Feuer im Garten – Was gibt es zu beachten?



Ein Feuer im eigenen Garten ist etwas Wunderschönes. Gerade an den etwas kälteren Sommerabenden ist ein kleines Feuer nicht nur herzerwärmend, sondern strahlt auch eine gewisse Faszination aus. Doch was gibt es eigentlich dabei zu beachten? Welche gesetzlichen Regelungen gibt es? Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Welche gesetzlichen Regelungen gelten?

In Deutschland gibt es keine einheitlichen gesetzlichen Regelungen zum Betrieb von Feuerstellen im eigenen Garten. In jedem Bundesland, ja sogar in jeder Gemeinde kann es andere Regelungen geben. Hier finden Sie z.B. die Regelungen für den Freistaat Bayern. Doch wer kann vor Ort bei Ihnen eine Auskunft geben? Die erste Anlaufstelle wäre die Gemeinde. Oder Stadtverwaltung an sich. Ist diese an einem Wochenende nicht mehr erreichbar, kann die örtliche Feuerwehr eventuell Auskunft geben.
Holzfeuer

Sicherheitsvorkehrungen beim Feuer im Garten

  • 1. Abstand halten: Halten Sie genügend Abstand zu Bauten wie Carports, Garagen, Schuppen, dem eigenen Haus. Außerdem sollte immer genügend Abstand zu angrenzenden Häusern gehalten werden.
  • 2. Vermeiden Sie Feuer bei großer Trockenheit. Gerade im Sommer nach langer Trockenheit sollte auf ein gemütliches Feuer verzichtet werden. Die ausgedorrten Felder und Wälder benötigen oftmals nur einen kleinen Funken um in Brand zu geraten.
  • 3. Feuerlöscher immer griffbereit. Halten Sie immer geeignetes Löschmittel griffbereit um im Falle des Kontrollverlustes der Flammen schnell reagieren zu können. Geeigneter Mittel sind Feuerlöscher oder ein Wasserschlauch. Ein Eimer Wasser kann im Ernstfall zu wenig sein.
  • 4. Brandbeschleuniger nicht einsetzen. Halten Sie Abstand von Brandbeschleunigern wie Spiritus oder gar Benzin. Es droht einer Verpuffungsgefahr.
  • 5. Verwenden Sie trockenes Holz . Zu frisches Holz ist in der Regel zu feucht und führt zu starker Rauchbildung
  • 6. Verbrennen Sie keine Abfälle. Es ist grundsätzliche verboten Abfälle zu verbrennen. Es drohen bei Nichteinhaltung hohe Geldstrafen.
  • 7. Behalten Sie das Feuer ständig im Auge und bleiben Sie in der Nähe. Die meisten Brände entstehen in dem Moment, wenn man mal kurz nicht Acht gibt.
  • 8. Lagerfeuer sollten einen umliegenden Steinkreis besitzen, damit der trockene Rasen kein Feuer fangen kann.

Das richtige Brennholz für eine Gartenfeuer

Für ein gemütliches Lagerfeuer sollten keine Gartenabfälle behandeltes Holz verwendet werden. Diese haben eine starke Rauchentwicklung und qualmen sehr stark. Die sich dabei auflösenden Dämpfe sind auch der Gesundheit nicht zuträglich.

Am besten eignen sich dünne Holzscheite. Diese sollten komplett durchgetrocknet sein und somit einen Feuchtigkeitsgehalt unter 20% aufweisen. Verschiedene Holzsorten besitzen unterschiedliche Brenneigenschaften. So brennen Nadelhölzer relativ hell. Durch die Harzeinschlüsse im Holz entsteht das romantische knacken, was aber wiederum sehr leicht Funkenflug verursacht.

Birkenholz ist die perfekt Holzsorte für ein Feuer. Es entwickelt so gut wie keinen Rauch und auch der Funkenflug wie bei Nadelholz ist nahezu nicht vorhanden. Birkenholz zählt zu den Weichhölzern, weitere Weichhölzer sind Fichte , Kiefer und Lärche.

Dagegen eignen sich Harthölzer, um das Feuer im Gang zu halten. Diese Brennen etwas länger, so muss nicht ständig Holz nachgelegt werden. Harthölzer sind unter anderem Buche, Esche , Eiche und Ahorn .

Fazit: Ein Feuer im Garten ist in etwas frischeren Sommernächten eine gemütliche Möglichkeit lange die Natur zu genießen und zugleich mit Freunden und Familie schöne Stunden zu verbringen. Mit den genannten Tipps sollten auch sie sicher das Feuer betreiben können und sind im Notfall mit einem geeigneten Löschmittel auf das schlimmste vorbereitet.

Autor:
Holzi am 28. Jan. 2020 um 08:29 Uhr
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Comments

Denn unter 1. genannten Hinweis, sollte man wirklich tunlichst beachten! Wir haben im Oktober 2019, bei Dunkelheit, ein paar Meter von unserer Terrasse entfernt, ein Lagerfeuer gemacht. Hierbei gab es immer wieder Funkenflug. Am nächsten Morgen, bei Aufräumen, mussten wir feststellen, dass die Polsterauflagen unserer Gartenmöbel, die sich auf besagter Terrasse befunden haben, über und über mit Brandlöchern versehrt waren. Und das bei einem Preis von mehr als 80,- Euro pro Stuhlauflage. Das war dann ein teurer Abend am Lagerfeuer. Sad

Anna Graf um 07:17 Uhr

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