Europäische Holzhandelsverordnung: HDH befürwortet gleichen Sorgfaltsmaßstab für alle Marktteilnehmer



Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) begrüßt das Bestreben der EU-Kommission, im Rahmen der Europäischen Holzhandelsverordnung (European Timber Regulation/EUTR) EU-weit die gleichen Maßstäbe für die Anerkennung von Dokumenten zur Sicherstellung des legalen Holzeinschlags anzusetzen. „Für einen fairen Wettbewerb innerhalb der EU müssen die gleichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Diese Position hat der HDH bei Gesprächen mit der EU-Kommission und den deutschen Behörden mit Nachdruck vertreten“ so Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des HDH.

„Es ist für den Industriestandort Deutschland wichtig, dass der hiesigen Holzindustrie, die eine führende Position in der EU innehat, keine Wettbewerbsnachteile entstehen. Darum müssen auch bei der Umsetzung der EUTR, insbesondere bei der Sorgfaltspflicht, für alle die gleichen Maßstäbe angelegt werden“, so Klaas. Auch wenn viele der Mitgliedsstaaten der EU derzeit stark mit den Folgen der Finanzkrise zu kämpfen hätten, dürfe dies nicht dazu führen, dass wichtige Projekte wie die Holzhandelsverordnung vernachlässigt werden.

Laut der aktuellen EUTR sind Unternehmen, die Holz und Holzerzeugnisse erstmals in den EU-Binnenmarkt in Verkehr bringen, über ein mehrstufiges Sorgfaltspflichtsystem zur Sicherstellung und Dokumentation der Legalität des Holzeinschlags im Ursprungsland verpflichtet. Je nach Herkunftsland und der dort vorherrschenden Wahrscheinlichkeit von illegalen Machenschaften, sind dafür differenzierte Nachweise erforderlich. „Unter anderem sind Ursprungzeugnisse, Einschlagskonzessionen, Chain-of-Custody-Zertifikate und die anderen Möglichkeiten der Nachweisführung auf das Ursprungsland abzustimmen. Allerdings sollte jedes Dokument in jedem Mitgliedsstaat der EU den gleichen Stellenwert haben. Diese Voraussetzung ist zwingend, damit jene Unternehmen in Mitgliedsstaaten mit mehr Strenge bei der Umsetzung der EUTR keine Wettbewerbsnachteile haben“, so Klaas. Dies sieht der HDH als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Erfolg der EUTR an, die Neuheitencharakter nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für die Politik hat. „Daher steht unser Verband auch weiterhin sowohl der deutschen als auch der europäischen Politik gerne zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung.“

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Holzi am 21. Mär. 2013 um 05:30 Uhr
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