Kleinodien aus Holz: Universität Hohenheim stellt historische Holzbibliothek ins Internet

Di

25

Feb.

2014

Um die 200 Jahre sind sie alt, der Körper aus Holz , die Etiketten aus rotem und grünem Leder mit goldener Schrift – und sie riechen nach Wald . Auf den ersten Blick erscheinen sie wie Bücher, tatsächlich sind es kleine Schatzkästchen: die Bände der Hohenheimer Xylothek. Jeder Band erklärt eine Holzart. Gebettet auf Moos birgt jeder Band in seinem Inneren die wichtigsten forstbiologischen Einzelteile des Gehölzes: Quer- und Schrägschnitte von Ästen, konservierte Blüten und Blätter, Wurzelpräparate, Samen, Blütenstaub und sogar die Asche der jeweiligen Art. In der Mitte des Bandes, geschrieben auf einem kleinen, zusammengefalteten Zettel, findet sich zu jedem Gehölz eine Kurzbeschreibung. „Es sind 189 extrem ästhetische und höchst informative Kunstwerke“, sagt Dr. Annegret Bäuerle vom Institut für Zoologie der Universität Hohenheim über die Holzbücher.

Die Silberpappel, der Lebensbaum, die blasse Feldrose, der Zwergwacholder: das sind nur vier der insgesamt 189 verschiedenen Arten heimischer europäischer Hölzer, die in der Hohenheimer Xylothek zu finden sind. Die Holzbibliothek besteht aus zwei Serien: Eine 44 Bände umfassende ältere und eine neuere Serie mit 145 Bänden. Beide Serien stammen aus der Zeit um 1800, sind aber offenbar in verschiedenen Werkstätten gefertigt worden. .... weiter lesen >>>



Saarbrücker Biotechnologen entwickeln Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen

Mi

05

Feb.

2014

Angesichts knapper Ressourcen und einer wachsenden Weltbevölkerung sind neue Ideen gefragt, wenn es um einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen geht. An der Universität des Saarlandes setzen Biotechnologen um Professor Christoph Wittmann in einem neuartigen Verfahren auf Mikroorganismen, die den Kunststoff Nylon aus nachwachsenden Rohstoffen produzieren sollen. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für drei Jahre mit 1,4 Millionen Euro gefördert.

Schätzungen zur Folge sollen die Erdölvorkommen Mitte des Jahrhunderts zur Neige gehen. Für Erdöl, das nicht nur als Ausgangssubstanz für Benzin oder Heizöl dient, sondern etwa auch für Farben, Kosmetik und Kunststoff, müsste spätestens dann eine Alternative her. Weltweit sind Forscher daher bemüht, neue und nachhaltige Wege für die industrielle Produktion zu erschließen. Auch an der Universität des Saarlandes beschäftigen sich Professor Christoph Wittmann und seine Arbeitsgruppe damit, etwa Chemikalien und Wirkstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe herzustellen. .... weiter lesen >>>



Forstwirtschaft und Naturschutz sind keine Gegensätze

Mi

22

Jan.

2014

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, hat am Montag die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates für Waldpolitik zu ihrer ersten Sitzung in der neuen Legislaturperiode begrüßt.

"Die Koalitionspartner sind sich einig, die nationale und internationale Waldpolitik auch unter der neuen Regierung am Leitbild einer modernen, nachhaltigen und multifunktionalen Forstwirtschaft auszurichten", sagte Bleser. Die wichtigsten Zielvorgaben hierfür gibt die nationale Waldstrategie 2020 vor.

Bleser begrüßte es daher, dass der Koalitionsvertrag einen klaren Auftrag zur Umsetzung der Waldstrategie enthält. Der Beirat wird Vorschläge zu deren Weiterentwicklung unter­breiten. Im Mittelpunkt der ersten Sitzung des unabhängigen Gremiums mit 15 Experten stand die Umsetzung der nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt im Wald . .... weiter lesen >>>



Forscher bestimmen genetische Fingerabdrücke von bedrohten Nadelhölzern

Di

03

Dez.

2013

In den Tropen und Subtropen sind viele immergrüne Nadelbäume vom Aussterben bedroht. Biologen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben die weltweit größte Sammlung an Steineibengewächsen zusammengetragen. Sie sequenzierten zusammen mit Kollegen vom „The New York Botanical Garden“ charakteristische Abschnitte des Erbguts dieser Nadelbäume, um für jede Art einen „DNA-Barcode“ zu erstellen. Anhand dieses genetischen Fingerabdrucks lassen sich Individuen eindeutig den verschiedenen Steineibenarten zuordnen, die äußerlich oft nur schwer zu unterscheiden sind. Das hilft, Individuen bedrohter Populationen zu identifizieren. Das Team berichtet in der Zeitschrift „PLOS ONE“. .... weiter lesen >>>



7. Rosenheim Colloquium – Non Wood Fibres

Mo

11

Nov.

2013

Rohstoffengpässe und darauffolgende Preis-explosionen lassen die Holz - und Zellindustrie zunehmend auf alternative Rohstoffe setzen. Besonders zukunftsträchtig erscheinen ein- und mehrjährige Pflanzen, sogenannte „Non Wood Fibres“. Das 7. Rosenheim Colloquium am 03. Dezember 2013 an der Hochschule Rosenheim hat sich die Verwertungsmöglichkeiten von Agrarpflanzen wie beispielsweise Hanf, Raps, Sonnenblumen sowie von exotischen Gewächsen wie Bambus, Kokosnuss etc. zum diesjährigen Thema gemacht.

Die Studierenden des Masterstudiengangs Holztechnik informieren über den Themenkomplex von der Analyse der Rohstoffe und deren Eigenschaften über Einsatzgebiete und Nachfrage bis hin zum Aspekt der Nachhaltigkeit . Abgerundet wird die Veranstaltung mit einem Ausblick auf die derzeitigen Bioenergien und deren Umweltbeeinflussung. .... weiter lesen >>>



Warme Winter lassen Bäume länger schlafen

Di

05

Nov.

2013

Die Vegetation in den gemäßigten Breiten folgt dem Wechsel der Jahreszeiten: Nach einer Winterpause treiben die Pflanzen im Frühjahr erneut aus. Eine Forschungsarbeit hat jetzt einen neuen Zusammenhang ans Licht gebracht: Je kälter der Winter, umso früher fangen heimische Pflanzen wieder an zu wachsen. Da mit dem Klimawandel mildere Winter zu erwarten sind, könnte die Wachstumsphase für typische Waldbäume immer später beginnen – zum Vorteil für Sträucher und zugewanderte, weniger kälteabhängige Bäume.

In einer Studie untersuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) 36 Baum- und Straucharten. Ihre Arbeit lieferte ein überraschendes Ergebnis, wie Julia Laube vom Fachbereich Ökoklimatologie erklärt: „Anders als bisher angenommen, spielt die zunehmende Tageslänge im Frühjahr für den Zeitpunkt des Knospens keine große Rolle: Damit die Pflanzen im Frühjahr rechtzeitig aufwachen, ist ein ausgedehnter ‚Kälteschlaf’ im Winter wichtig.“ .... weiter lesen >>>



Wenn alte Gitarren plötzlich illegal sind

Di

05

Nov.

2013

Die Vintage-Guitar-Show in Oldenburg ist ein Mekka für Musiker, Sammler und Gitarren-Liebhaber. Am vergangenen Wochenende (02./03.11.2013) haben dort 41 Aussteller aus Deutschland, Italien, Holland, Ungarn und Serbien rund 1.500 Instrumente gezeigt. Dr. Gerald Koch und Dr. Hans-Georg Richter vom Thünen-Institut für Holzforschung aus Hamburg hatten jedes dritte in der Hand.
Dr. Gerald Koch untersucht das Holz einer ausgestellten E-Gitarre Foto Thünen Institut
Die zuständige Umweltbehörde, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, hatte die Holzwissenschaftler als Gutachter zu der Messe gebeten. Denn manche Hölzer, aus denen die Gitarren gefertigt sind, stehen unter Artenschutz und unterliegen strengen Einfuhr- und Handelsbestimmungen. So zum Beispiel Rio-Palisander (Dalbergia nigra), den Gitarrenbauer wegen seiner Härte und der schönen, dunkelbraunen Färbung gern als Griffbrett der Instrumente verbauten. Seit 1992 ist diese Holzart durch das Washingtoner Artenschutzabkommen (Convention on International Trade in Endangered Species = CITES) streng geschützt und im Anhang A, dem höchsten Schutzstatus, gelistet. Seitdem darf das Holz nicht mehr verwendet werden und daraus hergestellte Produkte unterliegen einem totalen Handelsverbot. .... weiter lesen >>>



Von der Brennerei zur Bioraffinerie: Organische Reststoffe zweifach energetisch nutzbar machen

Mo

04

Nov.

2013

Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Hochschule OWL aus den Fachrichtungen Getränketechnologie und Abfallwirtschaft/Deponietechnik entwickelt in einem neuen Projekt gleich zwei innovative Lösungsansätze zur Umwandlung von Biomasse zu Energieträgern: Sie erweitern eine Brennerei zu einer Bioraffinerie, in der zunächst Bioethanol aus lignocellulosehaltigen organischen Abfällen gewonnen wird, aus dessen Reststoffen im Anschluss wiederum Biogas und Biokohle hergestellt werden. Die fachbereichsübergreifende Forschungsarbeit „BioAL-COAL“ – wird mit über 430.000 Euro im Programm „IngenieurNachwuchs 2013“ des BMBF gefördert.

In Zeiten der weltweit zunehmenden Nachfrage nach fossilen Grundstoffen wie Erdöl oder Erdgas kommt der Nutzung nachwachsender Rohstoffe, insbesondere auch von organischen Abfällen und Reststoffen, eine immer höhere Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund entwickelt ein interdisziplinäres Forschungsteam der Hochschule OWL aus den Fachrichtungen Getränketechnologie und Abfallwirtschaft/Deponietechnik in einem neuen Projekt gleich zwei innovative Lösungsansätze zur Umwandlung von Biomasse zu Energieträgern: Sie erweitern eine Brennerei zu einer Bioraffinerie, in der zunächst Bioethanol aus lignocellulosehaltigen organischen Abfällen gewonnen wird, aus dessen Reststoffen im Anschluss wiederum Biogas und Biokohle hergestellt werden. .... weiter lesen >>>



Zukunftspreis Pfalz geht an Siegfried R. Waldvogel von der Uni Mainz

Mo

04

Nov.

2013

Univ.-Prof. Dr. Siegfried R. Waldvogel vom Institut für Organische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist mit dem Zukunftspreis Pfalz ausgezeichnet worden. Er erhielt den Preis für ein Forschungsprojekt zur Gewinnung von „grünem“ Vanillin aus Holzabfällen mit Hilfe von Strom. Die Auszeichnung erfolgte am 19. Oktober 2013 bei der Pfalzpreis-Gala des Bezirksverbands Pfalz. Der Verband verleiht die Pfalzpreise in den drei Kategorien Literatur, Geschichte und Zukunft, um Talente der Region zu fördern. Der Pfalzpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Zudem wurden die Preisträger mit einer Trophäe und einer Urkunde geehrt.

Von Holz als nachwachsendem Rohstoff wird vor allem der Zellstoff für die Papierherstellung genutzt. Doch was Buche, Eiche und andere Hölzer besonders witterungsbeständig und stabil macht, das sogenannte Lignin , muss abgetrennt und anderweitig verwendet werden. .... weiter lesen >>>



Die Statik historischer Klaviere

Mo

04

Nov.

2013

Historische Musikinstrumente erlauben authentische Einblicke in die Kultur - und Technikgeschichte. Diese zum Teil jahrhundertealten Stücke zu erhalten, stellt Museen und Sammlungen vor besondere Herausforderungen. Sie bekommen nun wissenschaftliche Hilfe aus dem Bauingenieurwesen. Statiker der TU Dresden wollen im Rahmen eines DFG-Projektes modellieren, wie genau Klimaschwankungen und mechanische Beanspruchungen sowie deren Wechselwirkungen den wertvollen Instrumenten schaden. Darüber hinaus wollen sie herausfinden, ob und unter welchen Voraussetzungen sie noch gespielt werden können. Die Wissenschaftler des Instituts für Statik und Dynamik der Tragwerke um Prof. Michael Kaliske kooperieren dazu mit dem Institut für Baustoffe der ETH Zürich, dem Händel-Haus in Halle/Saale und dem Musée d'Ethnographie in Genf. .... weiter lesen >>>

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