Innovationen sparen Energie und Ressourcen



„Ohne Innovationen steht unsere Wirtschaft still“, betonte DI Martin Leitl, Präsident der ACR in seiner Begrüßungsrede vor rund 150 Gästen, die zum jährlichen Get Together der ACR (Austrian Cooperative Research) ins Tech Gate Vienna gekommen waren. Wie erfolgreich kleine und mittlere Unternehmen mit Forschungsinstituten zusammenarbeiten können, zeigt der Kooperationspreis der ACR, der heuer zum fünften Mal gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium (BMWFJ) verliehen wurde.

„Viele Betriebe benötigen für ihre Innovationen nicht nur finanzielle Förderungen, sondern auch Entwicklungspartner. Die ACR vermittelt erfolgreich beides und ist mit ihrem Know-how ein verlässlicher Partner des Mittelstandes“, so SC Dr. Michael Losch, BMWFJ, in seiner Gastrede. Zudem betonte Losch, dass der Bereich Forschung und Entwicklung trotz der Budgetsanierung auch in Zukunft kräftig unterstützt werde und sogar von neuen Maßnahmen profitiere: „Die Anhebung der Forschungsprämie von acht auf zehn Prozent forciert die Markteinführung von Erfindungen und Forschungsprodukten".

Martin Leitl freut sich über die heurigen Preisträger des ACR Kooperationspreises: „Die Produkte und Verfahren, die aus dieser erfolgreichen Zusammenarbeit von Forschung und KMU hervorgegangen sind, sichern die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich“.

Die Preisträger des ACR-Kooperationspreises 2010

Mit rodo.system konnte die Kärntner Firma Ing. E. ROTH GmbH Holzbauwerke gemeinsam mit dem ACR-Institut Holzforschung Austria (HFA) punkten. Das clevere Decken-Wand-Dach-System dämmt nicht nur, sondern minimiert auch den Verschnitt an Brettsperrholz drastisch.

Für eine robuste Tunnelausbaukleidung mit geschliffenem, weißem Mörtel wurde das steirische Unternehmen H. Junger Bauges.m.b.H und das Forschungsinstitut der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZFI) ausgezeichnet. Das neu entwickelte Produkt und das dazugehörige Verfahren sparen Arbeitsschritte und reduzieren den Reinigungsaufwand – was eine wesentliche Verlängerung der Sanierungsintervalle zur Folge hat.

Fossile Energieträger durch nachhaltige Ressourcen zu substituieren und die steigende Konkurrenz um den Rohstoff Holz waren Motor für die Wiener EBES AG European Bio Energy Services und das Österreichische Forschungsinstitut für Chemie und Technik (ofi), eine neue Pellets-Generation zu entwickeln. Die aus unterschiedlichen pflanzlichen Materialien hergestellten ACB-Pellets verfügen über eine wesentlich höhere Energiedichte als Holzpellets, können im Freien gelagert und aufgrund ihrer kohleähnlichen Eigenschaften direkt als Kohlesubstitut in Kraftwerken eingesetzt werden. Dadurch reduziert sich der Transport- und Lageraufwand drastisch.

Starker Partner für KMU

Gerade kleine und mittlere Betriebe haben ein sehr großes innovatives Potenzial: Sie haben kurze Entscheidungswege und können rasch auf neue Trends reagieren, sie sind nah am Kunden und kennen ihre Märkte gut, so Dr. Johann Jäger, Geschäftsführer der ACR. „Die ACR kennt dieses Potenzial, weiß aber auch über die Herausforderungen, die „kleinere“ Player am Innovationspfad zu bewältigen haben. „Wir freuen uns mit den Gewinnern des Kooperationspreises der ACR 2010. Es ist schön zu sehen, wie aus einer ersten Idee durch Engagement und Zusammenarbeit von Betrieb und Forschungsinstitut neue, am Markt erfolgreiche Produkte entstehen“.

Jury und Kriterien

Die Jury setzte sich aus Vertretern der FFG (Österreichische Forschungsförderungs-gesellschaf GmbH), des RFTE (Rat für Forschung und Technologieentwicklung), WKÖ, BMWFJ und BMVIT sowie dem ACR-Institut KMU Forschung Austria zusammen. Die eingereichten Projekte wurden auf Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Innovationsgehalt geprüft. Auch wird bewertet, ob durch die Innovation neue Kunden gewonnen bzw. Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. Die Innovation selbst wird nach ihrem technologischen Anspruch und ihrer Komplexität bewertet. Nicht zuletzt spielt auch die Qualität der Kooperation mit dem jeweiligen Forschungsinstitut eine Rolle – und ob aus der Zusammenarbeit Folgeprojekte entstehen.

Autor:
Holzi am 31. Okt. 2010 um 08:14 Uhr
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