Psychometer

Nach dem Gesetz vom hygroskopischen Gleichgewicht entspricht jedem Luftzustand eine ganz bestimmte Holzfeuchte . Lufttemperatur und relative Luftfeuchte sind deshalb beim Trocknen von Holz sehr wesentliche Faktoren, die möglichst genau kontrolliert werden müssen. Hierzu dient das Psychrometer .

einfaches Psychometer

Es besteht aus einem trockenen und einem feuchtgehaltenen Thermometer, die gemeinsam mit einem Wasserbehälter auf einer Grundplatte montiert sind. Das trockene Thermometer steckt in einem durch löcherten Metallrohr. Seine Aufgabe ist, die Temperatur des Trockners anzuzeigen. Das zweite Thermometer (Naßthermometer) ist ebenfalls durch ein Rohr geschützt, aber so, daß die Kugel mit Quecksilbervorrat 2-3 cm aus dem Schutzrohr herausragt. Dieses Thermometerende muß von einem gut saugfähigen Mull- oder Gazestreifen umgeben sein, dessen Enden in den Wasservorratsbehälter tauchen.

Streicht nun an dem Naßthermometer Luft vorbei, dann verdunstet an der Gazeumwicklung Wasser, es wird dadurch Verdunstungskälte erzeugt ( Äther auf die Hand geschüttet, zeigt den gleichen Vorgang), und die Temperatur des Thermometers sinkt. Trockene Luft kann viel Wasser verdunsten, also viel Verdunstungskälte erzeugen, das Thermometer sinkt stark ab, und es ergibt sich ein großer Anzeigeunterschied zwischen Trocken - und Naßthermometer. Bei feuchter Luft verdunstet weniger Wasser, es wird weniger Verdunstungkälte erzeugt, daß Naßthermometer fällt weniger, und die Anzeigedifferenz ist folglich klein. Bei 100% gesättigter Luft kann kein Wasser verdunsten, dementsprechend bleibt das Naßthermometer auf dem Stand des trockenen stehen -- Anzeigeunterschied = null.

Die Differenz zwischen Trocken- und Naßthermometer ist demzufolge ein Maß für die relative Luftfeuchte.

Die Literatur und Quellen aus den die Texte entstanden sind, findet man unter Literaturnachweis



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