Laubholzsäger in ihrer Existenz bedroht



Der von Umweltverbänden und Bündnis 90/den Grünen geforderte Einschlagsstopp in alten Buchenwäldern ist fachlich unbegründet und gefährdet letztendlich eine ganze Branche: Die Laubholz verarbeitende Industrie in Deutschland.

„Die Forderungen der Naturschutzverbände entbehren jeglicher fachlichen Grundlage. Ein Einschlagstopp in den staatlichen Laubstarkholzbeständen würde die gesamte Branche der Laubholz verarbeitenden Industrie existenziell gefährden.“, so Lars Schmidt, geschäftsführender Vorstand vom Bundesverband der Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. zu den Forderungen des Naturschutzes. Laut den Presseaussendungen mehrerer Umweltverbände sollen 10 % der Staatswaldflächen, vornehmlich alte Buchenwälder, sofort aus der Nutzung genommen werden, da andernfalls das Waldnaturerbe bedroht sei.

Die letzte Bundeswaldinventur zeigt eindrücklich, dass von einem Rückgang des alten Laubwaldes nicht gesprochen werden kann. Die Laubwaldfläche hat nach Ergebnissen der Inventurstudie aus dem Jahr 2008 allein zwischen 2002 bis 2008 um 2 % zugenommen. Die größte Flächenzunahme verzeichneten mit 4 % die Buchenwälder.

Insbesondere die Flächen im Staatswald sind für die Betriebe der Laubholzindustrie als Versorgungsbasis besonders wichtig, da das Rundholz über die Landesbetriebe bislang gut und effizient verfügbar war. „Zwar gibt es insbesondere im Kleinprivatwald ungenutzte Potentiale im Laubholz, allerdings sind die bislang unbewirtschafteten Waldflächen von passiven Privatwaldbesitzern für die Industrie nicht erreichbar. Zumal mehrere Länder auch im Privatwald die Ausweisung weiterer Wildnisgebiete im Rahmen von Vertragsnaturschutz anstreben.“, so Schmidt. Eine, wenn auch temporäre, Stilllegung von Landeswaldflächen und der davon betroffenen Laubstammholzsortimente würde die Unternehmen insbesondere mit Blick auf die sich zunehmend verschärfende Rundholzversorgungssituation hart treffen.

Die Folgen wären unter anderem steigende Transportkosten durch größere Einzugsradien und höhere Produktionskosten durch unzureichende Auslastung der Betriebe. „Im internationalen Wettbewerb sind diese Kostensteigerungen aber nicht mehr durchsetzbar – und die Betriebe verlieren zunehmend an Konkurrenzfähigkeit.“, beschreibt Schmidt die negativen Folgen solch überzogener Naturschutzmaßnahmen.

Der BSHD sieht daher keine Alternative zur praktizierten, multifunktionalen Waldbewirtschaftung. Diese gewährleistet gleichermaßen die Nutzung des Rohstoffs Holz und den Erhalt der Artenvielfalt in unseren Wäldern.

Autor:
Holzi am 24. Jan. 2012 um 15:23 Uhr
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