Tipps für das sichere Arbeiten mit der Motorsäge



Kaminholz sägen, kleinere Bäume fällen - mit einer Motorsäge lassen sich solche Arbeiten schnell und einfach erledigen. Doch gerade Hobbysäger sind sich vieler Gefahren beim Arbeiten mit der Motorsäge nicht bewusst. Zudem mangelt es ihnen oft an Routine, weshalb es immer wieder zu schweren Unfällen kommt.

Der erste Schritt, Verletzungen vorzubeugen, ist eine ausreichende Sicherheitskleidung. Auch bei kleineren Arbeiten ist das Tragen von Sicherheitsschuhen, Schnittschutzhose, Handschuhen und Helm mit Gesichtsschutz notwendig. Damit bei einem Unfall möglichst schnell Hilfe bereit steht, bzw. ein Rettungswagen informiert werden kann, sollte man grundsätzlich nie alleine mit der Motorsäge arbeiten. Eine zweite Person muss immer in Ruf- oder Sichtweite sein. Besonders gefährlich ist das Rückschlagen der Motorsäge beim Ansetzen der Schiene am Holz . Hier gilt als wichtigste Regel: Niemals mit der Schienenspitze ansetzen! Eine gut geschärfte Kette verringert außerdem das Rückschlag-Risiko. Zudem sollte es selbstverständlich sein, die Säge beim Einsatz immer mit beiden Händen festzuhalten, wobei man den Daumen stets unter dem vorderen Griffrohr hält.

Häufigste Unfallursache beim Arbeiten mit der Motorsäge sind Schnittverletzungen durch Ausrutschen oder Stolpern. Deshalb die Säge immer mit beiden Händen festhalten, bis die Kette endgültig steht (ggf. Kettenbremse einlegen). Einen wichtigen Schutz bieten außerdem Sicherheitsschuhe mit Schnittschutz und kräftigem Profil sowie Schnittschutzhosen.
Zu schweren Verletzungen kann auch ein Riss der Kette führen, die dabei wie eine Peitschenschnur ausschlägt. Ursache ist fast immer schlechte Pflege. Wer die Kette vorschriftsmäßig ölt, feilt und darauf achtet, dass der Kettenfangbolzen intakt ist, senkt das Risiko für einen Riss und entsprechende Verletzungen auf ein Minimum.

Auch der Lärm der Motorsäge kann langfristig problematisch sein und zu Gehörschäden führen, vor allem, wenn man häufiger Holzarbeiten durchführt. Abhilfe schafft ein Gehörschutz mit Gehörschutzkapseln bzw. -stöpseln. Bei Kapseln müssen die Dichtungsringe weich und formbar sein. Bei längerer Anwendung werden sie meist hart und dichten das Ohr nicht mehr genügend ab. Deshalb sollten sie regelmäßig erneuert werden.

(Quelle:aid.de)

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Weitere Informationen:
aid-Heft "Die Motorsäge - Einsatz und Wartung", Bestell-Nr. 61-1430, 3,50 Euro, http://www.aid-medienshop.de

Autor:
Holzi am 26. Sep. 2012 um 14:59 Uhr
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Comments

Hallo Holzi,

Du bringst es auf den Punkt. Grundvorrausetzung für das sichere Arbeiten mit Kettensägen ist in erster Linie die Schnittschutzkleidung. Schaut man sich mal die Statistiken der letzten Jahre an, erkennt man schnell das es immer noch Leute gibt die nicht ausreichend geschützt mit der Kettensäge hantieren.

Ansonsten als zusätzlichen Tipp wäre noch Erwähnenswert, immer ein Erste-Hilfe-Set vor Ort dabei zu haben. Das kann im Ernstfall Leben retten. Hierfür ist es aber auch wie du sagst zwingend notwendig nicht alleine zu arbeiten, sondern immer eine zweite Person dabei zu haben. Diese kann dann im Ernstfall den Notruf absetzen und erste Hilfe Maßnahmen ergreifen.

Ich denke gerade für den "Neueinsteiger" in diesem Bereich, hilft dieser und viele weitere Artikel von dir besten weiter.

Ich danke dir, Viele Grüße

Marc

Marc um 05:57 Uhr

Top Zusammenfassung aller relevanten Sicherheitsaspekte und Faktoren. Die Schnittschutzkleidung sollte natürlich bedacht gewählt sein. Hier gibt es verschiedene Schnittschutzklassen. Die Klasse 0 bietet den geringsten Schutz. Sie schützt den Anwender gegen Verletzungen bei denen die Kette der Kettensäge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16 Metern in der Sekunde läuft. Diese geringen Kettengeschwindigkeiten sind eher bei Akku- oder Elektrokettensägen gängig. Schutzklasse 1 reicht schon für Kettengeschwindigkeiten von bis zu 20 m/s. Bei der Klasse 2 sind es bis zu 24 m/s. Bei der Klasse 3 sind es 28 m/s und bei der Schutzklasse 4 32 m/s. Des weiteren sollte die Kleidung KWF geprüft sein. So geht man auf Nummer sicher keinen Schrott zu kaufen.
Aber auch die Abgase der Motorsäge spielen für Leib und Leben eine Rolle. So empfhielt es sich Alkylatbenzin als Kraftstoff zu verwenden. Dieses Benzin ist frei von Benzol und Schwefel.
Als Ergänzung und Abrundung kann man noch zu einem Kunststoff Schwertschutz bzw. Kettensägenkoffer raten. Denn man mag es nicht glauben, man kann sich auch an einer ausgeschalteten Motorsäge schneiden.

Besten Grüße und sicheres Schneiden

Stephan

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