Letzte Lücke im "Grünen Band" geschlossen



Der Bund und das Land Sachsen-Anhalt haben heute in Magdeburg eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der das letzte rund 1.700 Hektar große Teilstück des "Grünen Bandes" dauerhaft für den Naturschutz gesichert wird. "Damit ist die letzte Lücke geschlossen und das „Grüne Band“ als das größte Biotopverbundsystem in Deutschland vollendet", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser.

Mit dem Lückenschluss ist jetzt das gesamte Grüne Band von der Ostseeküste bis Bayern mit einer Gesamtgröße von ca. 7.000 Hektar und einer Länge von fast 1.400 km in das Nationale Naturerbe überführt. Auf dem früheren innerdeutschen Grenzstreifen hat sich über die Jahrzehnte der Teilung eine teilweise einzigartige Natur eingestellt. Eine Bestandsaufnahme Anfang der 90er Jahre verzeichnet 109 verschiedene Lebensraumtypen und 160 bedrohte Arten. Neben seiner Bedeutung für den Naturschutz stellt das Grüne Band auch ein wichtiges Mahnmal der jüngeren deutschen Geschichte dar. "Die ehemalige innerdeutsche Grenze symbolisierte über Jahrzehnte die Teilung Deutschlands und Europas. Dort, wo früher eine befestigte Grenze Deutschland teilte, ist über die Jahre eine großartige Naturlandschaft längs durch Deutschland entstanden. Dieses Grüne Band erinnert uns an die gewaltsame Teilung Deutschlands und es ist gleichzeitig ein Symbol für die gelungene Wiedervereinigung", sagte Heinen-Esser.

Neben der Vereinbarung zum Grünen Band wurde heute auch eine Rahmenvereinbarung zur Übertragung von weiteren rund 1.800 Hektar wertvoller Naturerbeflächen mitten im Nationalpark Harz aus dem Bestand des Bundes an das Land Sachsen-Anhalt unterzeichnet. Insgesamt übernimmt damit das Land Sachsen-Anhalt die Verantwortung für rund 3.500 Hektar wertvollster Naturerbeflächen.

Die Sicherung des Nationalen Naturerbes, insgesamt geht es um eine Größenordnung von 125.000 Hektar Naturflächen, ist für die Bundesregierung von herausragender Bedeutung. "Die dauerhafte Sicherung des Nationalen Naturerbes bereichert unser Land und kommt uns bereits heute allen zu gute. Vor allem die nachfolgenden Generationen werden dies zu schätzen wissen", betonte Heinen-Esser.

Autor:
Holzi am 01. Feb. 2011 um 10:31 Uhr
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