Wohntrends 2006/2007: „Weniger Mief, mehr Design !“



Globalisierung, eine alternde Gesellschaft, das Bedürfnis nach Eigenständigkeit und Individualität, sprich die Veränderungen in unserer Gesellschaft, brechen traditionelle Lebensformen zunehmend auf. So auch beim Wohnen. Wohnen war gestern, heute ist unser Zuhause der Ort, in dem wir uns selbst verwirklichen wollen. „Homing“ nennen das die Trendforscher und meinen damit auch den Rückzug in die eigenen vier Wände, wo es gemütlich ist und man sich wohlfühlt. Um das Wohnen ist daher in den vergangenen Jahren ein neuer Markt entstanden, der sich weiter entwickeln wird. Den Menschen sind beispielsweise Wohnaccessoires wichtiger geworden, denn mit ihnen lassen sich schnell neue Wohnakzente setzen. Was einmal unser „trautes Heim“ war, wird in Zukunft ein Ort der individuellen Anforderungen und Bedürfnisse. Dieses neue Zuhause wird bewusst gestaltet. Dazu braucht man eine Menge neuer Produkte, Ideen und Dienstleistungen. Der weltweite Bedarf und das Bedürfnis nach Möbeln als Lösungen für Einrichtungsvisionen werden in den kommenden Jahren enorm wachsen. Für unsere Branche eine wichtige Entwicklung ist die „Demokratisierung von Design“. Design steht nicht mehr nur einer elitären und solventen Klasse zur Verfügung, Design ist ein allseitiges Thema und Interessensgebiet geworden. Darin liegt eine gute Chance für das Kulturgut Möbel. Geschmack lässt sich nämlich durch Vorbilder prägen. Es gibt derzeit eine Gunst des Augenblicks, den Mief, die Wucht und Überfüllung, ja die kleinliche Bürgerlichkeit durch echte Alternativen aus den deutschen Wohnzimmern zu vertreiben. Das Gefühl der Gemütlichkeit entsteht dann, wenn die Ausstattung unserer eigenen vier Wände unser Gemüt befriedigt. Hier lassen wir die Seele baumeln, fühlen uns geborgen. Hier wird Möbeldesign auch zur Therapie. Es wird immer öfter nach gutem, individuellem Design bei Möbeln gefragt. Die etlichen TV Sendungen zur Wohnberatung, zur Auswahl guter Möbel zeigen obendrein den wachsenden Stellenwert der „eigenen, modernen vier Wände“.

Die Ansprüche an die neuen Möbel sind heute eng mit dem flexiblen Leben der Menschen verbunden. Brauchte man früher die Einbauküche für ein halbes Leben, sind es heute modulare Schrankelemente, die sich neuen Gegebenheiten schnell anpassen können. Wollte man früher eine solide Schrankwand die dreißig Jahre nicht von der Stelle bewegt wird, sind es heute leichte Wohnwände, die den Flachbildschirm elegant integrieren. Zunehmend werden Möbel mit der Option zum leichten Ab- wie Aufbau und Transport nachgefragt. Übrigens nicht nur für den Transport zu einer anderen Wohnung, sondern auch innerhalb der Wohnung, denn hier wird immer öfter verändert, umgestaltet, neu dekoriert.

Möbel stellen Lösungen dar, sollen nicht nur Produkte zum Sitzen, liegen oder Aufbewahren sein. Möbel erfüllen heute meist einen Mehrzweck, haben eine doppelte oder dreifache Funktion. Der Schuhschrank hat auf der Rückseite einen Spiegel, der Fernsehsessel hat eine Massagefunktion, das Sofa ist zum Sitzen und für Gäste als Bett dienlich. Moderne Möbel müssen Komfort und Schönheit bieten und auf der anderen Seite Funktionalität und Effektivität, erst dann entsteht die neue Gemütlichkeit. Die Möbel- und Wohnstile werden sich global entwickeln. Zur kulturellen und regionalen Identität wird eine traditionelle Formensprache aber auch in Zukunft wichtig bleiben. Hieraus entsteht Weltdesign: Es zeigt die Vielfalt der Kulturen, die ihrem Stil treu bleiben, der in Möbeln auf der ganzen Welt Käufer finden wird.

Quelle: HDH

Autor:
Holzi am 10. Sep. 2006 um 18:27 Uhr
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