Giftbäume

Ramses
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Hallo zusammen

Hab mal recherchiert, was da so Stand der Dinge ist.
Wenn Ihr Infos darüber habt, bitte melden.

Bisherige Infos zu Giftbäume:

Buchsbaum
Goldregen
Eibe
Christuspalme (Wunderbaum, Ricinus communis L.)
Oleander (Nerium oleander)
Faulbaum
Europäisches Pfaffenhütchen
Europäische Stechpalme
Lebensbaum
Wacholder
Robinie
Javanischer Giftbaum (Antiaris toxicaria)
Sadebaum (Juniperus Sabina L.)

Buchsbaum
Buchsbaum (Buxus sempervirens): immergrüne Heckenpflanze, der giftige Baum ist in allen Pflanzen-Teilen giftig, aber speziell die Blätter sind mit Vorsicht zu behandeln und enthalten das Alkaloid Cyclobuxin D.

Faulbaum
Faulbaum (Rhamnus frangula): alle Pflanzen-Teile sind giftig durch Anthra-Glykoside bzw. Anthranoide von Emodin (z.B. Frangulin, Glucofrangulin), speziell die Beeren können für kleine Kinder giftig sein.

Goldregen
Gemeiner Goldregen (Laburnum anagyroides): Blätter und Samen enthalten das Alkaloid Cytisin.

Christuspalme (Wunderbaum, Ricinus communis L.)
Alkaloide im Rizinusöl sind Nudiflorin, Ricinidin und Ricinin.
Rizin ist eines der potentesten natürlich vorkommenden Gifte überhaupt und außerdem sehr leicht herstellbar. Da es auch über die Atemwege wirkt, wurde es von der britischen Armee auf seine Verwendbarkeit als Kampfstoff geprüft, sein Einsatz jedoch verworfen und die entsprechenden Vorräte vernichtet, insbesondere, da es sich nur schwer als Aerosol verteilen lässt und eher für Anschläge auf Einzelpersonen geeignet ist. Trotz seiner mangelnden Eignung für einen Angriff mit dem Ziel von Massentötungen ist Rizin in der Liste 1 der Chemiewaffenkonvention (CWC) aufgeführt, welche die giftigsten Toxine enthält, und zugleich auch in der letzten Version der Bio- und Toxinwaffen-Konvention (BTWC).

Oleander (Nerium oleander)
Oleander enthält das herzwirksame Glykosid Oleandrin. Es bewirkt Kopfschmerzen, Übelkeit und Krämpfe in der Stärke des Giftes des roten Fingerhutes. Bei stärkerer Dosierung können Herzrhythmusstörungen und Blockierungen der Erregungsleitung am Herzen auftreten, die zum Herzstillstand führen und tödlich enden können. Manchmal gelangt das Gift bei der Arbeit mit der Pflanze durch kleine Wunden in die Haut und kann Reizungen auslösen. Da die Blätter des Oleander extrem bitter schmecken, ist die Gefahr gering, dass kleine Kinder Oleander im Garten verzehren könnten. Jedoch schreiben schon antike Dichter über die Wirkungen der Pflanze, und im Mittelalter ist der Saft der Pflanze gegen Mäuse und Parasiten verwendet worden. Auch der gelbe Oleander (Thevetia peruviana) gilt als besonders giftig.

Europäisches Pfaffenhütchen
Europäisches Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus): auch Gewöhnlicher Spindelstrauch, Giftpfanze des Jahres 2006, giftig ist der gesamte Baum, aber vor allem die roten Früchte und Samen. Sie enthalten z.B. das Herzglykoside Evonosid oder das Alkaloid Evonosid.

Eibe
Europäische Eibe (Taxus baccata): Holz , Nadeln, Rinde , Samen der immergrünen, kleinen Nadelbäume enthalten verschiedene Alkaloide wie z.B. Taxin, wobei die Giftigkeit im Winter größer ist und vom jeweiligen Baum abhängt.

Sadebaum (Juniperus Sabina L.)
Der Sadebaum ist in allen Teilen giftig. Verantwortlicher Hauptwirkstoff ist das ätherische Sadebaumöl. Im Vergleich zum Öl des Gemeinen Wacholders (Juniperus communis) enthält es weit mehr Ester, hat einen höheren Acetyl Gehalt und ist rechtsdrehend. Das Sadebaumöl enthält vor allem α-Pinen und Cadinen, aber auch bis zu 50 Prozent Sabinen, 35 % Sabinyl Acetat sowie Sabinol und Diacetyl.

Europäische Stechpalme
Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium): Beeren und Blätter sind sehr giftig und enthalten z.B. das Alkaloid Theobromin, Glykoside und giftige Farbstoffe, die Früchte zudem Triterpene und die Blätter Saponine.

Lebensbaum
Lebensbaum (Thuja occidentalis): der immergrüne giftige Baum enthält das Monoterpen Thujon.

Wacholder
Gemeine Wacholder (Juniperus communis): schwach giftig sind die Beeren, die Nierenschädigungen zur Folge haben können bei Verzehr größerer Mengen, Baum des Jahres 2002.

Robinie
Gewöhnliche Robinie/Scheinakazie (Robinia pseudoacacia): Borke und Samen von dem giftigen Baum enthalten Lektine (Phasin, Robin) und verschiedene Glycoside, wobei die Giftstoffe in der Borke höher konzentriert sind.
Die Robinie ist auch für Hunde, Katzen, Nagetiere, Pferde, Vögel (Wellensittiche) und andere Haustiere ein giftiger Baum.

Javanischer Giftbaum (Antiaris toxicaria)
Upas heißt in Ostindien Gift, und Bohun Upas sollte zufolge der seit 1783 bekannt gewordenen Angabe eines holländ. Wundarztes, übereinstimmend mit frühern sagenhaften Nachrichten, ein Giftbaum sein, welcher auf Java in einem tiefen, von Felsen umgebenen Thale wachse und auf halbe Stunden und weiter in der Richtung des von ihm herwehenden Windes die Atmosphäre durch seine Ausdünstungen vergifte. Das giftige Harz oder der Saft desselben werde daher auch nur von dazu verurtheilten Verbrechern geholt, welche sich das Gesicht sorgfältig vermummten und jede mögliche Vorsicht anwendeten, allem doch größtentheils bei ihrem Vorhaben umkämen, daher jenes Thal mit den Gebeinen derselben wie besäet sei. Durch engl. Forscher wurde jedoch die Unwahrheit dieser Nebenumstände später dargethan und der Giftbaum, von welchem das mit Bohun Upas gleichbedeutende Upas antshar geheißene Gift auf Java herkommt, beschrieben. Dieser besonders im östl. Theile von Java vorkommende Baum (Antiaris toxicaria) wird bis gegen 80 F. hoch, hat einen geraden, runden, bis nahe am Gipfel astlosen Stamm , breitet sich aber in der Nähe der Wurzel in zahlreichen Schößlingen aus und ist mit einer dicken, weißen Rinde bedeckt. Auf das Gedeihen von andern Pflanzen in seiner Nähe hat er keinen Einfluß, und nur wenn die Rinde desselben verletzt wird, fließt ein milchiger Saft aus. Unter Zusatz von Zwiebeln, Knoblauchsaft, Pfeffer und einigen andern Gewürzen wird daraus jenes gefährliche Gift bereitet, in welches die Eingeborenen von Macassar, Borneo und den Inseln des ind. Archipels ihre Pfeile und Dolche tauchen, mit denen die geringste Verwundung tödtlich ist. Ein ebenso verderbliches Gift, Upas tieuté oder Upas tscheltik, wird von ihnen aus der armsstarken Wurzel eines rankenden Strauches (Strychnos Tieuté) durch Auskochen derselben und Beimischung einiger anderer Pflanzenstoffe erhalten. Die Spitzen der vergifteten Pfeile bestehen aus kleinen Haifischzähnen, dünnen und locker befestigten Kupferblättchen oder sind überhaupt sehr sein und nadelförmig zugespitzt, sodaß sie eine sehr kleine, daher wenig blutende Wunde machen und leicht abbrechen und theilweise darin zurückbleiben.
Quelle: garten-treffpunkt.de

Bemerkung:
Die Frage, welcher Baum giftig ist, hängt stets vom Lebewesen ab (Mensch oder Tier), vom Alter (Erwachsene oder Kinder) sowie vom individuellen Körpergewicht und Gesundheitszustand.
Von großer Bedeutung für die Zuordnung von Bäumen zu den Giftbäumen ist außerdem die Dosis und/oder absolute Menge der aufgenommenen giftigen Pflanzenteile.

E-Mail an : woodsurfer@bluewin.ch

Ramses
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Holzart Wenge: Holzsplitter

Holzart Wenge:
Holzsplitter der Wenge führen beim Menschen zu Hautentzündungen, der Holzstaub kann Hautreizungen und Magenkrämpfe auslösen.



Holzi
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Guten Morgen Ramses, wenn du

Guten Morgen Ramses,
wenn du da noch mehr von zusammen tragen kannst, würde ich das mit in den Holzatlas einpflegen, wenn es dir recht ist. Das Interessiert sicher auch Besucher von dem Holzatlas.

Gruß

Michael Finger
Holztechniker

Statistik->Die einzige Wissenschaft, bei der verschiedene Experten aus denselben Zahlen unterschiedliche Schlüsse ziehen können.
– Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humori



freemindswood
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Guten Morgen ... ... ich

Guten Morgen ...

... ich frage mal ganz detailiert zur Robinie: Soweit mir bekannt ist, bezieht sich die Giftigkeit bei Robinien lediglich auf die Borke/Rinde . Das bedeutet, getrocknetes, verarbeitetes (geölt oder gewachst) Holz ist nicht giftig, oder? Ich frage deshalb, weil ich Robinie selbst immer wieder verarbeite ...

Grüsse
Fritz



Holzi
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Hallo Fritz, es hat ein

Hallo Fritz,
es hat ein wneig länger gedauert mit der Antwort, da ich mich doch erst mal ein wenig Kundig machen mußte.

Man sollte beim schleifen von Gerbsäurehaltigen Hölzern immer eine Atemmaske tragen, da Gerbsäure giftig ist, vor allem wenn man öfter damit zu tun hat. Robine hat eine Säure im Holz , daher wird dazu geraten bei der Täglichen Verarbeitung eine Atemmaske zu tragen.

Gruß

Michael Finger
Holztechniker

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– Evan Esar (1899-1995), amerikanischer Humori



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