KWF-Prüfausschuss "Geräte und Werkzeuge"



Am 23. April tagte der Prüfausschuss "Geräte und Werkzeuge" des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e. V. (KWF) in Groß-Umstadt. Obmann Alois Zollner vom Forstlichen Bildungszentrum Laubau bewertete mit zwölf Mitgliedern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark die aktuellen Prüfobjekte.

Eine Besonderheit der aktuellen Sitzung war, dass dem Ausschuss erstmals seit langer Zeit keine motorgetriebenen Prüfobjekte vorlagen. KWF-Prüfingenieur Dietmar Ruppert führt das auf die neue europäische Abgasrichtlinie zurück. "Die Emissionswerte müssen nach der neuen Richtlinie deutlich gesenkt werden. Die Firmen arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, ihre Produkte auf die Anforderungen auszurichten. Erst danach werden sie wieder Prüfungen durchführen lassen.", erklärte Ruppert.

Dennoch hatte der Ausschuss einiges zu tun. Beurteilt wurde zum Beispiel ein modernes Splittersuchgerät. Mit diesem werden stehende oder liegende Bäume auf Metallsplitter (Nägel oder Bombensplitter) untersucht. Diese können im Sägewerk zu erheblichen Schäden führen. Ein vom Forstlichen Bildungszentrum für Waldarbeit und Forsttechnik NRW (Neheim-Hüsten) entwickelter Pflanzspaten wurde ebenso vorgestellt. Mit diesem sollen große Pflanzen besonders ergonomisch in den Boden gesetzt werden können.

Außerdem wurden verschiedene Sappies, Kluppen, Sprühfarben zur Holzmarkierung und Bio-Kettenöle für Motorsägen vorgestellt, besichtigt und besprochen.

Der Prüfausschuss "Geräte und Werkzeuge" wird vom KWF halbjährlich einberufen. Er besteht ausschließlich aus Forstpraktikern mit viel Erfahrung. Die meisten von ihnen sind Arbeitslehrer aus den verschiedenen Forstlichen Bildungszentren. Die Ergebnisse der Prüfungen gehen so direkt in die Ausbildung ein. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Ausbildung befindet sich stets auf dem aktuellsten Stand und die Ergebnisse der KWF-Arbeit stehen der Praxis umgehend zur Verfügung.

Die Berichte des Ausschusses sind im Internet über www.kwfonline.de für jeden frei zugänglich. Die zahlreichen Zugriffe zeigen das große Interesse von Profis, sowie von Nichtprofis.

Neben dem umfangreichen Prüfprogramm findet auch ein Erfahrungsaustausch statt. Der Weiterbildungsteil bestand dieses Mal aus einer Besichtigung des neuen Pollmeier-Werkes in Aschaffenburg. Die nächste Sitzung des Ausschusses findet im Herbst in Neheim-Hüsten statt. Schwerpunkte werden dann u. a. wieder aktuelle Motorsägenprüfungen sein.

Autor:
Holzi am 25. Apr. 2009 um 05:18 Uhr
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