Wer mit Holz arbeitet, der kenn die Gefahren. Schutzkleidung, Handschuhe, ein Helm, sichere Arbeitsschuhe, eine Schutzbrille und ein ständig bereit stehender Erste Hilfe Kasten sind die Grundausstattung für den Holzarbeiter. Ob im Sägewerk oder im Wald draußen, bei jeder Tätigkeit geht der Selbstschutz vor allem anderen. Privatleute neigen jedoch leider dazu ihren Schutz komplett auszublenden.
Ein Bekannter von mir liebt es mit Holz die tollsten Dinge zu erstellen. Nur mal schnell hier was Abschleifen und das hier eben auf dem Dach festgenagelt, hangelte er sich ohne Sicherung und ohne Schutzbrille durchs Leben. Ein kleiner Schnitt hier, ein bisschen was ins Auge bekommen – das ist eben das Hobbyrisiko. „Wo gehobelt wird, fallen schließlich Späne“, lautete sein Motto. Heute ist er sehr kleinklaut, wenn ich ihn auf seine frühere Einstellung anspreche. Wenn er heute sich aufmacht, um seinem Do-it-yourself Handwerkerdasein zu frönen, ist er stets überdurchschnittlich ausgestattet. Es war eine simple kleine Fleischwunde, die ihm fast zum Verhängnis geworden wäre. Er hatte Bretter zugeschnitten und sich dabei die Hand verletzt. Ein Holzsplitter war unbemerkt in der Wunde verblieben und führte zu einer schlimmen Blutvergiftung. Wäre er nicht zum Arzt gegangen, könnte ich heute nicht mehr mit ihm beim Kaffee zusammen sitzen und über die neusten Heimwerksideen fachsimpeln.
Natürlich kommt es immer auf die Art der auszuführenden Arbeiten an. Wer nur etwas per Hand feilt, braucht dafür natürlich keinen Gehörschutz. Genauso wenig bedarf es eines Knieschutz bei stehenden Tätigkeiten.
Sehr bekannt im Bereich Arbeitsschutzkleidung und Workwear ist das Unternehmen Engelbert Strauss. Es ist ein hessischer Familienbetrieb, der inhabergeführt und eigenständig ist und das schon in der vierten Generation. Das Unternehmen setzt sich für gute Arbeitsbedingungen in der Textilbranche ein und färbt ihre Kleidung mit eigenen Farbrezepturen. Viele Unternehmenspreise zeichnen den Betrieb aus.
Also bitte liebe Hobby-Handwerker, denkt an Eure Sicherheit. Geld in Schutzkleidung zu investierten ist gut angelegtes Geld. Es sichert Eure Gesundheit. Und nichts ist wichtiger als sicher zu arbeiten.
Comments
So Leute kenne ich nur zu gut. Und man selber wird oft komisch angeguckt, wenn man sich mit Schutzausrüstung austattet.
Das ganze passiert dann immer genau solange, bis eben genau solche Leute sich schwer verletzten und dies mit der passenden Ausrüstung hätte vermieden werden können.
Gutes Beispiel ist da immer das Auge. So eine Schutzbrille aufsetzen dauert keine Sekunde, aber das Augenlicht kann für immer verloren sein.
LG
Robi
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Robi78 um 06:45 UhrDanke für informativen Beitrag.
Viele Grüße.
Lennart
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Lennart um 13:54 UhrLieber Holzwurm,
ich finde Arbeitssicherheit ist tatsächlich das A und O eines mit Holz werkenden Arbeiters. Es kann schließlich viel passieren, erst vor kurzem fiel einem Azubi bei uns ein größerer Balken auf den Fuß. Zum Glück war er nur verstaucht. Ich bin auch oft der einzige der die Schutzbrille anzieht, was ich sehr schade und fahrlässig von meinen Kollegen finde, da ja schnell mal was ins Auge gehen kann. Was ich auch ein wichtiges Thema finde ist die Ladungssicherung beim Holztransport. Insbesondere fertige Stücke fahren wir nämlich oft durch die Gegend, dafür haben wir im Transporter eine Extra Verzurrgurtsystem mit Netzen https://www.sortimo.de/unsere-produkte-fahrzeugausstattung-mehr-sortimo/...) . ja auch das zählt für mich zu einem sehr wichtigen Aspekt, denn so schützt man auch seine Mitmenschen vor möglichen Gefahren. Insbesondere wenn man Hänger überlädt, sollte man schauen dass nichts rausfallen und andere Autos gefährden kann.
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RonaldG um 10:22 UhrGuter Artikel!
Sicherheit sollte natürlich immer an erster Stelle stehen! Leider fehlt bei den meisten die Zeit oder einfach nur die Lust den Arbeitsschutz richtig umzusetzen.....
Liebe Grüße
Marco
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Rutschauto um 15:54 UhrMoin Moin,
ein sehr gelungener Artikel. Man weiß nie was so passiert und da sollte man wirklich schon vorher alles bedenken. Und da finde ich auch, dass man für den richtigen Schutz auch etwas mehr ausgeben kann.
Viele Grüße
Dustin (Pechvogel, aber bisher noch unverletzt)
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Ein Mähroboter Fan um 20:04 UhrEs stimmt schon, dass viele erst nach einem Schaden klug werden. Ich weiß noch als ich in meiner Ausbildungszeit vor etlichen Jahren mal meinen Ausbilder gefragt habe, wie es den so mit Arbeiterschuhe ausschaut und der hat nur mit den Schultern gezuckt... Heute ist das schon etwas besser, aber ich habe auch heutzutage schon Leute gesehen, welche sich ohne Schutzbrille an dir Bohrmaschine stellen. Ich für meinen Teil kaufe lieber bei cheap-charlie etwas mehr Schutzausrüstung als dass es mir später leidtut.
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Leo Schmitz um 11:43 UhrKommentar hinzufügen