Peter Aicher ist neuer Vorsitzender von Holzbau Deutschland



Bayerns Zimmererpräsident Peter Aicher ist in Berlin einstimmig zum neuen Vorsitzenden von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes gewählt worden. Der 55-jährige tritt die Nachfolge des Rheinland-Pfälzers Ullrich Huth an, der nach acht Jahren Amtszeit nicht mehr kandidierte.

Als Stellvertretende Vorsitzende wurden der baden-württembergische Zimmererpräsident Josef Schlosser und der niedersächsische Verbandsvorsitzende Karl Hoffmeister bestätigt. Dipl.-Ing. Walter Bauer aus Satteldorf in Baden-Württemberg, Dipl.-Ing. Gerrit Horn aus Kaiserslautern, Dipl.-Ing. (FH) Rolf Kuri aus Schopfheim in Baden-Württemberg, Zimmermeister Walter Maiß aus Homberg in Hessen und Zimmermeister Michael Schönk aus Havetoft in Schleswig-Holstein gehören dem Vorstand an.

Während seiner Präsidentschaft will Peter Aicher in der Baubranche eine steuerliche Förderung von Handwerksleistungen – sowohl bei energetischen Modernisierungen als auch bei Neubauten – vorantreiben: „Nur so lassen sich Bauherren zu größeren Investitionen motivieren, als das mit der bisher praktizierten KfW-Förderung der Fall ist“, betont. Für die Holzbranche fordert Aicher die konsequente Umsetzung des Prinzips der Kaskadennutzung: „Holz ist ein zu wertvoller Rohstoff, um ihn im großen Maßstab zu verheizen. Zuerst muss er stofflich genutzt werden, denn dann bleibt das von ihm gespeicherte CO2 gebunden. Erst am Ende einer möglichst langen Nutzungsphase sollte man somit ans Verbrennen denken.“ Zudem hat sich Aicher zum Ziel gesetzt, die Themen „Graue Energie“ und „CO2-Bilanz“ in der Bau- und Energiepolitik zu forcieren: „Die spielen ja in der Diskussionen und Konzepten zur Energiewende bisher gar keine Rolle, dabei haben die eine große Bedeutung – und sind die Stärke des Holzbaus. Er ist in der Lage, einen spürbaren Beitrag zum Gelingen von Energiewende und Klimaschutz zu leisten .“ Daher fordert Aicher, die derzeit rein auf den Heizenergiebedarf fokussierte Betrachtung um eine Betrachtung des gesamten Gebäude-Lebenszyklus zu erweitern.

Für einen radikalen Neuanfang oder einschneidende Kurskorrekturen bei Holzbau Deutschland sieht der neue Vorsitzende keine Notwendigkeit: „Mein Vorgänger hat eine hervorragende Arbeit geleistet. Unter ihm wurden die Weichen richtig gestellt. Nun müssen wir das Begonnene kontinuierlich weiterführen und weitentwickeln, um auch in Zukunft positive Ergebnisse zu erzielen“, so Aicher.

Der 1958 geborene Aicher übernahm 1984 nach Abschluss der Meisterschule den von seinem Vater 1949 gegründeten Zimmereibetrieb im oberbayerischen Halfing bei Rosenheim. Diesen entwickelte er konsequent zu einem modernen Holzbauunternehmen mit heute 30 Beschäftigten, darunter drei Auszubildende. Von 1995 bis 2010 war Aicher Obermeister der Zimmerer-Innung Rosenheim, seit 2009 ist er Präsident des bayerischen Zimmererhandwerks. Dem Vorstand von „Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister“ gehört er seit 2010 an.

Ullrich Huth hatte während seiner achtjährigen Amtszeit maßgeblich die Umbenennung in Holzbau Deutschland im Jahr 2010 forciert und verantwortete das neue Erscheinungsbild. Er intensivierte die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nach innen und außen sowie die Interessensvertretung für den Holzbau. Er pflegte als Vorsitzender des Bundesverbandes die Kontakte zu Ministern, Staatssekretären und Parlamentariern in Berlin. Die Darstellung der gesamten Wertschöpfungskette des Holzes war ein weiteres Anliegen von Ullrich Huth. Er pflegte die Kontakte zur gesamten Forst- und Holzwirtschaft und konnte auch dadurch die Fachberatung Holzbau im Dezember 2013 wieder zum Leben zu erwecken. Von 2008 bis 2011 war Huth zudem Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates. Unter seiner Führung entwickelte sich die initiierte Zimmerer-Nationalmannschaft zu einem Sympathieträger des Holzbaus.

Autor:
Holzi am 24. Mär. 2014 um 10:35 Uhr
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