Grundlagen zum Einbau einer Tür mit Türfutter



Auf der Baustelle sind die Abmessungen der Maueröffnung nachzuprüfen, da sie oft von den Maßen der Werkzeichnung abweichen und die Verantwortung bei Unstimmigkeiten allein der Tischler trägt. Die lichten Öffnungsmaße werden in der Reihenfolge Breite x Höhe notiert. Die Breite misst man unten und oben, stellt gegebenenfalls mit der Wasserwaage Abweichungen von der Senkrechten fest und ermittelt so den kleinsten Wert der Öffnungsbreite. Die Höhe misst man von Unterkante Sturz bis Oberkante Fußboden, wobei zu prüfen ist, ob der Sturz „in der Waage liegt“. Ist der Fußboden noch nicht gelegt, so findet man an der Wand einen Querriss, die „Metermarke“. Ein Meter unter dieser Markierung wird später die Oberkante des Fußboden liegen. Folglich ergibt der Abstand zwischen Sturz und Metermarke zuzüglich 1m die Öffnungshöhe. Fehlt die Metermarke, so ist das Sicherste, sich die Fußbodenhöhe vom Bauführer angeben zu lassen, da auch die Deckenträger keinen sicheren Anhaltspunkt ergeben. Bei Türen zwischen Räumen mit verschiedener Höhenlage des Fußbodens gilt die Höhe des Fußbodens des Raumes, in den die Tür schlägt. In diesem Fall liegt die Schwelle später mit dem höheren Fußboden bündig, während der Falz der Schwelle mit dem tieferliegenden Fußboden bündig kommt. Wird der Fußboden glatt durchgeführt, so muss die Schwelle in die gleiche Höhe des Fußbodens gesetzt oder das Futter ohne Schwelle gebaut werden. Die Tür hat dann unten keinen Anschlag. In ihre Unterkante kann Gummi eingesetzt werden, der auf dem Fußboden gleitet und unten abdichtet. Ist der Treppenaustritt schon vorhanden, so kann man seine Höhe mittels Latte und Wasserwaage bis zur Türöffnung übertragen, um so die Fußbodenhöhe zu erhalten. Der obere Abschluss der Futter aller Türen eines Räumes muss möglichst in gleicher Höhe liegen. Daraus ergibt sich, dass bei ungleicher Fußbodenhöhe die Türfutter verschieden hoch werden müssen , dass also sorgfältigstes Messen aller Öffnungen notwendig ist. Die Wanddicke ist oft nicht gleichmäßig; es kommt auch vor, dass eine Wand nicht Lotrecht gesetzt ist. Während man deshalb in Breite und Höhe das kleinste Maß notiert, vermerkt man in der Futtertiefe das größte. Für nicht vorhanden Innenputz rechnet man 10 bis 15mm.

Für alle Serientüren und Massenfertigung von Türen sind als Öffnungsmaße die „Rohbau-Richtmaße“ ausschlaggebend. Diese werden in der Breite aus einer bestimmten Anzahl von Ziegellängen zuzüglich den dazugehörigen Stoßfugen gebildet. Die Vorzughöhe beträgt für Innentüren einheitlich 2m.

Aus dem lichten Rohmauermaß (lichten Rohbau-Richtmaß) werden die Futter-Lichtenmaße errechnet. Da mit sich das Futter später leicht einsetzen lässt, gibt man ihm seitlich und oben je 10 bis 20mm „Luft“. Je breiter die „Luft“ ist, um so breiter müssen die Bekleidungen werden, je schmaler der Zwischenraum um so fester lässt sich das Futter am Gewände befestigen, aber um so schwieriger wird bei tiefen Futtern das Einsetzen, besonders wenn die Maueröffnung nicht rechtwinklig ist.

Für in der Falz schlagende Türen geht man davon aus, dass die Schrauben für die Aufsetzbänder mindestens 35mm lang sein sollen, um ein Lockerwerden der Bänder zu verhindern. Dadurch erhält man ein Mindestmaß von 35mmvom lichten Rohmauermaß bis zur Fals-Lichtmaß auf jeder Seite. Hierzu 12mm für die Falzbreite hinzugezählt, ergibt 47mm (rund 50mm) Mindestabstand vom lichten Rohmauermaß auf jeder Seite, um das Futter-Lichtemaß zu erhalten. Bei annähernd gleichbreiten Maueröffnung wird man bestrebt sein, gleiche lichte Futterbreite für Türen zu erhalten und legt dann das kleinste Rohmauermaß zugrunde.

Mehr Informationen über Türen, das Einsetzen von Futter und anderen Baustoffen, sind unter diesem Link zu finden: http://www.baustoff-direkt.de

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Holzi am 08. Apr. 2013 um 09:41 Uhr
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