SERRA-Sägewerkstechnik hilft beim Wiederaufbau in Liberia



Zwei Bundesminister haben letzte Woche, ein Jahr nach dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika, die Krisenregion besucht. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe haben ein Sonderhilfsprogramm zum Aufbau von Infrastruktur und Gesundheitswesen angekündigt, mit dem die drei von Ebola am stärksten betroffenen Länder Liberia, Sierra Lione und Guinea unterstützt werden sollen. Denn Ebola ist nicht besiegt, auch wenn die Zahl der Neuerkrankungen deutlich zurückgegangen ist.

Die Seuche hat vor allem Liberia, das nach dem Bürgerkrieg ohnehin schon gelitten hat, nach Schätzung von Entwicklungsexperten noch einmal um fünf bis zehn Jahre zurückgeworfen. Der Zugang zu Wasser, Strom, Straßen und Bildung fehlt, Liberias Regierung hatte deshalb schon vor Ausbruch des Ebola-Virus beschlossen eine neue Eisenbahnlinie zu bauen. Der lokale Waldbesitzer Sylvester Rogers erinnerte sich daran, dass schon sein Großvater für die Regierung Eisenbahnschwellen geliefert hatte, 9000 Hektar Wald wurden ihm vererbt. Seine Bewerbung war erfolgreich, er bekam den Großauftrag als Lieferant für Schwellen zum geplanten Eisenbahnbau.

Und so besuchte Rogers fast ein Jahr vor Ausbruch des Ebola-Virus den weltweit bekannten Experten für mobile und stationäre Sägewerkstechnologie “SERRA“ in Bayern. Eine Maschine für schweres Starkholz war nötig die afrikanische Holzarten wie Okane oder Azobe- auch bekannt als Ekki- leicht einschneiden konnte. Ein Stamm mit ca. 3 Metern Länge und einem Durchmesser von 1,60 Metern wiegt bis zu 7 Tonnen. Für zwei Blockbandsägewerke in extrem robuster Bauweise zum stationären Betrieb entschied sich Sylvester Rogers damals. Die Sägewerke vom Typ Afrika XE 160 wurden nach Liberia geliefert und liefen bis zum Ausbruch des Ebola-Virus täglich im Mehrschichtbetrieb.

Mit dem Ausbruch des Ebola-Virus ging SERRA davon aus, dass durch die geschädigte Infrastruktur im Land, auch der Sägebetrieb von Eisenbahnschwellen zum Stillstand gekommen sei. Umso größer war die Überraschung als bekannt wurde, dass Holzfäller und Säger gemeinsam mit ihren Familien ein Camp im Wald eingerichtet haben. Das dafür nötige Bauholz wurde mit den SERRA-Sägewerken gesägt, sogar eine Schule und eine Kirche wurden neben den Wohnbereichen errichtet. Wachpersonal wurde aufgestellt, geschützte Versorgungskorridore eingerichtet und wer das Produktionscamp einmal verlassen hatte durfte nicht mehr zurückkehren. Inzwischen waren Rogers Sägewerke die einzigen in ganz Liberia die noch produzieren konnten, andere Betriebe mussten wegen der Seuche ihre Arbeit einstellen oder die schwer zu bekommenden Einschnittkonzessionen waren abgelaufen. Als das bekannt wurde, haben sich Liberias Regierungskreise erneut an Sylvester Rogers gewandt, die Vereinten Nationen mussten dringend Krankenhäuser bauen. Eine erste Bestellung über 5.500 Kubikmeter Bauholz ging ein und alles wurde dafür getan um die Lieferung für die UN zu sichern. Zwei weitere Afrika XE 160 Sägewerke für schweres Starkholz werden zur Zeit benötigt. Lieferung und Einführung vor Ort gehört bei SERRA zum Standard, doch dieser Transport ist auch für die SERRA-Mitarbeiter weiterhin mit Ansteckungsrisiken verbunden.

Hilfe zur Selbsthilfe konnten die bewährten SERRA-Sägewerke aber wieder einmal in schweren Krisenzeiten leisten . Das Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 25- jähriges Firmenjubiläum und liefert seine mobile und stationäre Sägewerkstechnik inzwischen in 75 Länder der Welt. Auch nach dem Bürgerkrieg in Angola konnten in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Deutschen Botschaft mit SERRA-Sägewerken Holzhäuser für die Rückkehr der Flüchtlinge gebaut werden.

Autor:
Holzi am 28. Apr. 2015 um 09:21 Uhr
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