DHWR, DHV, ZMH und 81fünf für den Erhalt des Instituts für Holzwirtschaft an der Uni Hamburg



Nur noch bis 2018 scheint das Fortbestehen des Hamburger Zentrums für Holzwirtschaft gesichert. Einen darüber hinausgehenden Wirtschaftsplan für das von Schließung bedrohte Institut gibt es derzeit noch nicht. Der Deutsche Holzfertigbau-Verband (DHV), der im Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR) mit Sitz und Stimme vertreten ist, schaltete sich jedoch sofort nach Bekanntwerden der akuten Sparzwänge an der Universität Hamburg in die laufende Diskussion ein. Ziel ist, das Fortbestehen universitärer Holzforschung und -lehre in der Hansestadt auf ein dauerhaft tragfähiges Fundament zu stellen. DHV-Präsident Erwin Taglieber kündigte an, die Entwicklung im hohen Norden mit wachem Auge zu verfolgen.

"Über 300 mittelständische Holzbauunternehmen in ganz Deutschland unterstützen die intensiven Bemühungen des Deutschen Holzwirtschaftsrates, in Verhandlungen mit dem zuständigen Dekanat, dem Lehrkörper und den Studierenden den Fortbestand des Zentrums für Holzwirtschaft an der Universität Hamburg langfristig zu sichern", erklärte DHV-Präsident Erwin Taglieber, der über die Mitgliedsunternehmen des Deutschen Holzfertigbau-Verbandes hinaus auch für die Vereinigung ZimmerMeisterHaus sowie die Gruppe 81fünf spricht.

Sparzwänge hatten in der Hansestadt zu Überlegungen geführt, auf den kleinen, aber höchst aktiven Fachbereich der Fakultät für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu verzichten. "Bei aller Notwendigkeit, Sparauflagen zu erfüllen, darf man diese Last nicht dem kleinsten Fachbereich komplett aufbürden. Strukturelle Änderungen gerade in den sehr viel größeren Disziplinen der Hamburger MINT-Fakultät dürften nach meinem Dafürhalten schmerzfreier zu verkraften sein und ebenso zu hinreichenden Mitteleinsparungen führen", regte Taglieber eine ausgewogene Lastenverteilung auf viele Schultern an.

"In der Not erkennst Du Deine Freunde" - mit diesen Worten forderte der DHV-Präsident zu Solidarität mit den Holzwirtschaft Lehrenden und Studierenden in Hamburg auf. Den vermeintlich Schwächeren zu opfern, könne der Weg nicht sein, den man in Hamburg gehen will. Sonst stelle sich im Stadtstaat bald die Frage: Welcher Fachbereich wird wohl der nächste sein? Taglieber reklamierte daher Bestandsschutz für das intensiv forschende holzwirtschaftliche Institut, das in der Forst- und Bauwirtschaft hohes Ansehen genießt und seinen Teil zur gedeihlichen Entwicklung des Holzbaus beiträgt. In diesem Zusammenhang erinnerte der DHV-Präsident daran, welche enorme volkswirtschaftliche Bedeutung die Holzwirtschaft mit ihren mehr als 700.000 Beschäftigten für ganz Deutschland besitzt. http://www.d-h-v.de

Über den Interessenverbund von DHV, ZMH und 81fünf

Mit zusammen über 300 Mitgliedsbetrieben bilden der Deutsche Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV, Ostfildern), die Vereinigung ZimmerMeisterHaus (ZMH, Schwäbisch Hall) und die Gruppe 81fünf (Lüneburg) eine leistungsstarke Gemeinschaft, die übereinstimmende Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft seit Dezember 2015 gebündelt artikuliert. Größte Organisation in diesem Verbund ist der DHV, der als zentrales Sprachrohr fungiert. Zu den Mitgliedsunternehmen der drei holzwirtschaftlichen Verbände, die das Bauen in Deutschland nachhaltig mitgestalten, zählen handwerkliche Zimmerei- und Holzbaubetriebe, Architektur- und Planungsbüros sowie Zulieferfirmen aller baubeteiligten Gewerke. Darüber hinaus gehören Sägewerke, Baumaschinenhersteller sowie Dienstleister aus bauaffinen Branchen wie zum Beispiel Gebäude-Energieberater, Statiker, Softwareentwickler, Vermessungsingenieure und Medienvertreter dem holzwirtschaftlichen Interessenverbund an. Das gemeinsame Ziel heißt Holzbau komplett: von der Beratung über die Planung und Vorfertigung bis zur bezugsbereiten Ausführung von Wohnhäusern, Büro-, Gewerbe- und Zweckbauten in allen erdenklichen Formen und Größen.

Autor:
Holzi am 17. Mär. 2016 um 11:27 Uhr
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