Holzbearbeitungsmaschine für die Tischlerei

Die eigentliche Gestalterin handwerklicher Arbeitsleistungen ist und bleibt die Hand. Ohne gründliche Schulung der Hand ist eine handwerkliche Betätigung in der Tischlerei nicht denkbar. Die Handarbeit zwingt zum Nachdenken, sie fördert das Vorstellungsvermögen, sie erzieht zur Genauigkeit, Gewissenhaftigkeit, fördert die Freude an der Arbeit und schafft das Standesbewustsein und die Standesehre, die das Handwerk einst so stark machten. Nur wer die Grundelemente seines Handwerks kennt und mit der handwerklichen Arbeitsweise vertraut ist, kann sich der Maschinen als Helferin bedienen.

Allein dass man in einer gut ausgestatteten Werkstatt einige Hundert verschiedener Werkzeuge arbeitet macht die Tätigkeit abwechslungsreich als Tischler. Neue oder gebrauchte Werkzeugmaschinen sind daher für einige größere Tischlereibetriebe durchaus sinnvoll, um sich gegebenenfalls selbst spezielle Werkzeuge anfertigen zu können.

Solange die Maschine die handwerkliche Güterleistung nicht vermindert oder sogar steigert, ist ihre Benutzung nicht nur berechtigt, sondern im Interesse eines leistungsfähigen Handwerks sogar notwendig bei dem Tischler. Die gesteigerte Leistungsfähigkeit neuzeitlicher Holzbearbeitungsmaschinen muß sich auch das Handwerk zunutze machen. Die Maschine ist als ein verfeinertes und in seinen Leistungen gesteigertes Handwerkszeug zu betrachten in der Tischlerei. Wo ihre Anwendung unter Beibehaltung handwerklicher Gesinnung und im Geiste handwerklicher Güterleistung erfolgt, wird die Eigenart und das Ansehen des Handwerkerstandes nicht verloren gehen.

Die Handhabung der Maschinen bedingt, dass der daran Arbeitende Tischler über den Aufbau und die Wirkungsweise unterrichtet ist. Die hohen Umdrehungen der Holzbearbeitungsmaschinen ergeben eine erhöhte Unfallgefahr gegenüber anderen Berufen. Es ist daher notwendig, dass alle Gefahrenquellen erkannt und durch entsprechende Maßnahmen beseitigt werden durch den Tischler.

Die Literatur und Quellen aus den die Texte entstanden sind, findet man unter Literaturnachweis



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