Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe 2008



Umweltminister Eckhard Uhlenberg hat heute das Institut für preisoptimierte Gebäudemodernisierung aus Paderborn mit dem Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe 2008 des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Das Institut hat eine Dämmhülsen-Konstruktion entwickelt, bei der entweder Naturfasern oder Zellulose als Dämmstoff eingesetzt werden. Diese Dämmung , die zurzeit schon an 55 Kölner Schulen eingesetzt wird und damit jährlich 240.000 Kilowattstunden Heizenergie einspart, ist erheblich preisgünstiger als die bisher auf dem Markt erhältlichen Dämmkonstruktionen. Geschäftsführer Arnold Drewer nahm dafür den mit 2.000 Euro dotierten Preis entgegen.

„Der Förderpreis für nachwachsende Rohstoffe des Landes Nordrhein-Westfalen wird an Menschen verliehen, die sich in Nordrhein-Westfalen um die Nutzung von Biomasse für energetische oder für stoffliche Zwecke in Forschung, Lehre, Industrie oder Praxis besonders verdient gemacht haben. Wir wollen mit diesem Förderpreis das Engagement dieser Menschen belohnen und würdigen“, so Umweltminister Eckhard Uhlenberg.

Gleichzeitig wurden verschiedene Sonderpreise verliehen, die mit jeweils 500 Euro dotiert sind. So wurde der Verein Haus im Glück e.V. des Kreises Steinfurt für sein Konzept zur energetischen Nutzung und Pflege der Wallhecken mit dem Sonderpreis „Regionale Konzepte“ ausgezeichnet.
Das Projekt hat das Ziel, den Heckenschnitt der Region energetisch zu nutzen und dabei acht Millionen Liter Erdöl jährlich einzusparen. Gleichzeitig werden die Hecken und mit ihnen die typische Münsterländer Parklandschaft erhalten.

Das Institut für Automation und Industrial IT der Fachhochschule Köln – Campus Gummersbach hat ein anwendungsorientiertes Simulationsmodell zur Optimierung des Anlagenbetriebs von Biogasanlagen entwickelt. Dieses Modell soll den Betreiber bei der Auswahl der besten Substratbeschickungen unterstützen und so dazu beitragen, Biogasanlagen erfolgreich und effektiv zu betreiben. Für diese Arbeiten wurden Prof. Michael Bongards und seinen Mitarbeitern der Sonderpreis Wissenschaft zuerkannt.

Die Firma Kleeschulte Agrar aus Büren wurde für ihr gesamtwirtschaftliches Konzept ausgezeichnet. In den letzten Jahren wurden der Vertrieb von Holzpellets und Pflanzenöl zu betrieblichen Schwerpunkten. So wurde eine eigene Ölmühle errichtet, ein mit heimischem Pflanzenöl betriebenes Blockheizkraftwerk gebaut sowie eine E85-Tankstelle eingerichtet.
Als Highlight für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe wurde im Mai 2008 ein Rapsöl BMW beim 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring eingesetzt.

„Die ausgezeichneten Projekte und Preisträger bilden eine große Spannbreite des Einsatzes nachwachsender Rohstoffe ab und zeigen die Möglichkeiten und Potentiale auch in Nordrhein-Westfalen“, so Umweltminister Eckhard Uhlenberg.

Autor:
Holzi am 19. Nov. 2008 um 13:07 Uhr
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