Moderne Computertechnik beschleunigt die Verpackungsentwicklung



HPE High TechZeit ist Geld: Das gilt auch und ganz besonders für die Verpackungsbranche. Erst auf das Packgut warten und dann planen, das war einmal. „Heute erwarten unsere Kunden effiziente und maßgeschneiderte Verpackungslösungen just in time“, bekräftigt Siegfried von Lauvenberg, Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. Deshalb vertrauen viele Verpackungshersteller auf den Einsatz modernster, computergesteuerter Technik, welche die unmittelbar aufeinander folgende Entwicklung von Packgut und Verpackung ermöglicht.

Anlagen aus dem Maschinenbau, chemische Produkte und Teile für die Automobilbranche stellen nur einen Bruchteil der Waren dar, die durch die HPE-Mitgliedsunternehmen jeden Tag weltweit verschickt werden. War früher der Faktor Zeit weniger bedeutsam, hat er durch einen immer kurzfristiger agierenden Weltmarkt einen hohen Stellenwert für den geschäftlichen Erfolg der Verpackungsunternehmen erlangt. Auf CAD-Technik (CAD = Computer Aided Design) basierende Programme helfen, diese Zeit einzusparen und Holzverpackungen in Form von Kisten, Kabeltrommeln oder Paletten termingerecht und nach Kundenwunsch herzustellen.

Virtuelle Verpackungsentwicklung spart Zeit

Spezielle Konstruktionsprogramme ermöglichen es inzwischen vielen deutschen Verpackungsherstellern, Verpackungen virtuell zu entwickeln. Alle verfügbaren Daten des Packgutes werden vom Kunden an den Verpackungsdienstleister per Datentransfer oder Datenträger übermittelt und dort eingelesen. „Das ermöglicht es den Spezialisten vor Ort, direkt am Bildschirm die kundenspezifische Verpackung zu entwickeln und eventuell notwendige Änderungen mit wenigen Ergänzungen an der Tastatur vorzunehmen“, erklärt von Lauvenberg. Aus der virtuellen Konstruktion können dann alle Stücklisten und produktionsspezifischen Zeichnungen entnommen und in reale Muster-Packstücke umgesetzt werden.

Moderne Fertigungslinien für spezialisierte Ladungsträger

Die anschließende Herstellung der spezialisierten Ladungsträger erfolgt unter Zuhilfenahme modernster, CNC-gesteuerter Fertigungslinien (CNC = Computerized Numerical Control). Dazu zählen Nagelautomaten, Bearbeitungszentren, Maschinen für den Zuschnitt der Verpackungskomponenten und Anlagen für die Lagerung und den Transport der Verpackungen. Sondermaschinen wie so genannte Brett-Feeder, die Bretter entstapeln und der Produktionslinie zuführen, runden die Herstellung moderner Holzverpackungen ab. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Verpackungen für Kleinserien handelt, oder aber um den Versand von Großserien im internationalen Warenverkehr. Die hochentwickelten Computerprogramme und moderne Fertigungslinien machen die Packmittelbranche in Deutschland fit für die Herausforderungen der Zukunft.

Autor:
Holzi am 26. Okt. 2010 um 07:41 Uhr
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