Bundesvereinigung Bauwirtschaft fordert Gleichstellung von Gebäudeenergieberatern HWK mit Planern



Seit über 20 Jahren qualifizieren sich Handwerksmeister zu geprüften Gebäudeenergieberatern im Handwerk (Gebäudeenergieberater HWK). In der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes (www.energie-effizienz-experten.de) sind ca. 5.300 Experten mit dieser Qualifizierung eingetragen, dies entspricht ca. 40 Prozent der eingetragenen Experten.

„Leider wird dieses Potenzial an qualifizierten Gebäudeenergieberatern des Handwerks nur unzureichend genutzt.“ So Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft in Berlin: „Es ist aus unserer Sicht absolut unbefriedigend, dass wir bei jedem neuen Förderprogramm des Bundes erneut die Diskussion über die Qualifikation der Gebäudeenergieberater HWK im Vergleich zu den Planern führen müssen, obwohl diese seit 20 Jahren für gute und vor allem praktikable Lösungen bei der energetischen Optimierung von bestehenden Gebäuden stehen.“

Die energetische Optimierung eines bestehenden Gebäudes bedarf eines ganzheitlichen Ansatzes. Dabei gilt es, die Gebäudehülle zu dämmen und die Anlagentechnik auf den erforderlichen Heizwärmebedarf abzustimmen. Dies kann auch schrittweise erfolgen, dafür sieht die Energieeinsparverordnung einen Sanierungsfahrplan vor. Ein derartiges Modernisierungskonzept wird für jedes Gebäude individuell von Gebäudeenergieberatern HWK erstellt. Die Kenntnisse hierzu erwerben die Gebäudeenergieberater HWK in einer 240-stündigen Weiterbildung. Hinzu kommen die fachpraktischen Erfahrungen aus der fundierten Gesellenausbildung, der Fortbildung zum Handwerksmeister und der beruflichen Tätigkeit. Damit liegen umfassende Kenntnisse zu den Baustoffen, Konstruktionen und Anlagensystemen aus den verschiedensten Baujahren vor.

Schneider: „Energetische Modernisierungen rechnen sich insbesondere dann, wenn ohnehin Sanierungsmaßnahmen anstehen. Die Mehrkosten für die Verbesserung der Energieeffizienz amortisieren sich dann über die komplette Nutzungsdauer der jeweiligen Bauteile und Anlagentechnik und die Heizkosten bleiben auch langfristig bezahlbar. Gleichzeitig werden Ressourcen geschont und der CO2-Ausstoß minimiert, was für den Schutz des Klimas gut ist. Hier trägt das Handwerk durch qualifizierte Beratung und fachgerechte Ausführung zum Gelingen der Energiewende im Gebäudebereich bei.“

Autor:
Holzi am 03. Sep. 2015 um 10:13 Uhr
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