Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die deutsche Sägeindustrie



Die Immobilienkrise in den USA, die daraus entsprungene Finanzkrise samt deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft hinterlässt auch erkennbare Spuren bei der deutschen Sägeindustrie. Die Exporte von Schnittholz nach den USA, Großbritannien und Spanien sind dramatisch eingebrochen. Nach Frankreich und Italien sowie Benelux sind deutliche Rückgänge seit November 2008 erkennbar. Die gesamte Branche ist von einer großen Unsicherheit über die weitere Entwicklung in 2009 geprägt.

Die Einbrüche auf den Exportmärkten führten schon ab Herbst 2007 in Deutschland und Mitteleuropa zu einem Einbruch auf den Schnittholzmärkten mit den Konsequenzen deutlicher Ertragsrückgänge, Liquiditätsengpässe, Eigenkapitalabbau und den Bedarf nach frischem Kapital im Zusammenhang mit verstärktem Lageraufbau.

Vor dem Hintergrund staatlicher Unterstützungsmaßnahmen in der Gegenwart sieht der BSHD einen dringenden Bedarf hinsichtlich der Gewährung von Bürgschaften im Rahmen der Rohstoffbezüge von Rundholz im Zusammenhang mit der Werksvermessung. Bekanntlich sind von der Sägeindustrie gegenüber der Forstwirtschaft Bürgschaften zu erstellen für werkseitig zu vermessende Rundholzlieferungen, die mit einer entsprechenden zeitlichen Verzögerung im Rahmen vertraglich vereinbarter Bedingungen zum Zahlungsausgleich kommen.

Da diese Avale die Kreditspielräume der Unternehmen der Sägeindustrie neben den bestehenden Kontokorrentlinien einengen, wäre es wünschenswert, wenn diese Bürgschaften gegenüber den Geschäftsbanken durch eine bundeseigene Bank, z.B. Kreditanstalt für Wiederaufbau, übernommen werden könnten, bzw. wenn den Unternehmen direkt von der KfW ein für die jeweilige Unternehmensgröße notwendiges Avalvolumen eingeräumt werden könnte, so der Präsident des BSHD, Dr. Josef Rettenmeier.

Dr. Rettenmeier weiter: „Mit der Einräumung solcher Avale wäre der deutschen Sägeindustrie sowie der Forstwirtschaft ein großer Dienst erwiesen. Daher unterstützen wir die Bemühungen der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbrauch (AGR) und ihres Vorsitzenden Michael Funk um einen Bürgschaftsschirm. Wir rufen die Politik auf, dieses Anliegen zu unterstützen.“

Im Übrigen, so der BSHD-Präsident, müsste es auch im Interesse der Landesforstverwaltungen und des Bundes sein, eine derartige Unterstützungsmaßnahme ins Auge zu fassen, weil gerade aus den Wäldern der Bundesländer und des Bundes erhebliche Mengen Holz der deutschen Sägeindustrie zufließen.

Autor:
Holzi am 27. Mär. 2009 um 06:45 Uhr
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