Seehofer legt Grundstein für Biomasseheizkraftwerk in Waldmünchen



Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer legte den Grundstein für das Biomasseheizkraftwerk in Waldmünchen (Lkr. Cham). Anlagen auf der Grundlage einer energetischen Nutzung von Holz bringe Bayern ein erhebliches Stück weiter bei der Realisierung der Klimaschutzziele und mache den ländlichen Raum zukunftsfähig, lobte Seehofer die Initiative. Brennmaterial ist ausschließlich frisches Waldholz aus heimischer Forstwirtschaft.
biokraftwerk-Grundstein
Der daraus erzeugte Strom wird ab Dezember 2009 in das öffentliche Netz eingespeist, eine Reihe von gewerblichen, öffentlichen und privaten Gebäude wird mit der klimaneutralen Abwärme versorgt. Für Waldbauern, Holzerntefirmen und Hackunternehmer entstehen neue Einnahmequellen. Die Wertschöpfung bei der Energieerzeugung wird in die Region verlagert, die Abhängigkeit von den Energiemärkten Europas reduziert.

Betreiber des neuen Biomasseheizkraftwerks ist die Böhmerwald-Wärme-Waldmünchen GmbH mit den fünf Gesellschaftern: Waldbesitzervereinigung Waldmünchen zu 35 Prozent, der Stadt Waldmünchen mit 20 Prozent, der Taubert Textil GmbH mit 5,5 Prozent, dem Landkreis Cham zu 4,5 Prozent sowie den Bayerischen Staatsforsten mit 35 Prozent. Allein die Bayerischen Staatsforsten investieren rund 600.000 Euro in die neue Anlage mit moderner Verbrennungstechnik samt zugehörigen Filteranlagen. Die Initiative zum Bau geht auf die Waldbesitzervereinigung Waldmünchen und die Stadt Waldmünchen zurück.

Das geplante Biomasseheizkraftwerk besitzt eine Feuerungswärmeleistung von rund fünf Megawatt, ersetzt den Ausstoß von 5.250 Tonnen fossilem Kohlendioxid im Luftkurort Waldmünchen durch Verwenden des klimaneutralen und nachwachsenden Rohstoffes Holz und substituiert rechnerisch rund 1,9 Millionen Liter Heizöl. Die Bayerische Staatsforsten und die Waldbesitzervereinigung Waldmünchen sichern die langfristige Vollversorgung des Kraftwerks mit jährlich rund 9.000 Tonnen frischen Waldhackschnitzeln aus der Region zu. Die Waldbesitzer erhalten so einen Deckungsbeitrag für die Pflege der heimischen Wälder.

Bereits Ende Oktober geht in Mertingen (Lkr. Donauwörth) eine Biomasseanlage mit Beteiligung der Bayerischen Staatsforsten ans Netz.

Autor:
Holzi am 11. Aug. 2009 um 09:12 Uhr
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