>>



Erfolgreiche Lobbyarbeit des BSHD zum EEG

Mo

18

Jul.

2011

Der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) sieht sich mit seinen Kernforderungen zum neuen EEG in seiner Lobbyarbeit bestätigt. Das vom Bundestag Ende Juni verabschiedete EEG wurde auch vom Bundesrat bestätigt und wird zum 01.01.2012 in Kraft treten.
 BSHD

Für Rinde ist weiterhin herkunftsunabhängig neben der Grundvergütung eine Zusatzvergütung zu zahlen. Aufgrund der Übergangsregelung des EEG 2012 wird dabei grundsätzlich zwischen Alt- und Neuanlagen wie folgt zu differenzieren sein:
Neuanlagen erhalten eine Vergütung im Leistungsbereich bis 500 kW von 6ct/kWh und im Leistungsbereich bis 5 MW von 2,5 ct/kWh.
Für Altanlagen verbleibt es grundsätzlich beim bisherigen NAWARO-Bonus nach dem EEG 2009.

Damit haben nicht nur zukünftige Investoren Rechtssicherheit, sondern auch für die Betreiber von Altanlagen ist die Vergütung von Sägewerksrinde .... weiter lesen >>>



Brasiliens Waldgesetz wird zur CO2-Bombe

Do

23

Jun.

2011

Die Novellierung des brasilianischen Waldgesetzes droht zu einer gigantischen CO2-Bombe zu werden und riesige Flächen für die Abholzung freizugeben. Dies belegen zwei aktuelle Studien. Das regierungsnahe Applied Economic Research Insistute (Ipea) kommt in einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass durch die Änderungen bis zu 47 Millionen Hektar bislang formell unter Schutz stehender Waldgebiete dann schutzlos sein könnten. Das entspricht der Größe Spaniens. 60 Prozent der betroffenen Flächen liegen im Amazonas-Gebiet. Das Gesetz, das der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung Brasiliens Rechnung tragen möchte, sieht vor, dass die Umweltauflagen für Grundbesitzer gelockert werden und dass es eine Amnestie für zurückliegende illegale Rodungen geben soll. Schon im Vorfeld der Abstimmung im Repräsentantenhaus hatte die illegale Abholzung des Regenwaldes in Brasilien dramatisch zugenommen. .... weiter lesen >>>



Gesetzesnovelle muss Sicherung der Arbeitsplätze im Blick behalten

Do

23

Jun.

2011

In den abschließenden EEG-Beratungen sieht die Holzwerkstoffindustrie die Chance, die allseits geforderte „Kaskadennutzung“ festzuschreiben. Denn Holz könne beides: erst Arbeit und Werte schaffen und später Energie abgeben.

Waldrestholz, das zur stofflichen Nutzung geeignet ist, muss nach Auffassung der Holzwerkstoffindustrie aus der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgeschlossen werden. Eine Vergütung für sofortiges Verbren-nen schaffe falsche Anreize. Die Unternehmen rufen die Politik auf, sich in den Beratungen für eine kaskadische Nutzung als einzig effizienten Weg zu entscheiden. .... weiter lesen >>>



Kabinettsentwurf zum EEG setzt keine neuen Impulse

Do

09

Jun.

2011

Das Bundeskabinett hat am 6.06. einen eigenen Gesetzesentwurf zur Novellierung des EEG vorgelegt. Gegenüber dem Referentenentwurf aus dem BMU vom 17.5., zu dem die Verbände kurzfristig bis zum 23.5. Stellungnahmen abzugeben hatten, sind bezüglich der festen Biomasse – Holz - bis auf die bereits bekanntgewordene Fortführung des Bonus für Rinde mit 2,5 Cent/kWh keine weiteren Verbesserungen enthalten. Im Gegenteil, Randbedingungen wurden weiter eingeschränkt. .... weiter lesen >>>

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