Könner gefragt!



Die Könner im Handwerk sollen auch in Zukunft am Wachstum der Wirtschaft teilhaben. "Daher müssen wir uns intensiv um die Fachkräftesicherung kümmern", fordert Handwerkspräsident Otto Kentzler in einem Gastbeitrag für die Sonntagsnachrichten (13. Oktober 2013). Attraktiv, modern, innovationsfreudig – diese Kompetenzen des Handwerks vermittelt die Imagekampagne des Handwerks jugendlichen Schulabgängern.

"Das Handwerk wird von seinen Kunden exzellent beurteilt. In der Umfrage eines Immobilienportals zeigten sich 87 Prozent mit der Beratung zufrieden, 82 Prozent mit der Arbeitsqualität und 81 Prozent mit der vollständigen Ausführung der Arbeit.

Qualität und Qualifikation – mit diesen Begriffen verbinden die Menschen das Handwerk. Dass es gelingt, diese besonderen Merkmale über Jahrzehnte zu erhalten – das hat etwas damit zu tun, dass die Ausbildung junger Menschen im Handwerk ganz vorne rangiert. Die Meisterinnen und Meister geben die Qualität der Arbeit nicht nur vor, sondern sie leben sie auch vor.

Wichtig ist, dass die Könner im Handwerk auch in Zukunft am Wachstum der Wirtschaft teilhaben. Ganz besonders intensiv müssen wir uns daher – gerade im Handwerk – um die Fachkräftesicherung kümmern. Das Thema brennt. 15.000 unbesetzte Lehrstellen 2012, in den drei Jahren davor waren es auch jeweils rund 10.000. Die Zahl der Schulabgänger sinkt. Dazu kommt: Die Attraktivität von Haupt- und Realschule geht zurück. Jeder zweite eines Jahrgangs macht heute Abitur. Das Studium steht hoch im Kurs. Auch wenn es gar nicht für jeden das Richtige ist.

Mit den hohen Kompetenzen seiner Meisterinnen und Meister hat das Handwerk jedoch zuletzt auch die Politik in Bund und Ländern überzeugt. Seit dem vergangenen Jahr stehen Bachelorabschluss und Meisterbrief im Deutschen Qualifikationsrahmen auf einer Stufe, akademische und berufliche Bildung sind als gleichwertig eingeordnet. Das macht eine Ausbildung im Handwerk für Abiturienten attraktiver – ihr Anteil im Handwerk steigt beständig. Viele Abiturienten nutzen auch die wachsende Zahl von dualen Studiengängen und absolvieren Gesellenbrief und Bachelor zusammen.

Die Handwerksbetriebe beweisen jedoch auch soziale Kompetenz in der Gesellschaft. Sie suchen unter den Schülern ohne oder mit schwachem Schulabschluss nach den praktischen Talenten. Mit Nachhilfe und sozialpädagogischer Betreuung werden sie unterstützt und erhalten die Chance auf Ausbildung. Immer mehr Handwerksbetriebe integrieren gezielt einen Auszubildenden mit schulischen oder sozialen Problemen, und wecken die Leistungsbereitschaft. In den Schulen intensivieren wir die Berufsorientierung. Und das Handwerk arbeitet gerade gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und der Politik an einer Verbesserung des Übergangssystems zwischen Schule und Beruf. Es soll möglichst kein Jugendlicher zurückbleiben!

Attraktiv, modern, innovationsfreudig, High-Tech – hat das Handwerk auch diese Kompetenzen? Noch vor einigen Jahren hielten viele Jugendliche das Handwerk zwar für sympathisch, aber auch für „uncool“. In einer kraftvollen, konzertierten Aktion hat das Handwerk mit einer Imagekampagne reagiert. Wir haben mittlerweile einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht, was die Wahrnehmung und die Einschätzung des Handwerks in der Jugend angeht. Unser Angebot „Handwerk bringt Dich überall hin“ kommt an, die Aufstiegs- und Karrierechancen werden nachgefragt. Erste Anlaufstelle ist die Seite www.handwerk.de mit dem spielerischen Modul zur Berufswahl, dem "Berufechecker" und zahlreichen Filmen, in denen junge Handwerkerinnen und Handwerker ihr Leben im Handwerk vorstellen.

„Zukunft kommt von Können“ – dieser Slogan begleitet das Handwerk durch das Jahr 2013. Für alle Jugendlichen steckt dahinter die Botschaft: Jeder, der etwas kann, hat seine Chancen im Leben, in der Gesellschaft deutlich verbessert. Die duale Berufsausbildung ist der Schlüssel zum Können, die Könnerschaft die Grundlage für eine gute Zukunft. Das haben mittlerweile auch die europäischen Institutionen entdeckt. Sie empfehlen den Krisenstaaten die duale Ausbildung als Vorbild – denn nirgendwo in Europa ist die die Jugendarbeitslosigkeit geringer als in Deutschland.

Das Handwerk steht für eine werteorientierte, verantwortungsbewusste Wirtschaft, die mit ihrer Arbeit nicht nur Wachstum und Wohlstand schafft, sondern mit der hohen Ausbildungsleistung auch die Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland stärkt und den Zusammenhalt in der Gesellschaft festigt."

Autor:
Holzi am 06. Nov. 2013 um 09:10 Uhr
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