Zukunfts-Initiative erschließt neue Unternehmensfelder



Mit der Zukunfts-Initiative Handwerk will die Landesregierung Nordrhein-Westfalen neue Themenfelder für die Unternehmen erschließen. Dabei geht es unter anderem um neuartige Produkte und Dienstleistungen in einer älter werdenden Gesellschaft, um Marketingkompetenz und die Erschließung von Auslandsmärkten. Der Fachverband des Tischlerhandwerks NRW ist Partner im Projekt und wird sich in allen drei Bereichen engagieren.
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Die Zukunfts-Initiative ist Bestandteil des Mittelstandspaketes VI, das die Landesregierung vor wenigen Wochen beschlossen hat. Sie wird koordiniert und getragen von der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH). Weitere Partner vor Ort sind alle sieben Handwerkskammern in NRW, neun handwerkliche Fachverbände, der Unternehmerverband Handwerk NRW (LFH), die Bildungszentren des Baugewerbes und die Kreishandwerkerschaft Borken.

„Unternehmen sollen veränderte Marktanforderungen und gewandelte gesellschaftliche Bedürfnisse schneller erkennen und geeignete Lösungsstrategien entwickeln können. Dies soll ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und dazu beitragen, Arbeitsplätze im Handwerk zu sichern und zu schaffen.“ So skizzierte Wirtschaftsministerin Christa Thoben das Projekt, das sich als breit angelegtes Unternehmensentwicklungskonzept versteht.

Drei Berater

Ziel2NRW-Logo-quadratischDer Fachverband Tischler NRW finanziert unter dem Dach der Zukunfts-Initiative drei Berater, die Mitgliedsbetriebe in den Schwerpunktfeldern demografischer Wandel, Marketing und Außenwirtschaft unterstützen. Neben einzelbetrieblichen Beratungen bieten sie auch Workshops und Seminare an.

Im Bereich demografischer Wandel geht es dabei nicht nur um die ständige Alterung der Bevölkerung, sondern auch um die immer stärkere Berufstätigkeit von Frauen oder den weiter wachsenden Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund. Unternehmen müssen sich darauf in ihrer Personalpolitik, aber auch in ihren Angeboten und Marktaktivitäten einstellen. Für eine wettbewerbsfähige Unternehmensplanung und –führung sind fachliche Kompetenzen in Sachen Marketing und Dienstleistungen, aber auch Markt- und Methodenwissen nötig. Die Zukunfts-Initiative will auf diesem Feld Ansätze entwickeln, die an die speziellen Bedürfnisse von kleinen und mittleren Betrieben angepasst sind und eine konsequente Ausrichtung auf die Kunden unterstützen. Diese Kunden können dabei auch jenseits der Grenzen leben. Das deutsche Handwerk hat dort einen sehr guten Ruf und könnte noch deutlich mehr Umsatz machen. Die Information über Märkte und Marktchancen ist daher ebenfalls Ziel der Zukunfts-Initiative. Auf dieser Basis sollen dann interessierte Betriebe gezielt an Auslandsmärkte herangeführt werden.

Die Gesamtkosten der Zukunfts-Initiative betragen zwölf Millionen Euro. Davon werden 8,6 Millionen durch das NRW-EU-Ziel-2-Programm finanziert, unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die restlichen 3,4 Millionen Euro bringen die Spitzenorganisationen des Handwerks auf. Das neue Projekt baut auf einer Reihe von Aktivitäten der LGH und des NRW-Handwerks auf, die jedoch bislang zumeist auf das alte Ziel-2-Gebiet, im Kern das Ruhrgebiet, beschränkt waren. „Mit der Zukunfts-Initiative soll nun landesweit eine große Breitenwirkung erzielt werden. In einem Klima von Innovation und Wettbewerbsstärkung wollen wir die Handwerksunternehmen in allen Regionen in NRW an die Herausforderungen der Zukunft heranführen und sie für die damit verbundenen Chancen sensibilisieren", erklärte der Geschäftsführer der LGH, Reiner Nolten.

Grundlage für die Zukunfts-Initiative waren die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt Handwerk NRW, die das Wirtschaftsministerium, der Westdeutsche Handwerkskammertag und die LGH durchgeführt hatten, sowie eine Studie der Baseler Prognos AG. In der Zukunftswerkstatt waren vor allem die Bewältigung des demografischen Wandels, die Marketing- und Dienstleistungskompetenz der Unternehmen und ihre außenwirtschaftliche Kompetenz als Themenfelder herausgearbeitet worden, die große Bedeutung für die Zukunftsfestigkeit des NRW-Handwerks haben.

Autor:
Holzi am 04. Jun. 2009 um 10:43 Uhr
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