Diesen Weg weiter fortsetzen



Eine gut gewachsene Gemeinschaft, die in den vergangenen Jahren an Attraktivität dazu gewonnen hat: TSD-Präsident Konrad Steininger sieht die Innungsorganisation des Tischler- und Schreinerhandwerks auf dem richtigen Weg.

„Dass wir Leistungen bieten, die den Betrieben direkt nutzen und die unsere Innungen für ihre tägliche Arbeit gewinnbringend einsetzen können, ist aus meiner Sicht der eigentliche Erfolg der vergangenen Jahre“, sagte Steininger anlässlich der TSD-Sommermitgliederversammlung am 17. und 18. Juni in Potsdam.

Vor allem in den Landesverbänden, wo die Innungsorganisation im Bundesdurchschnitt seit 2014 gestiegene Mitgliedszahlen verzeichne, sei diese positive Entwicklung deutlich spürbar. Für Steininger ist dies auch ein Zeichen dafür, dass die Organisation bei den drängenden Herausforderungen die richtigen Schlüsse gezogen habe: „Große Anstrengungen haben wir beispielsweise im Bereich des Branchenmarketings und der Nachwuchsarbeit unternommen – um einerseits den Marktzugang unserer Betriebe nachhaltig zu fördern und andererseits dem Trend der stetig sinkenden Ausbildungszahlen entgegenzuwirken.“

Politische Entwicklung

Damit die Innungsorganisation des Tischler- und Schreinerhandwerks dauerhaft attraktiv bleibe und die Interessen der kleinen und mittelständischen Betriebe wirkungsvoll vertreten könne, seien zahlreiche Themen abzuarbeiten, so Steininger, der hierbei auch auf den Ausbau des politischen Netzwerks verwies.

So konnte sich Tischler Schreiner Deutschland beispielsweise beim Thema „Zertifizierung von Holzprodukten bei Bundesausschreibungen“ frühzeitig sehr gut positionieren – und das mit Erfolg: Der umstrittene Erlass wurde vor Kurzem ausgesetzt. Dennoch müsse man jetzt wachsam und kritisch bleiben – wie beim Mängelgewährleistungsrecht, für das demnächst ein annehmbares Ergebnis erwartet werde.

„Unser politisches Kapital, das wir unter anderem unserem Netzwerk verdanken, zum Beispiel als Leiter der Holzgruppe im Unternehmerverband des Deutschen Handwerks (UDH) oder als Mitglied im Deutschen Holzwirtschaftsrat und der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB), wird auch bei den brandaktuellen Themen wie der EnEV 2017, der Erbschaftssteuerreform oder des Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) von Nöten sein“, ist sich der TSD-Präsident sicher.

Leistungen weiter ausgebaut

Ebenso wie die Interessenvertretung sind die direkten Leistungen für Mitgliedsbetriebe ein zentrales Merkmal für die Attraktivität der Innungsorganisation. Auch hierfür hatte Steininger einige positive Ergebnisse im Gepäck. Als Highlight für Fensterbauer und Monteure kündigte er die Befestigungsschrift für Fenster an. Mit etwa 200 Tabellen liefert die Fachschrift für zahlreiche Befestigungssituationen wichtige statische Nachweise. „Ein vergleichbares Werk gibt es auf dem Markt derzeit nicht“, sagte Steininger.

Mit den „Visuellen Grundsätzen für die Beurteilung von Oberflächen“ berichtete Steininger zudem von einer in Kürze erscheinenden zweiten Schrift, die unberechtigten Reklamationen und den damit verbundenen Auseinandersetzungen mit Kunden effektiv vorbeugt.

In der Berufsbildung verwies er auf die abgeschlossene Ausbildungsumfrage und den neuen Meisterprüfungssatz. Und im Bereich Marketing und Kommunikation sprach der TSD-Präsident die Redaktions- und Bilddatenbank an, die ab sofort unter www.tischler-schreiner.de erste kostenfreie Texte und Bilder für Innungsmitglieder bietet.

"Packen wir´s weiter an!“

Die traditionelle Bilanz schloss Konrad Steininger mit den Worten, dass er den eingeschlagenen Weg gern weiter fortsetzen wolle, denn sowohl die Entwicklungen des Marktes als auch die politischen Rahmenbedingungen, würden einem tagtäglich die Notwendigkeit einer handlungsfähigen Innungsorganisation vor Augen führen: „Viel Arbeit und Geld haben wir dafür investiert. Die Rendite bemisst sich im Erreichten. Liebe Kolleginnen und Kollegen, packen wir´s weiter an!“

Gerhard Rümmele verabschiedet

Nach mehr als 70 ausgebildeten Lehrlingen und über 30 Jahren ehrenamtlicher Innungsarbeit, davon 14 Jahre als Präsident von Schreiner Baden, verabschiedete TSD-Präsident Steininger Gerhard Rümmele aus der aktiven Verbandsarbeit auf Bundesebene. „In all diesen Jahren bist du nicht nur für die badischen Schreiner zu einer festen Größe geworden, sondern warst auch für uns immer eine verlässliche Stütze. Ein Urgestein eben“, sagte Steininger in seiner Laudatio.

Autor:
Holzi am 22. Jun. 2016 um 07:20 Uhr
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