Feinstes Furnier beim ADAC



Eigentlich ist der ADAC ja im Interesse der Autofahrer unterwegs, deren Karossen überwiegend aus Stahl, Aluminium und Glas bestehen. Aber so, wie höherwertige Automobile im Innenraum mit feinen Furnierapplikationen auftrumpfen, hat auch die hochmoderne Firmenzentrale in München das Hausinnere mit dem Besten des Baumes veredelt. „Furnier besteht aus dem Filet des Baumstammes und ist gleichzeitig repräsentativ. Es ist das perfekte Material für die Gestaltung von Oberflächen in der modernen Architektur“, so Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V.
Furnier, wohin das Auge reicht  Foto  IFN europlac
Gut 16.000 Quadratmeter bestes Furnier wurden in der ADAC Hauptverwaltung München verbaut. „Die edelfurnierten Platten aus europäischer Eiche haben eine Furnierstärke von 0,6 Millimetern und wurden in einer so genannten Friessortierung hergestellt“, erklärt der Geschäftsführer des mit der Veredelung des Gebäudes beauftragten Unternehmens europlac aus Tettnang, Reinhold Röhr. Sinn dieser Sortierung sei es, den aktuellen Trend hin zu einer modernen Anmutung des Holzes zu befriedigen. „Friessortierungen sind ruhig und schlicht. Man nimmt das Holz und dessen natürliche Farben wahr, ohne dass starke Bild- oder Fladerstrukturen stören“, so Röhr. Die Investition des ADAC und die Entscheidung für die europäische Eiche zeigten deutlich den Trend zu Echtem. „Der Anspruch des Unternehmens und der Architekten war sehr hoch. Über die riesige Fläche von 16.000 Quadratmetern sollte Homogenität erzeugt werden. Dazu wurden rund 100.000 Quadratmeter Furniere sortiert und zu Decks verarbeitet“, so der europlac-Geschäftsführer. Selbst die Türen hätten zu den Wandpaneelen passen müssen. „Außerdem wurden Paneele für Gebäudebereiche wie Besprechungsräume oder die Mitarbeiterkantine besonders für eine gute, schallschluckende Akustik vorbereitet. Daher ist ihre Oberfläche nicht glatt, sondern reliefartig“, erklärt Röhr. Sehr schön und vor allem nachhaltig sei auch die Kombination von modernen Fassadenelementen sowie die geradlinige Architektur des gesamten Gebäudes. „Dazu passt der Innenausbau ausgezeichnet, denn mit keinem anderen Material als Furnier hätte eine solche Fläche so attraktiv gefüllt werden können.“

So wird Furnier hergestellt:

Furnier wird aus dem Holz ausgewählter Bäume hergestellt, die überwiegend in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gewachsen sind. Die für die Produktion zumeist verwendeten Baumarten sind Ahorn , Buche, Eiche, Esche und Nussbaum, wobei die Mehrzahl davon aus heimischen und europäischen Wäldern stammt. Dadurch können die Transportwege kurz gehalten werden, was ein großer Gewinn für die Umwelt ist. Ist ein Baum mit interessanter Optik und Struktur gefunden, wird er geschält oder gemessert. Dabei entstehen dünne Holzblätter, die ab rund 0,45 bis 6 Millimeter dick sind. Diese werden getrocknet, nach Qualität und Sorte gestapelt, auf die gewünschte Größe zugeschnitten und auf Trägermaterialien wie Massivholz -Stäbchenplatten, Spanplatten, MDF-Platten, Multiplexplatten oder Sperrholz aufgeleimt. Anschließend werden mit dem Furnier die Oberflächen der unterschiedlichsten Produkte veredelt. IFN/DS

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Holzi am 08. Jul. 2013 um 09:17 Uhr
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