Kommt das CE-Kennzeichen später?



Möglicherweise wird die Koexistenzphase bei der CE-Kennzeichnung und der Einführung der Europäischen Norm EN 14351-1 Fenster und Türen verlängert. Der europäische Normungsausschuss CEN TC 33 hat im Herbst mehrheitlich dafür votiert, die Koexistenzphase um zwölf Monate zu verlängern. Trotzdem sollten Tischler und Schreiner das Thema CE nicht auf Eis legen.

Auch wenn sich das technische Komitee (TC 33) einig ist, heißt dies noch nicht, dass der in letzter Instanz entscheidende ständige Ausschuss Bauwesen in Brüssel zustimmen wird. Hersteller sollten sich deshalb weiterhin konsequent mit dem Thema der CE-Kennzeichnung beschäftigen, rät Franz-Josef Wiegers, technischer Berater des Fachverbandes Tischler NRW. „Es kann immer noch sein, dass die Koexistenzperiode wie geplant zum Februar 2009 ausläuft.“ Dann dürften in Deutschland keine Produkte mit Ü-Zeichen auf Grundlage der Bauregelliste A mehr in Verkehr gebracht werden, sondern nur noch CE-gekennzeichnete Produkte. „Betriebe sollten in der CE-Kennzeichnungspflicht nicht nur einen bürokratischen Aufwand sehen, sondern auch eine Chance, ihre Qualität zu verbessern“, meint Franz-Josef Wiegers. Die neue Norm schreibt nämlich auch die Einführung einer werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) vor.

Systemmappe CE plus

Die Verbände des Tischler- und Schreinerhandwerks helfen zusammen mit ihren Partnern von der Euro Baubeschlaghandel Aktiengesellschaft sowohl bei der Einführung der WPK als auch bei der Prüfung der in der Norm vorgeschriebenen Eigenschaften der Produkte. Statt einer teuren und aufwändigen Erstprüfung für jedes Fenstermodell können Betriebe auf die Systemlösung CE plus zurückgreifen. Der Verein fenster marke tischler/schreiner hat als Systemgeber die wichtigsten europäischen Fenstertypen in anerkannten Prüflaboren testen lassen. In einem Systemordner sind die Erkenntnisse zusammengefasst. Hält sich der Fensterbauer an die Konstruktionsvorgaben, gilt auch sein Fenster als geprüft und darf mit dem CE-Kennzeichen versehen werden. Darüber hinaus sind die Fensterkonstruktionen des Systems CE plus auf weitere Leistungseigenschaften wie Dauerfunktion, mechanische Festigkeit , Widerstand gegen Lasten in der Flügelebene, Widerstand gegen statische Verwindungen und Bedienkräfte getestet. Die Qualität der Fenster steigt dadurch.

Tischler oder Schreiner, die Mitglied einer Innung sind, können eine dreijährige Lizenz für die Systemmappe CE plus erwerben. Ihnen steht für 90 Euro pro Jahr immer eine aktualisierte Version der Systemmappe zur Verfügung. Weitere Informationen erhalten interessierte Betriebe auf der Internetseite www.fenster-marke-tischler.de.

Autor:
Holzi am 10. Nov. 2008 um 05:10 Uhr
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