Deutsche Forstwirtschaft baut eigene Organisation zur Holzabsatzförderung auf



Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Holzabsatzförderung versuchte die Plattform Forst & Holz unter Federführung des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) eine freiwillige und privatrechtliche „Neu-Org“ aufzubauen. „Der Aufbau der „Neu-Org“ unter Einbeziehung des gesamten Clusters Forst und Holz geht leider nur sehr schleppend voran. Aus diesem Grunde hat sich der Deutsche Forstwirtschaftsrat entschlossen, nun die Federführung für den Aufbau einer „Neu-Org Forst“ zu übernehmen“, so Georg Schirmbeck, MdB, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates.

„Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes wurde zwar von der gesamten Branche bedauert, für eine gemeinsame Neu-Organisation scheint die Zeit aber noch nicht reif zu sein“, so Schirmbeck weiter. Die Plattform Forst & Holz versuchte über einen Lenkungsausschuss die Interessen der unterschiedlichen Branchenteilnehmer zu bündeln und zu berücksichtigen. Die „Neu-Org“ sollte über eine „Flaschenhalsfinanzierung“ aller Forstbetriebe und aller Rohholz aufnehmenden Betriebe gleichmäßig mit 1,5 ‰ der Holzverkaufssumme finanziert werden. Gleichzeitig sollte bis zum 31.03.2010 eine Minimalpräsenz einer „Zentralen Holzabsatzförderung“ sichergestellt werden. Bund und Länder stellten jeweils 500.000 € und die private Forstwirtschaft 100.000 € zur Verfügung. Die Holzindustrie sollte sich
mit weiteren 400.000 € beteiligen.

Die Forstwirtschaft ist überzeugt, dass es eine zentrale Marketingorganisation für das Produkt Holz geben muss, die privatrechtlich und solidarisch von allen Betrieben finanziert wird. Die Betriebe der privaten und öffentlichen Forstwirtschaft werden nun unverzüglich eine geeignete Organisation aufbauen, die die Holznutzung, die Holzmarktberichterstattung und Holzmobilisierung sowie das Marketing zur Erschließung neuer Vermarktungswege als zentrale Aufgabe bearbeiten wird.

Der DFWR wird hierzu bereits in der nächsten Woche mit allen Beteiligten Gespräche führen und den Aufbau der Organisation koordinieren. „Die deutsche Forstwirtschaft wird versuchen einen Weg zu gehen, der es der Holzwirtschaft langfristig ermöglicht, gemeinsam mit uns eine Organisation aufzubauen“, so Schirmbeck.

Autor:
Holzi am 04. Dez. 2009 um 10:20 Uhr
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