Land Baden-Württemberg verstößt gegen europäisches Kartellrecht bei Rundholz-Vermarktung

Do

16

Mär.

2017

Der 1. Kartellsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat mit Beschluss vom 15. März 2017 die Untersagungsverfügung des Bundeskartellamts gegen das Land Baden-Württemberg im sog. "Rundholz -Kartellverfahren" im Wesentlichen bestätigt. Dem Land Baden-Württemberg bleibt es untersagt, die Vermarktung von Rundholz für Körperschafts- und Privatwälder mit einer Fläche von mehr als 100 Hektar durchzuführen. Ebenso darf das Land für Besitzer von Waldflächen mit einer Größe von über 100 Hektar nicht mehr die jährliche Betriebsplanung, die forsttechnische Betriebsleitung und den Revierdienst durchführen, wenn es hierfür eigenes Personal einsetzt oder für seine Dienstleistungen keine kostendeckenden Entgelte verlangt. .... weiter lesen >>>



Bundeskartellamt untersagt die gebündelte Rundholzvermarktung

Fr

17

Jul.

2015

Das Bundeskartellamt hat heute die abschließende Entscheidung im Rundholzverfahren gegen das Land Baden-Württemberg versandt. Über den Landesbetrieb Forst BW vertreibt Baden-Württemberg bislang nicht nur Holz aus dem eigenen Staatswald , sondern auch das Holz von Kommunal- und Privatwäldern. Nach der Auffassung des Bundeskartellamtes verstößt diese gemeinsame Vermarktung gegen kartellrechtliche Vorschriften. Von der Entscheidung unberührt bleiben weitreichende Kooperationsmöglichkeiten der verschiedenen Waldbesitzer untereinander.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Wald ist neben seinen wichtigen Funktionen als Natur- und Erholungsraum auch ein Wirtschaftsfaktor. Für diesen Bereich müssen wettbewerbliche Grundsätze gelten. Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen, dass dies auch gut funktionieren kann. Nachdem das Land im vergangenen Jahr zunächst eine kartellrechtlich tragfähige Lösung vorgelegt hatte, diese dann aber wieder zurückgenommen wurde, haben wir jetzt eine Untersagungsentscheidung zustellen müssen. Nach den bisherigen Verlautbarungen der Landesregierung, werden wir in diesem Verfahren wahrscheinlich eine gerichtliche Klärung sehen. Diese Möglichkeit haben wir durch entsprechende Übergangsfristen in der Entscheidung berücksichtigt.“ .... weiter lesen >>>



Multiplikatorenschulungen zur RVR erfolgreich gestartet

Mi

01

Jul.

2015

In Baden-Württemberg und Thüringen wurden die ersten Multiplikatorenschulungen zur Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel (RVR) durch geführt.

Die Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel ist am 11. Dezember 2014 nach siebenjährigen Verhandlungen innerhalb der Gremien des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) durch die Präsidenten der beiden Spitzenverbände in Berlin unterzeichnet worden.

Um allen beteiligten Marktpartnern den Einstieg in das neue Regelwerk zu erleichtern, werden seit Mitte Juni zehn Multiplikatorenschulungen zur RVR durchgeführt, die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert werden. .... weiter lesen >>>



Forst- und Holzwirtschaft vereinbaren einen neuen Rahmen für den Rohholzhandel in Deutschland

Fr

12

Dez.

2014

Nach siebenjährigen Verhandlungen innerhalb der Gremien des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) haben die Präsidenten der beiden Spitzenverbände, Georg Schirmbeck und Hubertus Flötotto, am Donnerstag den 11.12.2014 in Berlin die Rahmenvereinbarung über den Rohholzhandel in Deutschland (RVR) unterzeichnet.

Mit der Unterzeichnung haben die Spitzenverbände, die gemeinsam die Plattform Forst & Holz bilden, den Grundstein dafür gelegt, dass die RVR ab dem neuen Jahr deutschlandweit genutzt werden kann. DFWR und DHWR empfehlen den Betrieben der Forst- und Holzwirtschaft, die RVR zur praktischen Anwendung zu bringen, ihre Inhalte kritisch und konstruktiv in der betrieblichen Praxis zu prüfen und sie damit zu einem lebendigen, lernen den und anpassungsfähigen Regelwerk zu machen. Aufgrund ihres Rechtsstatus als privat rechtliche Vereinbarung kann die RVR– im Gegensatz zur ehemaligen Forst-HKS – nach freiem Ermessen der Vertragspartner in Gänze oder auch nur in Teilen als Grundlage für den Holzverkauf herangezogen werden. .... weiter lesen >>>



Rundholzpreise in Deutschland weit über internationalem Niveau

Mi

10

Dez.

2014

Im dritten Quartal sind die Preise für Sägerundholz in vielen marktrelevanten Regionen der Welt gefallen. Dies bildet der globale Index für Sägerundholzpreise (GSPI) ab. Während Waldbesitzer in anderen Ländern mit Preissenkungen auf die angespannte Situation ihrer Abnehmer reagierten, haben die deutschen Säger weiter mit zu hohen Rohstoffpreisen zu kämpfen. Im internationalen Wettbewerb verlieren die Betriebe zunehmend den Anschluss.

Nach Angaben des Branchendienstes Wood Resource Quarterly (WRQ) gingen die Preise für Sägerundholz in den zurückliegenden Monaten weltweit um 4,6 Prozent auf 85,56 US Dollar zurück. Insbesondere in Skandinavien und Osteuropa fielen die Preise, was sich auf die internationalen Absatzmärkte auswirken dürfte. Die Rücknahme sei eine notwendige Anpassung an das niedrigere Marktniveau für Fertigwaren, sagte Håkan Larsson, Präsident des südschwedischen Forstkonzerns Södra. .... weiter lesen >>>



Fehlende Holzmengen verunsichern Säger im Nordschwarzwald

Sa

29

Nov.

2014

Vor gut einem Jahr startete der umstrittene Nationalpark Nordschwarzwald in Baden-Württemberg. Die grün-rote Landesregierung und Naturschutzverbände sehen das Projekt auf gutem Wege. Unklarheiten herrschen offenbar jedoch bezüglich der Prozesse in den Entwicklungszonen. Die regionale Säge- und Holzindustrie ist verunsichert.

"Noch immer steht die endgültige Ausweisung der Kernzone nicht. Solange findet in der übrigen Kulisse kein Waldumbau statt", erklärt Lars Schmidt, Generalsekretär des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH). Für die Holzwirtschaft ein Schwebezustand, der für Verunsicherung sorgt. .... weiter lesen >>>



Holzindustrie fordert Stärkung des ländlichen Raums
 in Thüringen

Mi

12

Nov.

2014

Bei den Koalitionsgesprächen in Thüringen verhandeln Linke, SPD und Grüne aktuell in sechs Arbeitsgruppen einzelne Themengebiete. Der Bereich Forst und Holz könnte dabei zu kurz kommen, befürchten die Spitzenverbände der deutschen Holzindustrie. Für die Volkswirtschaft im „Grünen Herzen“ Deutschlands hätte dies schwerwiegende Folgen. Denn hier sitzen weltweit führende Unternehmen der Holzwirtschaft.

Zwar sei die Stärkung des ländlichen Raums ein gemeinsames Ziel der regierungsbildenden Parteien in Thüringen. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigten jedoch, dass die Politik die Potenziale der regionalen Wirtschaftszweige mit ihren kleinen und mittleren Betrieben zu lange schon verkennt, kritisieren der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) und die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR). Die designierten Regierungsparteien in Thüringen müssten nun zeigen, dass sie ihrem im Wahlkampf proklamierten Anspruch einer regionalen Öko-Wirtschaft auch in der Praxis gerecht werden. Die Verbände fordern die Koalitionsparteien auf, gemeinsam mit der Branche eine „Charta für wertschöpfende Holzverwendung“ zu entwickeln, anstatt Unternehmen und damit den arbeitenden Menschen im ländlichen Raum die Rohstoffbasis zu entziehen. .... weiter lesen >>>



Forst und Holz zufrieden mit der ersten Schausortierung von Laubstammholz der Saison

Mi

15

Okt.

2014

Pünktlich zum Beginn der diesjährigen Einschlags- und Vermarktungssaison von Laubstammholz trafen sich am 26. September 2014 zahlreiche Vertreter der Forst- und Holzwirtschaft aus dem nahezu gesamten Bundesgebiet zu einer Laubholz -Schausortierung in der Nähe von Suterode (Landkreis Northeim, Südniedersachsen). Die Schausortierung wurde gemäß den neuen Qualitätssortierkriterien für Laubstammholz der Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel (RVR) durchgeführt. Als modularer Bestandteil der RVR wurden die Qualitätssortierkriterien für Laubstammholz bereits am 12. September 2012 durch die Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck, sowie des Deutschen Holzwirtschaftsrates, Hubertus Flötotto, verabschiedet und den Betrieben der Forst- und Holzwirtschaft zur Anwendung empfohlen. Aktuell haben eine Vielzahl von Betrieben der Forst- und Holzwirtschaft mit der Anwendungsphase begonnen.

„Für alle Beteiligten am Verkaufsgeschäft gilt es, auch diesen Teil der RVR durch Umsetzung und gegebenenfalls konstruktive Verbesserungsvorschläge mit Leben zu erfüllen. Die heutige Schausortierung trägt dazu bei, im Umgang mit den neuen Kriterien Sicherheit zu gewinnen und sie im täglichen Geschäft so langsam in Fleisch und Blut übergehen zu lassen“, so Dr. Markus Ziegeler, Geschäftsführer des Deutschen Forstwirtschaftsrates sowie der Plattform Forst & Holz . .... weiter lesen >>>



Laubholzsäger sorgen sich um ihre Rohstoffversorgung

Di

02

Sep.

2014

Mitte August fand ein Gespräch zwischen den Vertretern der Laubholzverarbeiter und Vertretern der verschiedenen Waldbesitzarten in Kassel statt. Schwerpunkt des konstruktiven und offenen Dialogs war die Analyse der Absatzmärkte der Säger sowie deren Rundholzversorgungssituation. Steffen Rathke und Klaus Jänich als Sprecher der jeweiligen Branchen betonten, dass die Bewältigung der zukünftigen Aufgaben nur durch ein transparentes und vertrauensvolles Miteinander gelingen kann.

Die Absatzmärkte der Buchenverarbeiter werden seit Jahren zunehmend von den Konkurrenten aus Rumänien geprägt, deren Bedingungen entlang der Bereitstellungs- und Verarbeitungskette nicht mit denen in Deutschland vergleichbar sind. .... weiter lesen >>>



Schleswig-Holstein verlängert Ausnahmegenehmigungen für Rundholztransporte

Do

05

Jun.

2014

Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat die Erteilung von Ausnahmegenehmigung zum Transport von Windwurfholz infolge des Sturms „Christian“ bis zum 15. Oktober 2014 verlängert. Auf Antrag kann das zulässige Lkw-Gesamtgewicht bei Rundholztransporten auf bis zu 44 Tonnen erhöht werden.

Nach Angaben des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländlichen Raum sind deutlich mehr Mengen an Windwurfholz angefallen als zunächst angenommen. Bislang konnten in den Landesforsten erst 50 bis 60 Prozent des Sturmholzes aufgearbeitet und abtransportiert werden. Die Aufarbeitung der Schäden wird sich voraussichtlich noch bis Herbst 2014 hinziehen. .... weiter lesen >>>

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