Vom Verpacker zum Exportmotor



Die Hersteller von Holzpackmitteln, Paletten und Exportverpackungen entwickeln sich zunehmend von reinen Verpackungsproduzenten zu Export-Dienstleistern für den Mittelstand. Mehr als 100 Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V. (HPE) bieten ihren Kunden inzwischen Leistungen von der Produktion maßgeschneiderter Packmittel über die Lagerlogistik bis hin zum Versand von Waren jeder Größe ins In- und Ausland an.
Servicedienstleister
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Immer häufiger sind auch mittlere und kleine deutsche Industriebetriebe auf ausländischen Märkten erfolgreich. Da sie für den Versand ihrer Produkte „Made in Germany“ und die damit verbundenen Formalitäten oft nicht über qualifizierte Fachkräfte oder gar eigene Logistikabteilungen verfügen, übernehmen die Verpacker diese Aufgabe. „Zu den zusätzlichen Serviceleistungen zählen dabei nicht nur die Einlagerung und Kommissionierung der Waren, sondern auch administrative Aufgaben wie die Beschaffung und Ausstellung von Versandpapieren, Zertifikaten und Zeugnissen sowie eine umfassende Beratung des Kunden bei der Verpackungsentwicklung“, sagt HPE-Vorsitzender Joachim Hasdenteufel.

Beratung schützt Exportgüter
Die Beratung umfasst unter anderem die Festlegung des Transportweges und die Wahl der richtigen Verpackung für die teilweise sensiblen Exportgüter. „Diese hängt vom Transportmittel ab. Im Flugzeug entstehen andere Belastungen als auf einem Schiff“, erklärt Mark Agatz von der Deufol Tailleur GmbH, einem auf Industrieverpackungen und Logistik spezialisierten Unternehmen. Der Transport zu Lande, zu Wasser und in der Luft führt oft durch mehrere Klimazonen, so dass die Güter vor starken Schwankungen der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit konserviert werden müssen. Und unterwegs wird die Verpackung nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst, sondern mit Stapler oder Kran bewegt. Auch der Weitertransport am Zielort und die Lagerung an der Baustelle werden einkalkuliert. „Es kann schließlich sein, dass die Verpackung auch noch einer Lastwagenfahrt auf schlechten Straßen standhalten muss oder dass der Zoll auf der Baustelle die Verpackung kurzfristig öffnen möchte“, so Agatz.

Maßgeschneiderte Logistik
Will also ein Unternehmen einen massiven Maschinenblock für ein neues Kraftwerk in Südamerika per Seefracht verschicken, holen die Mitarbeiter des spezialisierten Verpackungsdienstleisters die Ware ab und konzipieren nach intensiven Kundengesprächen eine maßgeschneiderte Transportkiste für den Versand nach Übersee. Damit diese den hohen Beanspruchungen durch die weite Reise gewachsen ist, werden bei der Herstellung die HPE-Verpackungsrichtlinien herangezogen, die für die Fachverpacker des Verbandes verbindlich sind. „Die Richtlinien gewährleisten die Herstellung einer einwandfreien Verpackung, die auch hohen Beschleunigungswerten und sich verändernden klimatischen Bedingungen während des Transportes gewachsen ist“, erklärt Hasdenteufel. Nach der Herstellung der Kiste wird die Ware professionell eingepackt, mit eigenen Lastwagen oder mit Hilfe des Fuhrparks eines externen Transportunternehmens zum Hafen befördert und mit der gebotenen Sorgfalt auf das vorgesehene Schiff verladen. „Damit wird nicht nur der Maschinenhersteller um viele zeitaufwändige Arbeitsschritte entlastet, sondern mit höherer Versandqualität zugleich der internationale Warenverkehr erleichtert“, so Hasdenteufel.

Komplettlösungen als Zukunftsaufgabe
„Mit den Komplettlösungen aus einer Hand stellt die Branche sicher, dass die von den Kunden gewünschten kurzen Lieferzeiten und die durch Globalisierungsprozesse immer komplexer werdenden Logistik-Anforderungen zeitnah und präzise umgesetzt werden können“, erklärt Ralf Eigenbrodt, Geschäftsführer des Exportverpackungs-Herstellers Martin Jansen GmbH&Co.KG aus Langenfeld. Der Unternehmer erachtet den weiteren Ausbau der Servicedienstleistungen in der Verpackungsbranche in den kommenden Jahren für zwingend notwendig: „Damit wird das Vertrauen unserer Auftraggeber in die Leistungsfähigkeit moderner Verpackungsdienstleister weiter gefördert und die Branche bleibt auch in Zukunft wettbewerbsfähig“, so Eigenbrodt.

Weitere Informationen unter www.hpe.de

Autor:
Holzi am 27. Aug. 2008 um 12:38 Uhr
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