An einer Gabelprobe sieht man am besten die Trocknungsfehler, die beim Holz
auftreten können. Die Gabelprobe ermöglicht einem aber auch die Überprüfung der Spannungszustände im Trockengut. Aus lose in dem Trockenstapel eingelegten Korntrollbrettern werden Proben entnommen und
gabelförmig eingeschnitten. An der Stellung der Gabelzinken kann der jeweilige Spannungszustand ermessen werden, nach F. Kollmann; 1955.

Die Verschalung
, die beim Trocknen auftritt ist im submikroskopischen Strukturbereichund hat somit keinen Einfluss auf die Güte des Holzes. Wir aber in der außen Zone der Fasersättigungsbereich
wieder überschritten und das Feuchtgefälle ist zu groß zum inneren Zone, ist der Verschalungsprozess nicht mehr aufzuhalten und es bilden sich innen Risse. Der Kern versucht jetzt gegenüber der Überdehnten außen Zone zu schwinden
. In der innen Zone entstehen Zugspannungen, was die außen Zone unter Druck setzt. Ein weiterer Trocknungsfehler ist der Zellkollaps
, hier ist es genau Umgekehrt. Die äußere Zone steht unter Zugspannung und die innere Zone unter Druckspannung, die innere Zone kollabieren und es entstehen an der
Außenfläche Risse.
Die drei Trocknungsstadiums werden auch bei der Freilufttrocknung
erreicht. Bei dem 3 Stadium kann man bei der Freilufttrocknung, nur hoffen das das Wetter nicht noch trocknere Luft ergibt oder mehr Wind bringt.

Feuchtes Holz vor der Trocknung
.
Trocknung beginnt mit Abgabe von freien Wasser.

Bei Trocknungsbeginn wirken außen Zugspannung. Das heißt: Die Außenzonen stehen unter anwachsender Zugspannung, während in den noch feuchten Innenzonen keine Schwindbewegungsauftritt, was zu Druckspannung führt. Feuchte wandert von der innen Zone in die
außen Zone.

Nach weiterer Trocknung und einsetzender Schwindung
im Inneren wird ein Spannungsausgleich erzielt.

Die während kurzer Zeit ausgeglichene Spannung
verändert sich bei fortgesetzter Trocknung; außen wirken Druckspannungen, innen Zugspannungen . Die Gabelprobe ergibt das für die Verschalung typische Bild. Starke Verschalung führt zu Innenrissbildung. Alle Zonen sind unterhalb Fasersättigung, erreichen hoffentlich eine gleichmassige niedrige Gleichgewichtsfeuchte
.

Durch rechtzeitiges Dämpfen und Konditionieren
wird eine Spannungsumkehrung erreicht und ein spannungsfreies, trockenes Holz erzielt werden.

Die Trocknung ist abgeschlossen, das Holz ist spannungsfrei und hat sich der Umgebungsfeuchte angepasst.
Die Literatur und Quellen aus den dieTexte entstanden sind, findet man unter Literaturnachweis