Bei Temperaturschwankungen unterliegen Stoffe jeglicher Art Dimensionsschwankungen. Der materialspezifische Längenausdehnungskoeffizient ist bei Holz im Vergleich zu anderen Werkstoffen sehr gering und braucht für Standsicherheitsbetrachtungen daher im Regelfall nicht berücksichtigt zu werden.
Auch bei hohen Temperaturen tritt über längere Zeiträume hinweg keine thermische Zersetzung ein. Erst oberhalb von 60–80 °C finden allmähliche, mit steigender Temperatur sich beschleunigende chemische Veränderungsprozesse statt.
Aus der nachstehenden Tabelle ist zu erkennen, dass das Längenausdehnungsverhalten bei Werkstoffen aus Kunststoff gegenüber Metall und Holz erheblich abweicht. So wird etwa im Automobilbau ein verstärkter Einsatz von neu entwickelten Holz- und Holzverbundwerkstoffen angestrebt.
| Werkstoff | Längenausdehnungskoeffizient |
|---|---|
| Aluminium | 24m x 10-6/°K |
| Stahl V2A | 16m x 10-6/°K |
| Guss | 12m x 10-6/°K |
| Holz | 5m x 10-6/°K |
| Polyamid | 120m x 10-6/°K |
| Polyäthylen | 200m x 10-6/°K |
| PVC | 175m x 10-6/°K |
Aufgrund seines anatomischen Aufbaus mit dünnen Zellwänden und zwischenliegenden Hohlräumen ist der Werkstoff Holz das Vorbild vieler synthetischer Dämmstoffe. Neben hoher Festigkeit besitzt er hiermit sehr gute Wärmedämmeigenschaften.
Die Literatur und Quellen aus den dieTexte entstanden sind, findet man unter Literaturnachweis