Kondensationstrocknung / Kondensationstrockner

Die Kondensationstrocknung, ein Verfahren bei dem der Luft die Feuchtigkeit entzogen wird und das Trocknungsgut zum Beispiel durch Elektrowärme aufgeheizt wird. In der Schnittholztrocknung nur noch eine untergeordnete Bedeutung. Im Gegensatz zur Frischluft-Abluft -Trocknung wird hier die Luft in einem geschlossenen Kreislauf geführt und an einem Kühlaggregat oder Sorptionsrad entfeuchtet. Es handelt sich aber immer noch um ein Verfahren der Verdunstungstrocknung.

Grundlagen der Kondensationstrocknung

Die erreichbaren Prozesstemperaturen sind durch das verwendete Kältemittel der Wärmepumpe begrenzt und liegen zwischen +25°C....+55°C (teilweise bis maximal 85°C). Das bedeutet einerseits ein sehr schonendes Trocknungsklima bei der Kondensationstrocknung und daraus resultierend eine hohe Trocknungsqualität. Andererseits verringert sich wegen der niedrigen Temperaturen die Feuchteabgabe bei der Kondensationstrocknung mit fortschreitender Trocknung erheblich, und es wird eine zusätzliche, meist elektrische Heizung notwendig, um die Trocknungszeiten in einem wirtschaftlichen Rahmen zu halten. Wobei Temperaturen unter 18°C die Kälteleistung am Kühlregister des Kondensationstrockner so hoch sein kann, dass es vereist, weil die einströmende Wärmemenge der Kammerluft zu gering und dadurch die Balance verloren geht. Was wiederum die Prozesstemperatur von über +25°C bedeutet oder Intervall zur Umkehr des Luftstromes, so dass die warme Luft vom Kompressor durch das Kühlaggregat fließt.

Insgesamt betrachtet ist die Kondensationstrocknung vor allem wegen der hohen Stromkosten und der verschärften Umweltschutzauflagen hinsichtlich des benötigten Kältemittels kaum noch konkurrenzfähig. Wobei zu sagen ist das moderne Kondensationstrockner mit einem Wärmerückgewinnungsregister arbeiten, was die Kosten einer Kondensationstrocknung senkt.

Kammeraufbau einer Kondensationstrocknung

Schematische Darstellung der Kondensationstrocknung
Hier sieht man den Aufbau einer Kondensationstrocknung. Die feuchtegesättigte Kammerluft wird teilweiße durch ein Kühlsystem unter den Taupunkt (Taupunkt ist bei bestimmter Luftfeuchtigkeit diejenige Temperatur, das Wasserdampf als Tau oder Nebel abscheidet) abgekühlt. Dabei fällt die Feuchte als Kondenswasser aus. Die entfeuchtete Luft wird anschließend durch ein Wärmerückgewinnungsregister wieder erwärmt und in die Kammer zurückgeführt. Der Trocknungsvorgang erfolgt wie bei der Frischluft -Ablufttrocknung durch die vorbeiströmende Trocknungsluft.

Die Literatur und Quellen aus den die Texte entstanden sind, findet man unter Literaturnachweis



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