Verbände für Förderung einer leistungs- und wettbewerbsfähigen Forstwirtschaft



Eine leistungsfähige, auf künftige Anforderungen ausgerichtete Forstwirtschaft und ihre Wettbewerbsfähigkeit im Gemeinsamen Markt der Europäische Union – so lautet eines der Kernziele im Gesetz zur Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). An diesem Ziel messen der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) und der Deutsche Bauernverband (DBV) die derzeit durch Bund und Länder stattfindende Priorisierung und Weiterentwicklung der GAK-Fördergrundsätze.

In ihrer gemeinsamen Stellungnahme sehen die Spitzenverbände in der Unterstützung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse das Herzstück der Strukturverbesserung in der Forstwirtschaft, das es besonders mit Blick auf rückläufige staatliche Dienstleistungsangebote und die besonderen Bewirtschaftungsanforderungen speziell in kleinparzellierten Wäldern weiterzuentwickeln gilt. Bei der Förderung einer naturnahen Waldbewirtschaftung setzen die Verbände auf standortgerechte, klimastabile und zuwachsstarke Bestände, ohne weitere Einschränkungen bei der Baumartenwahl. Weitere Forderungen beziehen sich auf die waldbauliche Pflege von Jungbeständen, eine praxisnähere Förderung von Kalkungsmaßnahmen, die Unterstützung von umweltverträglichen und arbeitserleichternden Holzernteverfahren sowie auf die Förderung des integrierten Waldschutzes. Beim Wegebau soll über den Neu- und Ausbau hinaus auch die Instandsetzung vorhandener Wege zumindest nach Unwetterschäden in die Förderung einbezogen werden. Ferner soll nach gemeinsamer Auffassung der Verbände die Erstaufforstung insbesondere von landwirtschaftlichen Grenzertragsstandorten und nicht genutzten Flächen im Sinne einer optimalen Nutzung knapper Ressourcen weiter gefördert werden.

Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Ausgangssituationen in den einzelnen Bundesländern sind sich die Verbände schließlich darin einig, dass die GAK-Fördergrundsätze in den Bundesländern ausreichend flexibel ausgestaltet werden müssen. Nur so lassen sich die zur Verfügung stehenden knappen Mittel effizient einsetzen und bürokratische Belastungen in Grenzen halten.

Quote:

Die gemeinsame Stellungnahme ist im Internet unter www.bauernverband.de oder www.dfwr.de
abrufbar.

Autor:
Holzi am 16. Okt. 2012 um 09:00 Uhr
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