Holzpackmittelindustrie 2013 mit zufriedenstellenden Umsätzen – Kostendruck trübt Aussichten für 2014



Die HPE-Branche ( Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. ) kann auf ein zufriedenstellendes Jahr 2013 zurückblicken. Sowohl die Umsätze als auch die Beschäftigtenzahlen legten im vergangenen Jahr zu. So waren 2013 in 158 Betrieben mit mindestens 20 Beschäftigten 7.671 Mitarbeiter tätig. Das sind rund 5,5 Prozent mehr, als im Jahr 2012 (7.271). Die Umsätze legten bei diesen 158 Betrieben um 1,8 Prozent auf rund 1,338 Milliarden Euro zu. 2012 waren es noch rund 1,314 Milliarden Euro. Leichte Zuwächse verzeichneten bei Paletten und Kisten der Produktionswert und die Produktionsmengen, während der Außenhandel in der Gesamtbetrachtung Rückgänge aufwies. „Aktuell ist zumindest in der ersten Jahreshälfte mit einer guten Nachfrage zu rechnen. Dem weiteren Jahresverlauf sehen wir aufgrund des hohen Kostendrucks jedoch mit gemischten Gefühlen entgegen“, so HPE-Geschäftsführer Siegfried von Lauvenberg.

Der Produktionswert bezogen auf HPE-Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten stieg 2013 um 1,4 Prozent von rund 1,152 Milliarden Euro auf rund 1,168 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Produktion von Paletten legte 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf rund 87,7 Millionen Stück zu. Der Produktionswert stieg um 2,1 Prozent auf rund 666,3 Millionen Euro. Ähnlich sieht das Bild im Bereich der Kistenproduktion aus: 2013 wurden rund 1,37 Millionen Kubikmeter Holz zu Verpackungen verarbeitet, der Zuwachs im Vergleich zu 2012 lag bei 2,4 Prozent. Der Produktionswert stieg um 1,2 Prozent auf rund 484,3 Millionen Euro. Bei Kabeltrommeln war die Lage 2013 weniger gut: Produktionsmenge und -wert sanken deutlich zweistellig auf knapp 45.200 Kubikmeter verarbeitetes Holz im Wert von rund 17,5 Millionen Euro.

Im Außenhandel ergaben sich 2013 bei der Gesamtbetrachtung leichte Rückgänge und nur vereinzelt positive Entwicklungen. So sanken die Importe von Paletten 2013 um 3,4 Prozent auf rund 51,6 Millionen Stück, während die Exporte um 0,5 Prozent auf rund 23,5 Millionen Stück zurückgingen. Der Außenhandel mit Kisten und Kistenteilen aus Holz wies 2013 ebenfalls ein Minus auf. Der Import sank um 4,8 Prozent auf rund 72,2 Millionen Euro und der Export gab um 3,1 Prozent auf rund 29,8 Millionen Euro nach. Der Außenhandel mit Kabeltrommeln verzeichnete einen Zuwachs, der beim Import 2,4 Prozent auf 5,6 Millionen Euro und beim Export 1,8 Prozent auf 13,1 Millionen Euro betrug.

Der aktuelle ifo-Konjunkturtest für die Bereiche Holzpackmittel, Kabeltrommeln und Paletten zeigt sich im April per Saldo leicht negativ, nachdem die Geschäftslage im Vormonat noch positiv bewertet wurde. Für die kommenden Monate rechnet die Branche mit einer leichten konjunkturellen Belebung.

2014 ist zumindest in der ersten Jahreshälfte mit einer guten Mengennachfrage nach Paletten zu rechnen. Jedenfalls zeigt der vom Statistischen Bundesamt ausgewiesene Produktionsindex ein steigendes Niveau. Insgesamt sieht die Palettenindustrie dem weiteren Jahresverlauf jedoch mit gemischten Gefühlen entgegen, da angesichts der vorhandenen Produktionskapazitäten sowie der unverändert hohen Zahl importierter Paletten derzeit keine Entspannung am Markt absehbar ist. Zuversichtlicher geben sich die Exportverpacker, die eine zufriedenstellende bis gute Auftragslage erwarten. Dies zeigt sich auch daran, dass einige Unternehmen neue Auszubildende und Mitarbeiter einstellen wollen. Als Problem werden die immer stärkeren Schwankungen der Auftragslage und eine erhöhte Kurzfristigkeit der Auftragsabwicklung gesehen, die steigende Anforderungen an die Flexibilität der Exportverpacker und deren Mitarbeiter stellen.

Insgesamt beklagen die Hersteller von Holzpackmitteln, Kabeltrommeln und Paletten einen zunehmenden Kostendruck, der sich angesichts der herrschenden Überkapazitäten am Markt nicht oder nur selten über Verbesserungen der Verkaufspreise abbauen lässt. So sind die Preise für Schnittholz für Paletten gemäß dem HPE-Holzpreisindex im ersten Quartal 2014 um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 5,5 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2013 gestiegen. Bei trockener Brettware fällt der Preisanstieg aufgrund des knappen Angebots teilweise höher aus. Die Preissteigerungen für Schnittholz für Verpackungen und Kabeltrommeln fallen mit plus 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal und plus 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr moderater aus.

Siegfried von Lauvenberg zur Entwicklung in 2014: „Insgesamt herrscht ein hohes Niveau der Holzpreise, das auch im weiteren Jahresverlauf anhalten wird. Energie- und andere Kosten drücken dabei zusätzlich auf die Marge. Die Branche geht für 2014 angesichts des schwierigen Wettbewerbsumfeldes von stagnierenden bis leicht steigenden Umsätzen aus.“

Autor:
Holzi am 10. Mai 2014 um 12:14 Uhr
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