Grundlagen des Holzes

Wie wir ja nun wissen, ist der Baum ein pflanzliches Lebewesen, d.h. er nimmt die zu seinem Wachstum nötige Kohlendioxid aus der Luft auf. Unter Mitwirkung von Licht und Wärme wird die aufgenommene Kohlendioxid in Kohlenstoff und Sauerstoff geteilt. Der Sauerstoff wird dabei an die Umwelt abgegeben. Mit dem zurückgebliebenen Kohlenstoff und mit Wasser werden energiereiche Kohlenhydrate (Zucker) aufgebaut. Am gesamten Stoffwechsel sind noch viele Stoffe beteiligt, darunter auch über die Wurzel aufgenommene Mineralstoffe bzw. Elemente. Wenn neues Holz entsteht, dann ist das die Folge vieler Zellteilungen im Kambium , eine dünne Zellschicht unter der Rinde . Die dort entstandenen Zellen bilden eine Zellwand, in der aus den Zuckern Zellulose und Hemizellulosen gebildet werden. Später kommt noch Lignin hinzu, welches zur weiteren mechanischen Stabilisierung der Holzzellen beiträgt.

Durch die Zellulose bzw. Hemizellulose in der Zellwand wird Holz feuchteempfindlich. Bei aufgenommener Feuchtigkeit vergrößern Zellen ihr Volumen, da sich Wassermoleküle in der Zellwände einlagern. Nach Feuchteabgabe kommt es hingegen zur Abgabe der Wasssermoleküle. Diese Eigenschaft, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, behält das Holz bei, auch wenn es geschnitten und längst verarbeitet ist.

Das Ausdehnen nennt man das "Quellen", das Zusammenziehen das "Schwinden ", die Veränderung der Form bzw. Bewegung des Holzes bezeichnet man mit "Werfen" oder Verziehen und Reißen. Diese Eigenschaften des Holzes fasst der Tischler unter dem Begriff "Arbeiten" zusammen.

Die Literatur und Quellen aus den die Texte entstanden sind, findet man unter Literaturnachweis



Wurmi