Holzindustrie kritisiert neues Naturschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen

Mo

07

Sep.

2015

Der Landesnaturschutz in Nordrhein-Westfalen ist unübersichtlich geworden, seit das Bundesnaturschutzgesetz 2010 in Kraft trat und sich Richtlinien überlagern. Die im Juni vorgelegte Novelle des Landesgesetzes sollte Abhilfe schaffen. Das Ergebnis stößt bei der Holzindustrie jedoch auf große Unzufriedenheit. Der Gesetzesentwurf klammere die Akteure von Forst und Holz komplett aus, kritisieren die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR) und der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) in einer gemeinsamen Stellungnahme.

"Liest man den Gesetzesentwurf, bekommt man unweigerlich den Eindruck, Forstwirtschaft spiele keine Rolle mehr im Wald ", sagt DeSH-Geschäftsführer Lars Schmidt. Die Novelle suggeriere, der Wald müsse vor dem Menschen geschützt werden. .... weiter lesen >>>



Ausgleichszahlungen auch für den nachhaltig genutzten heimischen Wald?

Fr

28

Aug.

2015

Aktuell antwortete die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion die Linke zum Thema Waldschutz in Entwicklungsländern durch das REDD+-Programm. Darin heißt es, dass das REDD+-Programm durch ein Anreizsystem für die Waldeigentümer einen entscheidenden Beitrag zum Klima- und Waldschutz in Ländern des globalen Südens leiste . Denn erstmals würden über Projektmittel hinaus echte Kompensationszahlungen geleistet, wobei die gesamte Landesfläche einbezogen werde, Waldschutz und nachhaltige Waldwirtschaft würden so zugleich gefördert. .... weiter lesen >>>



Urteil des Bundeskartellamtes betrachtet den Wald zu einseitig

Di

28

Jul.

2015

Mit Unverständnis reagiert die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald auf die aktuelle Verfügung des Bundeskartellamtes bezüglich der Forststrukturen in Baden-Württemberg. Die Verfügung betrachtet den Wald nur von einer rein wirtschaftlichen Seite aus. „Durch die Definition von forstfachlichen Tätigkeiten, wie beispielsweise der Forsteinrichtung und dem Revierdienst, als wirtschaftliche Verrichtung setzt das Bundeskartellamt einen falschen Schwerpunkt. Diese Arbeiten dienen in erster Linie dem Erhalt naturnaher und klimastabiler Wälder und sind daher nicht als wirtschaftliche Tätigkeiten anzusehen“, betont Christoph Rullmann, Bundesgeschäftsführer der SDW. .... weiter lesen >>>



Zerschlägt Bundeskartellamt die Forstverwaltung??

So

26

Jul.

2015

Das Bundeskartellamt (BKartA) torpediert mit einer aktuellen Unterlassungsverfügung die nachhaltige und verantwortungsvolle Waldwirtschaft. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) kritisiert, dass die Sichtweise der Wettbewerbshüter einseitig wirtschaftlich ausgerichtet ist und die Gemeinwohlleistungen der Forstwirtschaft negiert. Der BDF fordert den Bund auf, nun schnell zu handeln und durch eine Änderung des Bundeswaldgesetzes die Errungenschaften einer modernen deutschen Forstwirtschaft zu schützen. Der BDF unterstützt dabei ausdrücklich die Bemühungen des BMEL.

Dem Land Baden-Württemberg wurde am 15. Juli 2015 die Untersagungsverfügung des BKartA zum Rundholzverkauf und der Erbringung forstlicher Tätigkeiten im Kommunal- und Privatwald zugestellt. Damit bestätigt das BKartA seine neoliberale Position deutlich. Die Umsetzung der Forderungen führt zu einer massiven Gefährdung der Gemeinwohlfunktionen des Waldes und hat die vollständige Zerschlagung der Forststruktur im Ländle zur Folge. .... weiter lesen >>>



Auch die Natur verdient für ihre Arbeit einen Mindestlohn

Mo

20

Jul.

2015

Der Nutzen und Wert funktionierender Ökosysteme wird oft nicht gesehen und unterschätzt. Mit Hilfe eines neuen Projekts aus dem Bundesprogramm Biologi­sche Vielfalt sollen jetzt die verborgenen Leistungen der Schutzgebiete sichtbar gemacht werden und damit einen Geldwert bekommen. Diese "Inwertsetzung" ermöglicht die Ausgabe von kombinierten Kohlenstoff-Zertifikaten und schafft damit attraktive Investitionsmöglichkeiten für Unternehmen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sieht darin einen Anreiz für mehr freiwilliges Engagement im Klima- und Biodiversitätsschutz in Deutschland. "Interessierte Unternehmen und Privatpersonen finden hier bislang nur wenige inländische Angebote, die ihre Ansprüche an Standards und Zertifizierungen erfüllen. Mit den Zertifikaten, die für die qualitativ hoch­wertigen, zertifizierten Projekte in den Schutzgebieten der Nationalen Naturlandschaften ausgestellt werden, kann diese Lücke geschlossen werden." Das Projekt wird vom Bundes­umweltministerium mit rund 1,2 Mio. Euro gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. .... weiter lesen >>>



Bundeskartellamt untersagt die gebündelte Rundholzvermarktung

Fr

17

Jul.

2015

Das Bundeskartellamt hat heute die abschließende Entscheidung im Rundholzverfahren gegen das Land Baden-Württemberg versandt. Über den Landesbetrieb Forst BW vertreibt Baden-Württemberg bislang nicht nur Holz aus dem eigenen Staatswald , sondern auch das Holz von Kommunal- und Privatwäldern. Nach der Auffassung des Bundeskartellamtes verstößt diese gemeinsame Vermarktung gegen kartellrechtliche Vorschriften. Von der Entscheidung unberührt bleiben weitreichende Kooperationsmöglichkeiten der verschiedenen Waldbesitzer untereinander.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Wald ist neben seinen wichtigen Funktionen als Natur- und Erholungsraum auch ein Wirtschaftsfaktor. Für diesen Bereich müssen wettbewerbliche Grundsätze gelten. Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen, dass dies auch gut funktionieren kann. Nachdem das Land im vergangenen Jahr zunächst eine kartellrechtlich tragfähige Lösung vorgelegt hatte, diese dann aber wieder zurückgenommen wurde, haben wir jetzt eine Untersagungsentscheidung zustellen müssen. Nach den bisherigen Verlautbarungen der Landesregierung, werden wir in diesem Verfahren wahrscheinlich eine gerichtliche Klärung sehen. Diese Möglichkeit haben wir durch entsprechende Übergangsfristen in der Entscheidung berücksichtigt.“ .... weiter lesen >>>



Waldnaturschutz und Biodiversität setzt auf Fakten und Kooperation

Do

02

Jul.

2015

Im dichtbesiedelten Deutschland ist der Wald ein wichtiges Refugium für seltene Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig liefert er der Gesellschaft den erneuerbaren Rohstoff Holz , schafft Einkommen und Arbeitsplätze, sauberes Trinkwasser, reguliert das Klima, schützt vor Lärm und Erosion und lädt zur Erholung ein. "Wir wollen mit der Veranstaltung der Waldstrategie 2020 den Dialog mit und zwischen den Akteuren aus Forstwirtschaft, Naturschutz, Holzwirtschaft, Wissenschaft und Politik fördern, das Erreichte bewerten, Lösungen aufzeigen und Handlungserfordernisse analysieren," so Bleser anlässlich der Eröffnung der zweitägigen Veranstaltung in Berlin.

Die jüngsten Ergebnisse der Bundeswaldinventur bestätigen den verantwortungsvollen Umgang von Waldbesitzern und Förstern mit dem Wald. "Gerade in letzten beiden Jahrzehnten hat die Forstwirtschaft die Belange des Naturschutzes so stark berücksichtigt, wie nie zuvor", erklärte Bleser. Der Themenkreis Wald, Forstwirtschaft und Waldnaturschutz sei komplex. Mögliche Konflikte erforderten von den Beteiligten daher nicht nur ein hohes Maß an Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein. .... weiter lesen >>>



Landesforsten erwirtschaften gutes Ergebnis 2014

Do

02

Jul.

2015

Die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) haben in 2014 in ihrem insgesamt 10. Geschäftsjahr seit der Gründung 2005 ein gutes Ergebnis erwirtschaftet. Mit einem operativen Gewinn von 17,08 Mio. Euro fällt das Jahresergebnis etwas höher als im Vorjahr (14,5 Mio. Euro) aus. „Der positiven Gesamtwirtschaftslage folgend konnten wir das Geschäftsjahr erfolgreich abschließen“, bilanziert Dr. Klaus Merker, Präsident der NLF, das Ergebnis für 2014.

Keine verheerenden Stürme in Europa, keine größeren Kalamitäten in Deutschland, gute Holzpreise im Inland und nur moderate Kostensteigerungen im Unternehmen sind im Kern die Faktoren hinter dem Jahresergebnis 2014. Insbesondere die weiterhin sehr gute Nachfrage nach Rohholz mit einem nochmals leicht angestiegenen Durchschnittserlös von 63,73 Euro je Kubikmeter (Vorjahr: 60,91 Euro) waren die Basis für das gute Ergebnis. Zwar sorgten die letzten milden Winter für eine sinkende Nachfrage nach Brennholz, aber dennoch konnten die Erlöse insgesamt um 3 bis 4 % gesteigert werden. .... weiter lesen >>>



Multiplikatorenschulungen zur RVR erfolgreich gestartet

Mi

01

Jul.

2015

In Baden-Württemberg und Thüringen wurden die ersten Multiplikatorenschulungen zur Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel (RVR) durch geführt.

Die Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel ist am 11. Dezember 2014 nach siebenjährigen Verhandlungen innerhalb der Gremien des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) durch die Präsidenten der beiden Spitzenverbände in Berlin unterzeichnet worden.

Um allen beteiligten Marktpartnern den Einstieg in das neue Regelwerk zu erleichtern, werden seit Mitte Juni zehn Multiplikatorenschulungen zur RVR durchgeführt, die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert werden. .... weiter lesen >>>



Grüner Waldbau braucht grünen Holzbau

Fr

26

Jun.

2015

Der NABU Baden-Württemberg hat anlässlich der FSC -Vollversammlung in Stuttgart den Staatswaldbetrieb ForstBW darin bestärkt, den Weg in Richtung Nachhaltigkeit weiterzugehen. „Die FSC-Zertifizierung des baden-württembergischen Staatswaldes war wegweisend. Die Waldbewirtschaftung hat dadurch noch einmal ein paar wichtige Qualitätssprünge nach oben gemacht. Darüber freuen wir uns sehr“, sagte NABU-Landesgeschäftsführer Uwe Prietzel in seinem Grußwort. Der NABU hatte lange auf die FSC-Zertifizierung des Staatswaldes gedrängt. „Die FSC-Zertifizierung zeigt: Der Waldbau von ForstBW ist inzwischen ziemlich grün. Der Holzbau muss es noch werden“, forderte Prietzel. .... weiter lesen >>>

Die Literatur und Quellen aus den die Texte entstanden sind, findet man unter Literaturnachweis

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