Baumrekorde / Biologie / Holz

Ramses
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Baumrekorde
Version 2.0

● Der älteste Baum

■ Alter Schwede - Der älteste Baum der Welt
Als ältester Baum der Welt gilt derzeit eine Fichte in Schweden. Mittels der Kohlenstoff 14-Datierung haben Forscher der Universität Umea ihr Alter auf sagenhafte 9550 Jahre bestimmt. Demnach ist die Fichte etwa doppelt so alt wie einige nordamerikanische Kiefern, die mit 4000 bis 5000 Jahren bislang als älteste lebende Bäume galten. Sie ist etwa doppelt so alt wie eine Gruppe Grannenkiefern in Kalifornien, die die bisherigen Rekordhalter waren (Grannen-Kiefer Metuselah, Sierra Nevada, 4800 Jahre alt). Weitere bis zu 20 Fichten die bis nach Lappland vorkommen wurden auf bis zu 8.000 Jahre bestimmt.
Lange Zeit glaubten die Wissenschaftler, dass die nachweislich ältesten Bäume der Welt ebenfalls in Kalifornien stehen, in den White Mountains: die "Bristlecone Pines" oder Grannenkiefern (Pinus aristata). Ihr Holz zeigt etwa 100 Jahresringe auf einem Zentimeter. Der älteste von ihnen heißt "Methuselah" und ist über 4700 Jahre alt. 4000 bis 5000 Jahre alt sollen die Tamrit-Zypressen im algerischen Tassiligebirge sein. Hier fehlt aber ebenso der exakte Beweis wie bei einer japanischen Sicheltanne auf der Insel Yakushima, deren Alter auf etwa 7000 Jahre geschätzt wird. Im Jahr 2008 haben schwedische Forscher jedoch eine kleine Fichte auf dem Berg Fulu im Zentrum des Landes gefunden, die auf ein Alter von 9550 Jahren datiert wird. Man darf gespannt sein, wann der nächste älteste Baum der Welt gefunden wird.

■ Der älteste Baum Europas (abgesehen von obiger Fichte)
Castagno dei cento Cavalli
Eine Edelkastanie auf Sizilien ist der älteste Baum Europas. vor 2000 bis 4000 Jahren hat sie sich Botanikern zufolge am Fuß des Vulkans Ätna breit gemacht. Seinen langen Namen verdankt der Kastanienbaum der hundert Pferde einer Legende: Demnach wurde einst eine Königin auf ihrer Reise durch Sizilien von einem Unwetter überrascht. In ihrer Verzweiflung entdeckte sie schließlich den riesigen Baum und fand mit ihrem Gefolge samt Pferden Schutz unter seinem Blätterdach. Die Kastanie der hundert Pferde soll früher übrigens noch viel größer gewesen sein: Heute ist der Baum in drei Stämme geteilt, doch vor 200 Jahren soll sein Umfang sagenhafte 58 Meter betragen haben - dagegen sähe selbst die Sumpfzypresse von Tule schmal aus.

■ Der aelteste Baum Deutschlands – 2000 bis 4000 Jahre alte Eibe im Allgäu.

■ Der aelteste Baum der Schweiz ist eine 1'500 Jahre alte Lärche im Kt. VS.

Die Methusalem – Lärche steht in Obergesteln (VS), ist hohl und hat einen Umfang von 7.4 m.

● Die älteste Baumart

■ Die älteste Baumart der Erde und vermutlich das älteste lebende Fossil in der Pflanzenwelt ist der Gingko-Baum (Ginkgo biloba).

● Der höchste Baum

■ Hyperion - Der höchste Baum der Welt

Der höchste Baum der Welt ist einer jener Küsten-Redwoods (Sequoia sempervirens). Erst im August 2006 wurde der 115 m hohe Gigant entdeckt und erhielt den Namen "Hyperion".
Der Hyperion ist der derzeit höchste anerkannte Baum der Welt (Stand 2007). Er ist ein Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) im Redwood-Nationalpark in Kalifornien mit 115,55 m Wuchshöhe. Benannt wurde der Baum nach dem Titanen Hyperion in der griechischen Mythologie. Er löste 2007 den bisherigen Rekordhalter Stratosphere Giant, ebenfalls ein Küstenmammutbaum, ab.Hyperion wurde am 8. September 2006 von Chris Atkins und Michael Taylor entdeckt. Die Baumhöhe wurde vom Baumforscher Steve Sillet bestätigt. Weil Küstenmammutbäume extreme Flachwurzler sind und eine Verdichtung des Bodens durch Besucher die Wurzeln des Baumes schädigen kann, wird der exakte Standort des Baumes nicht veröffentlicht. Es ist daher nur die Lage des Waldgebiets, nicht aber die des individuellen Baumes bekannt: 41° 12′ 40″ N, 124° 0′ 10″ W
Wo genau der Hyperion steht, wird übrigens geheim gehalten – Behörden befürchten, dass Touristen den Boden um den Baum herum platt trampeln und damit die Wurzeln des Küstenmammutbaumes schädigen könnten.
Bis 1995 war das mit 112 Metern der "Tall Tree" im Redwood National Park. Dann brach seine Spitze ab und der "National Geographic Society Tree" aus demselben Park rückte auf Platz eins vor. Neuere Messungen im Park ergaben aber, dass der Küstenmammutbaum "Hyperion" mit 115,5 Meter Wuchshöhe als Rekordhalter.
"Stratosphere Giant" im Humboldt Redwoods State Park (Stammhöhe 112,87 Meter, zweithöchster Baum auf der Erde).
Der höchste Baum der Erde stand bis zum Anfang des Jahrhunderts (20.) in Australien. Das Exemplar einer dort beheimataten Eukalyptus - Art wurde nach dem herbeigeführten Fall mit rund 133 Meter Höhe und einem Stamm - durchmesser von 5.5 Metern eingemessen.
Mit einer Höhe von 132,58 Metern hält ein im 19. Jahrhundert gemessener australischer Rieseneukalyptus den historischen Rekord.
Sowohl die Eukalyptusbäume Australiens als auch die nordamerikanischen Mammutbäume der Art "Sequoia sempervirens" können über 100 Meter hoch werden. In der kalifornischen Küstenregion stehen auch die aktuellen Rekordhalter. Bis 1995 war das mit 112 Metern der "Tall Tree" im Redwood National Park. Dann brach seine Spitze ab und der "National Geographic Society Tree" aus demselben Park rückte auf Platz eins vor.

■ Die grösste Kastanie der Welt

Die grösste Kastanie der Welt steht in St. Alfio, Sizilien. Eine Sage berichtet, bereits im 14. Jahrhundert war sie so mächtig und ausladend, dass es einer Königin samt ihrem Gefolge von 100 Reitern gelang, unter ihrem Kronenmantel Schutz vor einem Unwetter gefunden zu haben.

■ Deutschlands höchster Baum

Mit 62.45 m ist eine Douglasie im Stadtwald von Ebernach bei Heidelberg der höchste Baum Deutschlands.

■ Der grösste Wacholder der Welt

Der grösste Wacholder der Weltist der „Bennett – Wacholder“ in Kalifornien.
Er soll über 2000 Jahre alt sein.

■ Der größte Cashewbaum der Welt

Wer unter diesem Baum spazieren geht, glaubt, er steht im Wald . Aufgrund eines genetischen Fehlers wachsen die Äste dieses Cashewbaumes am Strand von Parnamirim im Nordosten Brasiliens nicht nach oben, sondern zur Seite. Ihr eigenes Gewicht drückt die Äste schließlich an den Boden, wo sie neue Wurzeln schlagen - ein vermeintlich neuer Baum entsteht. Der Cashewbaum von Parnamirim hat mittlerweile die Größe eines Waldes erreicht. Er erstreckt sich auf eine Fläche von 8500 Quadratmetern.

● Der kleinste Baum

■ Der kleinste Baum der Welt ist eine Weidenart und heißt Krautweide.

Als kleinsten aller Bäume bezeichnete bereits der schwedische Naturforscher Carl von Linne im Jahre 1753 die arktisch alpin verbreite Kraut Weibe (Salix herbacea),ein Gehölzwinzling,viel kleiner als ein Bonsai und gerade einmal streichholzlang (2cm).
Sie wächst in den Alpen, in der Arktis und in Nordasien und wird gerade mal 5 cm groß. Zu den kleinsten Bäumen zählen auch die Gingko - Bäume. Die niedrigsten Bäume sind Bonsai, die durch menschliche Eingriffe künstlich klein gehalten werden.

Zusatz:
Definition Baum/Strauch:
Ein Baum ist eine verholzte Pflanze, die normalerweise höher als 4.5 m wird und in der Regel nur einen einzigen Hauptstamm hat, zumindest als Jungpflanze. Bei kleinen Bäumen und grossen Sträuchern (im Bereich 3-6 m) wird häufig die Wuchsform als Unterscheidungskriterium herangezogen.

Bemerkung: Somit wäre der kleinste Baum per Definition 4.5 m.

● Der voluminöseste Baum (der massivste Baum)

■ General Sherman - Der größte Baum der Erde

Im kalifornischen Sequoia-Nationalpark (Yosemite) steht der größte bekannte Baum der Welt: Der 2700 Jahre alte Riesenmammutbaum „General Sherman", 1879 benannt nach einem Soldaten aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg. 1931 wurde das Volumen des Riesen vermessen. Das Ergebnis: Die Pflanze hat ein Volumen von 1490 Kubikmetern.
Im Januar 2006 verlor der General einen 30 Meter langen Arm von Zwei Metern Durchmesser - ein Ast , größer als so mancher Baum. Trotzdem ist der Koloss nach wie vor das größte Gehölz der Erde.
Er ist fast 85 m hoch, beim Wurzelanlauf knapp 12 m dick und in 55 m Höhe immer noch 4 m Durchmesser. Sein grösster Ast ist über 40 m lang und im Durchmesser etwa 2 m dick. Der gesamte Holzvorrat wird auf 1498 Kubikmeter geschätzt.
Mit ungefähr 1500 Kubikmetern Volumen ist er der mächtigste Baum der Welt. Er gehört zur Gattung der "Giant Sequoias" (Sequoiadendron giganteum), auch "Sierra Redwood" genannt.

● Der Baum mit dem grössten Gewicht

■ Mammutbaum in Kalifornien
Bäume sind darüber hinaus auch noch die schwersten Lebewesen. Der schwerste Baum dürfte ein Mammutbaum in Kalifornien sein. Gewicht: ca. 1200 Tonnen.

● Baum mit dem grössten Stammdurchmesser

■ El Árbol del Tule - Der dickste Baum des Planeten

Die betagte Sumpfzypresse im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca ist der dickste Baum der Welt. Die rund 2000 Jahre alte Pflanze wiegt mit 636 Tonnen mehr als doppelt so viel wie ein Airbus A 380. Ihr Stammumfang beträgt 45 Meter. Der Legende nach pflanzten aztekische Priester den Baum von Tule an einem heiligen Ort.
Als dickster Baum der Welt gilt derzeit ein Taxodium mucronatum
(Sumpfzypresse). Ein Baum dieser Art im südwestlichen Mexiko wurde an der Basis mit einem Umfang von 61 m vermessen. (Es wird vermutet, dass mehrere Bäume zusammengewachsen sind.)
Er ist weder der älteste noch der höchste Baum der Welt: der "Ahuehuete-Baum" in Santa Maria de Tule im Staat Oaxaca (Mexiko), genannt "El Gigante". 58 Meter Stammesumfang machen ihn zum Spitzenreiter in dieser Disziplin. Es handelt sich dabei um eine Mexikanische Sumpfzypresse (Taxodium macronatum).
Der dickste intakte Baum der Welt ist die Montezuma Zypresse «El Gigante» in Mexiko mit 35,8m Umfang.
Nach den offiziellen Angaben der mexikanischen SEDUE (Secretaría de Desarrollo Urbano y Ecológico) hat der „Baum von Tule“ bei einer Höhe von 41,85 m ein Gewicht von 636,107 Tonnen. In Bodennähe beträgt sein Umfang 46 Meter. Als man 1996 daranging, das abgestorbene Holz herauszuschneiden, fielen davon 10 Tonnen an. Einer lokalen Zapoteken-Legende nach wurde der Baum vor 1400 Jahren von Pechocha, einem Priester von Eehecatl (dem aztekischen Sturmgott), gepflanzt. Seine Position auf einer heiligen Stätte (später durch die Römisch-Katholische Kirche übernommen) ist ein Hinweis auf die Richtigkeit der Legende. Der Baum hat den Spitznamen „Baum des Lebens“ wegen all der (angeblich) sichtbaren Tiere an seinem knorrigen Stamm bekommen.

■ Die dickste Eiche Europas

Die Kvilleken oder Rumskullaeken ist eine rund 1000 Jahre alte Eiche im Nationalpark Norra Kvill in Schweden. Mit ihren 14.75 m Umfang ist die Kvilleken die dickste Eiche in Europa. Der Stamm ist zur Hälfte abgestorben. Dioeser Teil ist mit Seilen am restlichen Stamm befestigt. Die Kvilleken wurde erstmals 1772 erwähnt.

● Baum mit den grössten Früchten

■ Die größten Früchte wachsen auf dem indischen Jackbaum.

Eine einzige Frucht wiegt rund 25 kg. Sie ist gelb, oval und stachelig und kann roh oder gekocht gegessen werden.

● Baum mit den grössten Blättern

■ Die grössten Blätter tragen Palmen, die in Ostafrika, Madagaskar und Brasilien vorkommen.

Die größten Blätter hat eine Palmenart in Madagaskar. Sie können über 12 m lang werden.

● Baum mit dem ältesten Wurzelsystem

■ Die älteste Baumwurzel hat der 'Huon Pine", eine Kiefer.

Sie befindet sich in Tasmanien. Zahlreiche Stämme lassen auf einen Kiefernwald schliessen, aber es ist nachgewiesen, dass sie alle aus ein und demselben Wurzelgeflecht entspringen und ein einheitliches Genom besitzen.
10.500 Jahre alt ist das Wurzelgeflecht der sogenannten "Huon Pine" in Tasmanien - das haben Wissenschaftler herausgefunden. Aus den uralten Wurzeln sprießen immer wieder neue, genetisch identische Kiefern. Die Pflanze klont sich also immer wieder selbst. Die älteste Kiefer darunter ist etwa 2000 Jahre alt. Diesen Trick nutzen vor allem viele, sehr alte Pflanzen. Im Jahr 2009 haben kalifornische Wissenschaftler einen Busch gefunden, der sich seit 13.000 Jahren selbst klont. Er stammt also noch aus der letzten Eiszeit. Mittlerweile hat sich der Jurupa-Eiche getaufte Busch an die sengende Hitze Kaliforniens gewöhnt und sich demtentsprechend angepasst. Genug Zeit dazu hatte er ja.

● Der einsamste (isoliertester) Baum

■ L'Arbre du Ténéré - Der einsamste Baum der Welt

Schirmakazie und wichtiger Orientierungspunkt nahezu in der Mitte der Ténére- Wüste in Niger. Sie galt als isoliertester Baum der Erde – der einzige Baum in einem Umkreis von 400 km. Die Akazie wurde allerdings 1973 von einem LKW- Fahrer umgefahren.
Die Ténéré-Wüste im Norden des Nigers: Kein Wasser, kein Schatten, meilenweit nur Sand, Hitze, Trockenheit - und mittendrin ein Baum. Der Baum von Ténéré galt als einsamster Baum der Welt. Die Scheinakazie war ein echter Überlebenskünstler: Forscher fanden heraus, dass ihr Wurzelsystem 35 Meter in die Tiefe reichte, um an Wasser zu gelangen.
300 Jahre lang trotzte das zähe Gehölz Trockenheit und Temperaturen von 50 Grad, doch 1973 kam das Ende: Ein betrunkener Lastwagenfahrer schaffte es, den einzigen Baum im Umkreis von hunderten Kilometern umzufahren.
Eine andere Quelle beschreibt einen Baum in Neuseeland als den einsamsten Baum der Welt: Sein Nachbarbaum ist 220 km von ihm entfernt.

● Der Baum, der am schnellsten wächst

■ Holzpflanze mit dem schnellsten Wachstum ist eine tropische Bambusart

Den Rekord im schnellsten Wachstum hält eine tropische Baumart, die innerhalb von 3 Monaten eine Höhe von etwa 30 m erreicht. Die Spitzenwerte der Zuwächse wurden mit ca. 1 m pro Tag gemessen.

● Der nördlichste Baum

■ Der am weitesten im Norden - 72o 30' N, 102o 27' O - überlebensfähige Baum ist die Dahurische Lärche (Larix gmelinii).

Zudem zählt sie neben der Ostasiatischen Zwerg-Kiefer (Pinus pumila) zu den winterhärtesten Bäume, die Temperaturen von -70o C schadlos widerstehen können.

Die am nördlichsten lebenden Pflanzen sind der gelbe Mohn (Papaver redicatum) und der Salix arctica, eine Weidensorte. Sie überleben noch auf dem 80. Grad nördlicher Breite.

● Der Baum, der auf dem höchsten Standort wächst

■ Die schuppenrindige Tanne (Abies squamata) wächst auf 4600 m Seehöhe am Ost-Himalaya in Sichuan und ist damit der Baum, der der dünnsten Luft ausgesetzt ist.

● Der winterhärteste Baum

■ Dahurische Lärche (Larix gmelinii) und die Ostasiatische Zwerg-Kiefer (Pinus pumila):

Die winterhärtesten Bäume sind die Dahurische Lärche (Larix gmelinii) und die Ostasiatische Zwerg-Kiefer (Pinus pumila): Sie widerstehen Temperaturen bis zu −70 °C.

● Der Baum, mit den tiefsten Wurzeln, der Baum, der am tiefsten im Wasser steht

■ Australische Eukalyptusbäume

Australische Eukalyptusbäume können bis zu 220m tief ihre Wurzeln in den Boden senken um dort nach Wasser zu suchen.

● Der giftigste Baum

■ Eibe

Das Gift steckt fast überall: in den Blüten und Nadeln, vor allem in den Samen. Die für den Menschen lebensgefährliche Dosis liegt bei 1 Milligramm Eibentoxin pro kg Körpergewicht. Das Taxin in der Eibe, ein Gemisch aus 20 Substanzen, wirkt lähmend auf das Herz und das zentrale Nervensystem. Nach einer Stunde hat sich das Gift im ganzen Körper verteilt, beginnt überall gleichzeitig zu wirken: heftige Bauchschmerzen, Schwindelgefühl, Herzstillstand – ein schneller Tod, wenn die Dosis stimmt.

■ Buchsbaum

Der Buchsbaum ist in allen Teilen giftig; er enthält rund 70 Alkaloide, darunter Cyclobuxin D. Blätter und Rinde weisen einen Gesamtalkaloidgehalt von 3% auf.
Buchsbaum wurde bereits in der Antike gegen Husten, Magen- und Darmkrankheiten verwendet sowie gegen wiederkehrendes Fieber wie die Malaria. Angeblich ist Buchsbaum als Malariaheilmittel vergleichbar mit dem Chinin. Man benutzt Buchsbaum heutzutage wegen seiner Toxizität nur noch selten als Heilkraut, da die Dosierung problematisch ist. Überdosierung führt zu Erbrechen und Krämpfen bis zum Tod. In der Homöopathie kann Buchsbaum bei Rheuma verordnet werden.
■ Goldregen (Laburnum), auch Bohnenbaum, Goldrausch oder Gelbstrauch

Alle Pflanzenteile des Goldregens sind sehr giftig, besonders die Samen. Goldregen enthält das Gift Cytisin. Die tödliche Dosis für Kinder liegt bei 15-20 Samen.

● Der eigentümlichste Baum

Eine Frage die man wohl derzeit nicht eindeutig beantworten kann.

■ Der wohl eigentümlichste Baum ist wohl die in Namibia vorkommende welwitschia mirabilis (Welwitschie), deren Stamm im Boden verbleibt.
Die uralte Welwitschie, deren Alter auf 1500 Jahre geschätzt wird, bei Swakopmund, Namibia. Stammumfang: über 8 m, Höhe etwa 1.50 m.
Die "Welwitschia Mirabilis" ist die wohl berühmteste Pflanze in Namibia. Sie wird rund 1000 Jahre alt, in Einzelfällen bis zu 2000 Jahren. Im Jahre 1859 wurde das 'lebende Fossil' durch den österreichischen Botaniker Dr. Welwitsch erstmals entdeckt und darum nach ihm benannt. Die Welwitschia-Pflanze besitzt lediglich zwei Blätter, die jedoch im Laufe der Jahre vom Wind zerfranst werden.

■ Ein weiterer sehr markanter Baum ist der Drachenbaum (Drago Milenario).
600 Jahre alter Kanarischer Drachenbaum in Icod de los Vinos, Teneriffa – ein Wahrzeichen der Insel.

● Der seltenste Nadelbaum

■ Wollemia nobilis

Erst im Frühjahr 1994 entdeckte der Botaniker David Nobilis in einer feuchten Schlucht des Wollemi-Nationalparks in den berühmten Blue mountains bei Sydney Australien eine Baumart, deren nächsten Verwandten man bis dahin nur aus Fossilien aus der Jura-, bzw. Keidezeit kannte. Sie erhielt den wissenschaftlichen Namen Wollemia nobilis nach dem Wuchsgebiet sowie dem Entdecker. Unterdessen kennt man drei getrennte Populationen dieser Wollemikiefer mit zusammen etwa 100 Individuen.

● Der seltenste Laubbaum

■ Sophora toromiro

Von dem auf der Osterinsel beheimateten Toromiro (Sophora toromiro) brachte der schwedische Forschungsreisende Thor Heyerdahl von seiner berühmten Expedition (1955-1956) einige Samen des vermutlich letzten Exemplares nach Europa.

● Die grössten Nadelholz - Zapfen

■ Zuckerkiefer

Die grössten Zapfen aller Nadelhölzer besitzt die im westlichen Nordamerika heimische Zuckerkiefer. Sie können eine Länge von bis zu 60 cm erreichen und sind im geöffneten Zustand bis zu 25 cm breit. Die Zuckerkiefer ist auch die höchste aller Kieferarten (bis über 80 m).

● Das teuerste Holz

■ Perfekt geflecktes Schlangenholz

Das Schlangenholz ist eines der teuersten Hölzer und wird mit Fr. 200.-- pro Kg gehandelt.

■ Wüsteneisenholz

Eins der teuersten Hölzer ist heutzutage schön gemasertes Wüsteneisenholz

● Das schwerste (härteste) Holz

■ Ipé, Pockholz, Schlangenholz sind die härtesten natürlich vorkommenden Hölzer

Die Holzart Ipé, auch "Eisenholz " (aus dem Ipe-Baum) genannt, kommt aus dem nördlichen Südamerika, vorzugsweise aus Brasilien. Ipé ist eines der härtesten natürlich vorkommenden Hölzer und wird u.a. im Brücken- und Wasserbau oder für Eisenbahnschwellen eingesetzt. Die Eigenschaften wie Dauerhaftigkeit , Härte und Quell-Schwundverhalten sind ausgezeichnet. Pinholes (Wurmlöcher) sowie das Ausbluten des Holzes (wie bei Bangkirai) sind nicht bekannt. Gewicht: ca. 1.050 bis 1.300 kg/cm3 in ungetrocknetem Zustand (Dichte hoch genug, dass es im Wasser untergeht)
Pockholz gehört ebenfalls zu den schwersten Hölzern, mit einer spezifischen Dichte von 1,23. Schlangenholz ist sehr hart mit einer Dichte von 1,20 – 1,35.

● Das schwerste (härteste) Nadelholz der Welt

■ Pitchpine, Pechkiefer, Pinus rigida
Pitchpine [pit pain: englisch], aus Nordamerika eingeführtes Holz der Sumpfkiefer, Pinus palustris,
und der Pechkiefer, Pinus rigida; zu Fußböden, Möbeln und im Schiffbau verwendet.
Pechkiefer, Pinus rigida, eine Art der Kiefer in den nordöstlichen Teilen der USA; bis 28 m hoher Baum mit
schwarzgrauer, rissiger Rinde, Lieferant des Pitchpine-Holzes.

Mit Pitchpine (vom englischen Begriff Pitch Pine für die Pechkiefer, lat. Pinus rigida) werden schwere und
kernholzreiche Kiefernhölzer bezeichnet. Der Begriff bezeichnet keine spezielle botanische Art, sondern ist
ein Sammelbegriff der Holzwirtschaft für die beste Qualität an Nadelholz ("das härteste Nadelholz der
Welt"), das heute kaum noch verfügbar ist. Dieses Kernholz hat teilweise Jahresringe unter 1mm Breite, ist
sehr harzreich und mit ca. 0.710 g/cm³ dementsprechend schwer.

Diese Holzqualität stammte aus dem Südwesten der USA und Mittelamerika, insbesondere Honduras
(Honduras Pitch Pine) von sehr alten und großen Bäumen, die inzwischen weitgehend gefällt sind. Pitchpine
wird vorwiegend zur Herstellung von Fußbodendielen, Wand- und Deckenverkleidungen verwendet. Da das
Holz sehr häufig als Dielen in Gebäuden der Gründerzeit verwendet wurde und die damals verbauten
Holzqualitäten rar sind, gibt es einen Markt für alte Dielen.

Früher war "Pitch Pine" außerdem einer von mehreren englischen Begriffen für die Sumpfkiefer (Pinus
palustris).

● Das leichteste Holz

■ Balsaholz mit einer Dichte von ca. 0.20 g/cm3

■ Die wertvollsten heimischen Holzarten

Wertvolle Furnierstämme beispielsweise vonm der Eiche oder seltenen Holzarten wie der Elsbeere können beim Verkauf Spitzenerlöse von über 5000 Euro/m3 erbringen.

● Das giftigste Holz

■ Holz des Buchsbaum, Holz der Eibe

● Der Baum, der auf der Welt am häufigsten vorkommt .

Eine Frage die man wohl derzeit nicht eindeutig beantworten kann. Es ist eine recht exakte Schätzung möglich.
Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sind dies Nadelbäume in der Taiga. Da dort auf Grund des harten Klimas eine geringe Artenvielfalt herrscht, überwiegen hier die Nadelbäume. Auch die Ausbeutung durch den Menschen wird durch das rauhe Klima doch sehr erschwert als in anderen Regionen unserer Erde.
Gemäß Expertern gelten die drei dort vorkommenden Baumarten als die häufigsten unserer Welt:

■ Kanadische oder Schimmelfichte (Picea glauca)
■ Dahurische Lärche (Larix gmelinii)
■ Sibirische Lärche (Larix sibirica)

Eine Statistik gibt es darüber aber nicht. Die drei Baumarten werden sozusagen von Experten als die Favoriten angesehen.

■ Die vorherrschendste Baumart der CH mit rund 48 Prozent als auch in Europa ist die Fichte.

● Der grösste Wald der Welt

■ Südamerika, Amazonas

Der grösste Wald der Welt umfasst 1.1 Mia ha, das sind 25 % aller Wälder der Erde. Den grössten tropischen Wald gibt es im Amazonasgebiet in Südamerika. Er ist 330 Millionen ha gross.

Stand der Recherchen: 11. Februar 2011

Noch nicht gefundene Werte:

● Der hitzeresistenteste Baum

Bemerkungen:

■ Wussten Sie schon, dass die Anzahl der Bäume in Bundesrepublik Deutschland ca. 35 Milliarden beträgt?
Das sind etwa 30% der gesamten Landfläche.

Wenn jemand weitere Rubriken für Rekorde der Bäume oder des Holzes weiss, bitte melden !
Sorry, ich weiss noch nicht wie man formattiert...

Holzi
Bild von Holzi
Hallo Ramses, ich finde das

Hallo Ramses,
ich finde das sieht gut aus so und eine schöne zusammen Fassung.

Oder was gefällt dir an der Aufzählung so nicht, ich kann dir das dann so bearbeiten und du kannst schauen wie es geht.

Gruß

Michael Finger
Holztechniker

Statistik->Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können.
– Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humori



curculio nucum
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wow das fetzt! habe nur mal

wow das fetzt!
habe nur mal schnell so drüber gelesen und bin begeistert. das muss ich mir mal in aller ruhe ansehen.
Smiley

ich habe gar keine signatur!



Ramses
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Neu hinzugefügt: Das

Neu hinzugefügt:

Das schwerste Nadelholz (nach der Rubrik das Schwerste Holz ).

Gruss

Ramses



Hans Raimann
Bild von Hans Raimann
gibt es die angekündigte

clown gibt es die angekündigte obige Liste mit bildern schon?
wäre dankbar auch nur von einem teil. Danke



Gast
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Als Österreicher sollten

Als Österreicher sollten sie doch die älteste Eiche Europas erwähnen. Sie steht in Bierbaum, Bezirk Fürstenfeld und wird auf 1000 Jahre geschätzt. Ich sage das, weil ich aus diesem Bezirk komme...und es bei uns so schön ist. Love
Lg Gabi Wagner



Gast
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Älteste Platane steht

Älteste Platane steht vermutlich auf Kreta, Wikipedia irrt hier.
Hier der Link: http://www.kraftort.org/Weltweit/Europa/Griechenland/Kreta/kreta.html
Ich war selbst mehrfach dort. Würde mich nicht wundern, wenn sie deutlich älter wäre. Die Römer haben nicht umsonst einen Weg dorthin angelegt.
Ältester Olivenbaum:
Hier der Link:
http://www.tui.com/reiseexperten/tipps/der-aelteste-und-groesste-olivenb...
War ebenfalls dort. Ist schwer zu finden. Altersangabe ungenau.
Im Hochgebirge gibst einige Bäume, die eventuell deutlich älter sind.



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