Mein Traumberuf "Tischler/in". #005



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#005

Nach längerer Krankheitbedingter Unterbrechung, stelle ich wieder Auszugweise das Buch "Mein Traumberuf Tischler/in" in die Holzwurm-page. Heute geht es um eine Montagevariante von Zimmertüren aus dem Karton. Da immer mehr Tischler-und Schreinereien mehr Montagearbeiten machen, ist das ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung.
Ich erwarte wie immer Euren Kommentar!


Montage einer Zimmertür

Wir schaffen uns eine ebene Arbeitsfläche ca. 1050 x 2000 mm, auf dem wir die Einzelteile der Fertigtür ausbreiten. Die Zargenteile legen wir bei Seite und beginnen die Zarge mit den Montagehilfen wie Dübel , Querholzplättchen, Schrauben, Schlagkrallen zu versehen und dann zusammen zu schrauben. Nach auftragen des Leims ist darauf zu achten, das Flächen eben werden und Fugen dicht sind.
Nach dem Zusammenbau der ZT-Zarge, wird der Zustand der Rohbauöffnung unter die Lupe genommen. Im Wandbereich entfernen wir Putz- und Mörtelüberstände an den Mauerfugen. Die Drehrichtung feststellen, und auf der gegenüberliegenden Seite des Falzes die obere Gipskante auf ca. 45° abschrägen. >>Drehrichtung; Falzseite Band links = DIN Links, Falzseite Band rechts = DIN Rechts. Zierbekleidung muss noch die Abschrägung überdecken. Wird der Gips oder Putz nicht abgeschrägt, kann beim einkeilen der Gips großflächig abscheren (Zeichnung ).<<

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Die Rohbaumasse, sollten die Normen einhalten. Bei einer ZT mit den Massen 14,5 x 86 x 198,5 cm sollte die Rohbauöffnung abzüglich Wandfliesen und Bodenbelag 14,5 bis 15,5 cm in der Wandstärke und 88,5 bis 89,5 cm in der lichten Türbreite, 200 bis 202 cm in der lichten Höhe.
Bei Dehnungsfugen im Bodenbereich, sollte diese wenn möglich unter dem Türblatt verlaufen (Zeichnung). Nach dem Durchbleien von Wänden und Boden, stellen wir die Zarge in die Maueröffnung und befestigen sie nach dem groben Ausbleien mit Holzkeilen an den Ecken. Die Nute für die Aufnahme der Zierbekleidung wird in Keilhöhe mit einem Nutstarkem Holzblättchen ausgefüllt, damit der Keildruck nicht die Nute beschädigt. >>Die Keile können jetzt nach dem Abschrägen des Putzes im Sturzbereich fest angezogen werden. Der Druck geht nicht auf die Putzkante, die Großflächig abspringen würde, sonder direkt an den Sturz.<< Zur Kontrolle wird das Türblatt eingehängt und die Fugen werden kontrolliert. Jetzt wird die Zarge mit einem 2K-Montageschaum an für die Stabilität wichtigen Punkten eingeschäumt. Diese Punkte befinden sich auf den Bandhöhen, ein wenig ganz unten, auf Schlosshöhe, und dazwischen noch ein paar Punkte. >>In vielen Fällen sollte das Rohmauerwerk mit einer passenden Grundierung vorbehandelt werden.<<
Ausnahmen im Ausschäumen und der Schaumwahl, sind unter anderem Schallschutztüren, Wohnungsabschlusstüren, Türen für den Medizinischen Bereich, Feuerschutztüren, usw. >>Für solche Befestigungen liegen zum größten Teil DIN-Richtlinien vor.<<

1. Auflage: August 2008

Herausgeber, Druck und Gestaltung;
Michael Hell, Tischlermeister & Designer
Michael Finger, Holztechniker

© 2oo8 by Hell M.
Autor:
Hell.M am 20. Feb. 2009 um 15:49 Uhr
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