Die technische Holztrocknung
erfolgt in abgeschlossenen Trocknungskammern, in denen das Klima gezielt so beeinflusst wird. das die Holzfeuchte
schnell und schonend entweichen kann.
Nadelhölzer können getrost etwas schärfer angefaßt werden z.B. mit 12% eingestellter Holzfeuchte ( Gleichgewichtsfeuchte
) anstatt 14 bis 15%, ohne das Rißgefahr bestehen würde. Laubhölzer dagegen, z.B. Buche oder gar Eiche, sollten in einem Klima getrocknet werden, daß rund 16 bis 18% Holzfeuchtigkeit (Gleichgewichtsfeuchte) entspricht.
Kennzeichnend für den Klimazustand und damit für die augenblicklich angestrebte Holzfeuchte ist also neben der Höhe der Temperatur vor allem der Anzeigenunterschied zwischen Trocken
- und Naßthermometer des Psychrometers. Zuvor seien noch die Hilfsmittel genannt, welche einer Veränderung des Klimastandes dienen.
Eine Verringerung des Anzeigeunterschiedes, also höhere Luftfeuchte = höhere Gleichgewichtsfeuchte = sanftere und langsamere Trocknung
, erzielt man durch:
Eine Vergrößerung ergibt sich durch:
Nadelhölzer, ob waldfrisch
oder luftvorgetrocknet, entwässert man mit Temperaturen zwischen 70
und 85°C, in Hochtemperaturkammern mit Temperaturen um etwa 110°C. Laubhölzer im grünen Zustand vertagen nur Temperaturen von 50 bis 70°C, unterhalb 30% Holzfeuchte sind Temperaturen von 70 bis 85°C zulässig, möglicherweise sogar Temperaturen über 100°C (z.B. bei dünnen Hölzern).
Die Literatur und Quellen aus den dieTexte entstanden sind, findet man unter Literaturnachweis