Klare Regeln für den wachsenden Multilayer-Markt



Das Interesse der Branche am MMFA – Verband der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge e.V. ist ungebrochen. Schon von Oktober 2012 bis Oktober 2013 war die Mitgliederzahl von anfangs sieben auf 23 angewachsen. Jetzt sind weitere vier Neuzugänge zu verzeichnen: Beaulieu Flooring Solutions (Belgien) ist Ordentliches Mitglied geworden, und als außerordentliche Mitglieder traten die Firmen Amorim Cork Composites, S.A (Portugal), ewifoam E. Wicklein GmbH (Deutschland) sowie Mondi Gronau GmbH (Deutschland) dem MMFA bei. Der junge Verband hat nun 14 ordentliche und 13 außerordentliche Mitglieder. Insgesamt sind neun europäische Nationen vertreten. Der MMFA setzt sich vor allem für klare Regeln und Normen für die innovative Produktgattung der modularen Multilayer-Bodenbeläge ein.

MMFA-Präsident Matthias Windmöller hat eine einfache Erklärung für das schnelle Wachstum des neuen Verbandes: „Die Produktentwicklungen im Bereich der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge sind enorm und so gibt es derzeit viel Bewegung im Markt. Da ist es nur folgerichtig, dass zahlreiche Player im Markt sich dem MMFA als zentraler Interessenvertretung anschließen.“

Das Innovative an den neuen, modularen Multilayer-Böden ist es, dass hier die Stärken verschiedener Bodenbeläge – z.B. bei Oberfläche, Substrat oder Unterboden – in einem Produkt zusammengeführt werden. Angesichts des Innovationsschubs bei den Multilayer-Prozessen und -Produkten sieht der MMFA eine seiner Hauptaufgaben darin, im Interesse des Marktes – und besonders auch im Interesse der Verbraucher – eindeutige Spielregeln zu schaffen.

Das komplette Fußbodensystem steht im Fokus

Unter Leitung von Volker Kettler (Meisterwerke, Rüthen) und Edwin Lingg (Li&Co, Müstair/Schweiz) ist der Technische Arbeitskreis des MMFA aktiv an der europäischen Normentwicklung der „prEN 16511“ beteiligt. In die zukünftigen Produktnormen will man spezifische Tests und Anforderungen je nach Produktaufbau integrieren. Ebenso sollen bei den schwimmend zu verlegenden Systemen verschiedene Qualitätsstufen von Unterlagsmaterialien berücksichtigt werden.

Dem MMFA ist wichtig, dass in seinem technischen Arbeitsprogramm der Bodenbelag im kompletten Systemzusammenhang betrachtet wird: Nur durch die richtige Kombination von Unterboden, Unterlagsmaterial und mehrschichtig modularem Fußbodenbelag wird das Fußbodensystem im Ganzen gesichert und seine Lebensdauer erhöht. Eine spezielle Arbeitsgruppe im MMFA befasst sich mit diesen Systemzusammenhängen. Auch die Themen Verlegung sowie Reinigung und Pflege stehen auf der Agenda. Am Ende will der MMFA konkrete Empfehlungen für Unterlagsmaterialien herausgeben.

Transparenz für den Markt

Die Öffentlichkeit soll rasch über die Produkte der jungen Branche aufgeklärt werden. Umfassende Information und Beratung sind notwendig, um die neuen Fußbodenprodukte als eigenständige „Gattung“ erfolgreich am Markt zu etablieren. Der Arbeitskreis Marktentwicklung beschäftigt sich bereits intensiv mit der Produktnomenklatur und der Entwicklung aussagekräftiger Produkt- und Begriffsbeschreibungen.

Zweiter Arbeitsschwerpunkt ist die regelmäßige Erhebung von MMFA-Absatzstatistiken in drei Produktkategorien. Um Aussagekraft zu gewinnen und Vergleichbarkeit zu sichern, haben sich die MMFA-Mitglieder auf das Erfassen der Absatzmengen aus der Produktion ihrer europäischen Werke in drei Produktkategorien geeinigt: Vereinfacht beschrieben umfassen schwimmend verlegte, modulare Fußböden der Klasse 1 solche auf HDF-Trägermaterial, die der Klasse 2 beinhalten solche ohne HDF-Trägermaterial, d.h. unter anderem Böden aus Vollkunststoff. Und in Klasse 3 werden Sonderprodukte mit Mischaufbauten erfasst. Ab 2014 sollen quartalsmäßige Absatzzahlen nach Region und Ländern gesammelt werden.

Weitere Branchenteilnehmer willkommen

Ende April ist die nächste Ordentliche Mitgliederversammlung des MMFA geplant. In der Zwischenzeit werden projektbezogen die MMFA-Arbeitskreise tagen. Für 2014 sind ebenfalls eine oder mehrere Veranstaltungen geplant, bei denen das Handwerk und seine Sachverständigen in das Spezialwissen rund um diese Fußbodensysteme eingeführt werden sollen.

Der MMFA freut sich über weitere interessierte Mitstreiter: Ordentliches Mitglied können im Handelsregister des jeweiligen europäischen Landes eingetragene Unternehmen werden, die mehrschichtig modulare Fußbodenbeläge mit dekorativer Oberfläche in eigener Verantwortung herstellen und vertreiben. Der Firmensitz und die Produktion müssen in Europa sein. Als Außerordentliche Mitglieder können Materialhersteller, Lieferanten, Systempartner oder Einrichtungen beitreten, die als Prüf- bzw. Forschungsinstitute für die Branche tätig sind. Für sie gilt die volle Teilnahmemöglichkeit an allen Arbeitskreisen und Projektgruppen sowie ein Rederecht bei den Mitgliederversammlungen.

Autor:
Holzi am 15. Jan. 2014 um 09:58 Uhr
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