Bundesministerin Aigner zeichnet neun Projekte für innovatives Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen aus



Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, hat am Mittwoch, 23.01.2013, im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin vier Bauherren als Gewinner des Bundeswettbewerbs „HolzbauPlus“ ausgezeichnet, fünf weitere Projekte wurden mit Anerkennungen geehrt. „Die Preisträger haben bei ihren Bauprojekten sehr innovativ mit Holz oder anderen Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen einen Neubau realisiert oder ein bestehendes Gebäude saniert. Sie haben gezeigt, wie leistungsfähig Baustoffe und Energieträger aus nachwachsenden Rohstoffen sind. Die umgesetzten Bauvorhaben sind vorbildliche Beispiele für besonders nachhaltiges Bauen, die andere Bauherren inspirieren können“, sagte Aigner. Insgesamt hatten sich 151 Personen mit ihren Projekten um eine Auszeichnung und die Preisgelder in Höhe von insgesamt 37.500 Euro beworben.

Der Bundeswettbewerb „HolzbauPlus“ umfasst alle Aspekte des Bauens mit nachwachsenden Rohstoffen. Neben dem Einsatz von Holz in der Konstruktion zeigt er unter anderem die Verwendungsmöglichkeiten von alternativen Dämm- und Ausbaustoffen sowie Naturfarben und gibt Anregungen für Fassadenlösungen oder Innenraumgestaltungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Eine energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe rundet die ganzheitliche Idee der Nachhaltigkeit ab. Die unabhängige Jury wählte Projekte aus, die gestalterisch, konzeptionell und technologisch in besonderer Weise das Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen demonstrieren. Die vier Gewinner erhalten ein Preisgeld von je 7.500 Euro, fünf weitere Projekte bekommen eine Anerkennung von je 1.500 Euro.

Die Preisträger in den vier Kategorien:

Öffentliches Bauen:
Im Kindergarten der Gemeinde Uttenreuth (Bayern) entsprechen die eingesetzten konstruktiven Mittel, u.a. Holzrahmenbau , Brettstapeldecken, Zellulosedämmstoffe und Lärchenholzfassade, einem kostenbewussten Baustandard, der mit einer hochwärmegedämmten Hüllkonstruktion und mit hohen optischen, akustischen und haptischen Qualitäten realisiert wurde.
Gewerbliches Bauen:
Das Verwaltungsgebäude der Scheiffele-Schmiederer KG in Philippsburg (Baden-Württemberg) wurde unter Einsatz modernster Holzbau- und Holzwerkstoffe gefertigt und zeugt von der Leistungsvielfalt und Gestaltungsqualität des modernen Holzbaus. Auch im Innenausbau wurde umfangreich auf den Einsatz nachwachsender Rohstoffe mit hohen gestalterischen und technischen Qualitätsmerkmalen gesetzt.
Wohnungsbau Neubau:
Mitten in Berlin steht das Wohnungsbauprojekt der Baugemeinschaft 3XGRÜN. Der fünfgeschossige Holzbau stellt eine intelligente Mischkonstruktion aus Holzskelett-, Holzrahmen- und Brettsperrholzbauweise dar. Die Wärmeversorgung basiert auf erneuerbaren Energien in Form einer zentralen Pelletheizanlage. Das Projekt zeigt einen interessanten Weg, nachhaltige Baustoffe und attraktives, urbanes Wohnen miteinander zu verbinden.
Wohnungsbau Sanierung:
Eine zweite Hülle bekam ein Mietwohnungsblock mit 60 Wohneinheiten der Augsburger Wohnungsbaugesellschaft in Bayern: Durch eine vorgesetzte Fassade aus Holztafelelementen und eine Zellulosedämmung konnte der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Die bestehenden Balkone wurden in Wohnraum und Wintergärten umgewandelt, zusätzlich entstanden neue Balkone. Die Sanierung mit den vorgefertigten Holzbauelementen erfolgte sehr kosteneffizient, da sie nur wenig Zeit in Anspruch nahm und die Mieter weiter dort wohnen konnten.
Darüber hinaus hat das BMELV fünf weitere Projekte geehrt:
  • Gemeinde Frickingen – Neubau Bauhof, Landkreis Bodensee, Baden-Württemberg
  • Da-Di-Werke – Neubau einer Sprachheilschule in Griesheim, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Design.s Richard Stanzel – Schreinerei Werkhalle in Freising, Landkreis Freising, Bayern
  • Hans Peter Kleemann – Umbau und Erweiterung eines Berggasthofes am Illmensee, Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg
  • Brigitte und Bernhard Schele - Ländlicher Wohnungsneubau in St. Georgen, Landkreis Schwarzwald-Baar, Baden-Württemberg
Autor:
Holzi am 24. Jan. 2013 um 16:52 Uhr
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