Holzwerkstoffhersteller erhält den Mittelstandspreis für Recycling



Einmal mehr ist der Holzwerkstoffhersteller Pfleiderer für seine besondere Nachhaltigkeit ausgezeichnet worden. Auf der IFAT, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien in München, durfte Dr. Axel Knörr, Leiter des Bereichs Umwelt, am 08.05.2014 unter Beisein von Vertretern des Bayerischen Umweltministeriums den „Grünen Engel“ entgegennehmen. Die Laudatio hielt Professorin Sabine Flamme, eine ausgewiesen Expertin in Sachen Ressourcen- und Stoffstrommanagement. Mit Pfleiderer hat erstmals ein holzverarbeitendes Unternehmen den Mittelstandspreis für das Recycling gewonnen.

„Holz so lang wie möglich im Wertschöpfungs-Kreislauf halten“

„Dass unser Engagement auch außerhalb unserer Branche Beachtung findet, freut uns sehr“, stellte Knörr in seiner Ansprache fest: „Und ich danke der hochkarätigen Jury von Herzen, dass sie die Öffentlichkeit mit ihrer Entscheidung für Pfleiderer auch auf ein brandheißes Thema aufmerksam macht.“ Schließlich stehe Pfleiderer mit seiner ressourcenschonenden Produktion für die konsequente Kaskadennutzung von Holz , erklärt Knörr: „Denn mit dem Holz wird unser wertvollster Rohstoff knapp. Allzu oft wandert er direkt vom Wald in den Ofen. Wir von Pfleiderer hingegen tun Tag für Tag unser Bestes, um Holz so lange wie möglich im Wertschöpfungs-Kreislauf zu halten.“ Indem das Unternehmen seinen Rohstoff recycelt und so oft wie möglich stofflich nutzt, um langlebige Holzwerkstoffe daraus zu machen, verlängert es den Lebensweg von Holz erheblich. „Erst wenn sich diese nicht mehr stofflich nutzen lassen, führen wir sie einer energetischen Nutzung zu“, erläutert Knörr: „Und das tun wir nicht etwa erst seit kurzem.“

Kontinuierliche Investitionen in die Nachhaltigkeit

Pfleiderer betreibt bereits seit Mitte der 90er Jahre Energiezentralen, um sicherzustellen, dass Holz am Ende der Nutzungskaskade vollständig und CO2-neutral verwertet wird. Die Energie, die auf diese Weise entsteht, fließt in die Fertigungsprozesse ein – sodass das Unternehmen seinen Energie-Bedarf zu einem großen Teil selbst decken und den Einsatz fossiler Energieträgern auf ein Minimum reduzieren kann.

Doch das Unternehmen tut noch viel mehr, um Energie zu sparen und Ressourcen zu schonen: Vor kurzem erst hat Pfleiderer rund 25 Millionen Euro investiert, um die Spanplattenproduktion in Neumarkt zu modernisieren. „Nun kann dieses Werk wirtschaftlicher und umweltverträglicher produzieren denn je“, stellt Knörr fest: „Das modernisierte Spanplattenwerk II ist mit modernster Technologie ausgerüstet.“ Dank eines besonders effektiven Wäschesystems zur Schadstoffreinigung fallen nun bis zu 30 Prozent weniger Abluft in den Prozessen an. Auch die Emissionen von Geruch und Staub haben sich um jeweils 30 Prozent verringert. „Zudem erfolgt die Produktion abwasserfrei und Reststoffe können intern verwertet werden, was zu einem deutlich geringeren Energieverbrauch führt“, erklärt Knörr.

Ressourcenschonende Logistik dank neuester Technologien

Dieses Ziel verfolgt Pfleiderer auch mit seiner eigenen Lkw-Flotte: Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland hat die JURA-Spedition, eine 100-prozentige Tochter des Holzwerkstoffherstellers mit Sitz in Neumarkt, dreiviertel ihrer Lkw-Flotte auf den besonders sparsamen Euro-6-Standard umgestellt. „Wir legen großen Wert darauf, dass auch unsere Logistik so umweltfreundlich wie möglich ist“, bestätigt Knörr: „Daher setzen wir mit unserem Fuhrpark konsequent auf die neuesten Technologien.“

Um Ressourcen zu schonen, scheut Pfleiderer auch nicht die Kosten langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit. „Ein Engagement, das vielversprechende Früchte trägt“, stellt Knörr fest: Mit BalanceBoard habe das Unternehmen beispielsweise eine neue Werkstoff-Generation auf den Markt gebracht, die nicht nur viel leichter sei als eine herkömmliche Spanplatte. „Da wir den Holzeinsatz pro Platte bis zu 35 Prozent durch ein Biomassegranulat aus schnell nachwachsenden Einjahrespflanzen ersetzen, benötigen wir auch deutlich weniger Holz“, so Knörr.

„Unser Einsatz lohnt sich – für das Klima und kommende Generationen“

„Überhaupt achten wir bei sämtlichen Aktivitäten des Unternehmens auf deren unbedingte Nachhaltigkeit – ökonomisch, ökologisch und sozial“, bringt es Knörr auf den Punkt. Für Pfleiderer sei es daher eine Selbstverständlichkeit im Rahmen des zertifizierten Qualitätsmanagementsystems ISO 9001, des Umweltmanagementsystems ISO 14001 sowie des Energiemanagementsystems ISO 50001 zu produzieren. „Und ich darf Ihnen versichern, dass wir von Pfleiderer auch in Zukunft gerne Vorreiter und Vorbild sein werden, was die Kaskadennutzung betrifft“, beteuerte Knörr zum Abschluss seiner Rede: „Schließlich wissen wir, dass sich unser Einsatz lohnt: Für unsere Branche, für unser Klima und für die Generationen, die uns nachfolgen werden.“

Autor:
Holzi am 12. Mai 2014 um 07:32 Uhr
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