20 Jahre nach dem Weltgipfel in Rio: Landesforsten ziehen Nachhaltigkeitsbilanz



20 Jahre nach der UN Umweltkonferenz von Rio ziehen die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) für den Landeswald eine positive Bilanz.

Naturnahe Waldbewirtschaftung erhält Lebensraum
Die Landesforsten werden seit 1991 nach strengen ökologischen Kriterien der langfristigen ökologischen Waldentwicklung (LÖWE), bewirtschaftet. Richtschnur ist dabei eine umfassende Nachhaltigkeit , die in den verschiedenen Bereichen messbar ist, so dass eine langfristige nachhaltige Entwicklung dokumentiert werden kann: so wurde der Holzvorrat im Landeswald innerhalb von 20 Jahren von 64 Mio. auf über 79 Mio. Kubikmeter vergrößert. Durch den Vorratsaufbau wurde die Speicherung des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 von 48 Millionen Tonnen im Jahr 1991 auf über 60 Millionen Tonnen im Jahr 2011 gesteigert. Ökologische Schwerpunkte werden durch eine Vielzahl vernetzter Schutzgebiete und das flächendeckende Belassen von Totholz und Habitatbäumen gesetzt. Mit diesem Konzept, das seit 1991 kontinuierlich erweitert worden ist, konnte der Artenrückgang im Landeswald komplett gestoppt und eine Trendwende erreicht werden.

„LÖWE ist eines der weltweit führenden Waldbauprogramme. Im Rahmen unserer naturnahen Waldwirtschaft setzen wir die ökologischen, ökonomischen und sozialen Standards von Rio um“, erklärt Dr. Klaus Merker, Präsident der Landesforsten.

Seit 2000 sind die Landesforsten zudem nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) zertifiziert, dessen Nachhaltigkeits-Kriterien auf der Basis der Rio-Beschlüsse entstanden. Das Gütesiegel kontrolliert unabhängig eine nachhaltige und ökologisch verträgliche Waldwirtschaft. In Folge von Rio wurden viele verschiedene Prozesse in den Landesforsten angestoßen, wie zum Beispiel die Nationalparkausweisung im Harz , die Natura2000- und die vielen Waldschutzgebiete oder jüngst die Entwicklung eines Konzeptes für sogenannte "Hot Spots".

Die Nachhaltigkeit in der Waldwirtschaft ist hingegen keine Erfindung von Rio, sondern feiert im nächsten Jahr ihr 300jähriges Jubiläum.

Autor:
Holzi am 05. Jun. 2012 um 04:44 Uhr
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